
Mikroreaktionsgefäße sind Reaktionsgefäße mit Schnappdeckel für kleine Probenvolumina im Mikroliterbereich, die ursprünglich 1962 vom Unternehmen Eppendorf Gerätebau Netheler & Hinz entwickelt wurden.
Mikroreaktionsgefäße werden heute vom Rechtsnachfolger, der Eppendorf SE, und anderen Herstellern angeboten. Die Gefäße bestehen aus Polypropylen (PP) und werden in verschiedenen Größen (0,1 ml bis 2,0 ml, seit 2013 auch 5,0 ml) und Farben vertrieben. Sie zeichnen sich durch Chemikalienresistenz aus und behalten auch bei Temperaturen über 100 °C ihre Form. Des Weiteren können sie bei hohen Drehzahlen zentrifugiert werden. Die kleinen 0,1- und 0,2-ml-Reaktionsgefäße sind sehr dünnwandig und werden häufig für die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) verwendet.
Die Mikroreaktionsgefäße der Größen 1,5 ml und 2 ml werden im deutschsprachigen Laborjargon als Eppi bezeichnet. Im englischen Sprachraum werden diese Mikroreaktionsgefäße als Eppendorf tube bezeichnet. Die Bezeichnung Eppi bzw. Eppendorf tube ist international ein generalisierter Markenname geworden, wobei sich nicht der Name der Produktmarke (wie die deutschsprachige Verwendung von Tempo für Papiertaschentücher oder Tesa für Klebestreifen), sondern die Abkürzung der Marke des Unternehmens eingebürgert hat.
Eppendorfgefäße werden auch genutzt, um Drogen wie Kokain oder Amphetamin zu transportieren.