Erhard Engler

Erhard Engler (* 18. Juli 1938 in Groß Nebrau, Kreis Marienwerder; † 8. Oktober 2012 in Berlin) war ein deutscher Romanist, Lusitanist, Hispanist und Übersetzer.

Leben und Werk

Erhard Engler studierte Lateinamerikanistik an der Universität Rostock und war 1963 als Austauschstudent in Kuba. Von 1964 bis 1974 arbeitete er bei Radio Berlin International (RBI). Er verweigerte sich den Zumutungen des Ministeriums für Staatssicherheit, das ihn mehrfach zur „Zusammenarbeit“ aufgefordert hatte, und gab lieber seine Stellung in der Redaktion des RBI auf. 1975 promovierte er an der Universität Rostock über Euclides da Cunha. Ein geistiger Vorkämpfer für die nationale Unabhängigkeit Brasiliens. Von 1975 bis 2003 war er Dozent für Brasilianistik, dann für Lusitanistik und Hispanistik am Institut für Romanistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Lateinamerikanische Autoren, die ihn besuchten, schmuggelten die für seine Arbeit nötigen Bücher in die DDR. Infolge seiner Nicht-Zusammenarbeit mit der Staatsmacht wurde ein Ausreiseverbot gegen ihn verhängt. Nach dem Fall der Mauer konnte der Brasilianist 1991 erstmals nach Brasilien reisen.

Schriften (in Auswahl)

Zur Sprachwissenschaft

Zur Literaturwissenschaft

Als Übersetzer

Als Herausgeber

Fußnoten

  1. 1 2 Marcel Vejmelka: Nachruf auf Erhard Engler (1938–2012). www.Lusitanistenverband.de, abgerufen am 16. Mai 2015.
  2. ↑ Ute Hermanns: Impressionen zum Fall der Mauer. In: Tópicos, Jg. 48 (2009), Heft 309, S. 10–11.
  3. ↑ Marcel Vejmelka: Nachruf auf Erhard Engler. In: Tópicos, Jg. 51 (2012), Heft 412, S. 49.
Personendaten
NAME Engler, Erhard
KURZBESCHREIBUNG deutscher Romanist, Lusitanist und Hispanist
GEBURTSDATUM 18. Juli 1938
GEBURTSORT Groß Nebrau, Kreis Marienwerder
STERBEDATUM 8. Oktober 2012
STERBEORT Berlin