| Entegast | ||
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| Entgast in der Bildmitte von der Hohen Möhr aus | ||
| Höhe | 589 m ü. NHN | |
| Lage | Schopfheim, Landkreis Lörrach, Baden-Württemberg | |
| Gebirge | Schwarzwald | |
| Koordinaten | 47° 40′ 14″ N, 7° 48′ 59″ O | |
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| Typ | Zeugenberg / Tafelberg | |
| Gestein | Buntsandstein | |
Der Entegast ist ein bis zu 589 m ü. NHN – beziehungsweise 594 m ü. NHN am Ausläufer Hausener Köpfle – hoher, überwiegend bewaldeter Bergrücken im Landkreis Lörrach. Er erhebt sich als Hausberg unmittelbar nördlich der Altstadt von Schopfheim im Südschwarzwald. Der Berg trennt das Haupttal der Wiese im Süden vom Tal der Kleinen Wiese im Westen und Norden und gilt als direktes östliches Gegenüber des Scheinbergs. Naturräumlich gehört der Entegast wie sein Nachbarberg zum Weitenauer Bergland innerhalb der Schopfheimer Bucht. Er dient der umliegenden Bevölkerung als wichtiges Naherholungsgebiet.
Der Entegast erstreckt sich nordöstlich der Schopfheimer Kernstadt. An seinen Flanken und Ausläufern liegen im Uhrzeigersinn die Schopfheimer Stadtteile Fahrnau im Osten und Altstadt im Süden sowie die Gemeinden Hausen im Wiesental im Nordosten und Maulburg im Westen. Das Plateau und die Hänge sind dicht bewaldet und von einem weitläufigen Wander- und Nordic-Walking-Wegenetz durchzogen. Ein bekannter Anlaufpunkt auf dem Berg ist die Dachshütte, die als Unterstand und Grillplatz genutzt wird.
Die Entwässerung des Entegast erfolgt über kleinere, namenlose Sturzbäche und Hanggerinne, die im Süden direkt in den Fluss Wiese oder im Westen in die Kleine Wiese münden. Am südlichen Fuß des Berges verläuft zudem die Wiese parallel zur Schopfheimer Stadtgrenze.
Geologisch ist der Entegast ein klassischer Zeugenberg des Schwarzwaldrandes. Ebenso wie am Scheinberg wurde hier die tektonisch höher gelegene Decke aus Muschelkalk im Laufe der Jahrmillionen vollständig abgetragen. Der Bergrücken besteht primär aus mächtigen Schichten des Buntsandsteins, welcher das prägende Gestein des Berges darstellt. Dies steht in markantem geologischen Kontrast zum direkt südlich gegenüberliegenden Dinkelberg, der als tiefer gelagerte Keuperscholle vorwiegend aus von Dolinen geprägtem Kalkstein (Muschelkalk) aufgebaut ist. Bis in das frühere Jahrhundert hinein wurde der harte Buntsandstein am Entegast in mehreren lokalen Steinbrüchen als Baumaterial abgebaut.
Die historische Bedeutung des Entegast für die lokale Gemeinschaft ist eng mit den Besitzrechten des Waldes verknüpft. Im Jahre 1314 schenkte Lüthold II. von Rötteln (1241–1316), der damalige Dompropst zu Basel, den gesamten Berg offiziell der Stadt Schopfheim. Diese Schenkung war untrennbar mit dem wertvollen Recht auf eigenen Holzeinschlag (Stadtwald) verbunden, wodurch der Entegast über Jahrhunderte hinweg die wirtschaftliche und energetische Versorgung der Stadt sicherte. Am östlichen Fuße des Berges liegt zudem das historische Gut Ehner-Fahrnau, dessen dokumentierte Siedlungsgeschichte bis in das 11. Jahrhundert zurückreicht.