Nehring besuchte das Königliche Gymnasium in Lyck und begann anschließend ein Studium der Medizin an der Albertus-Universität in Königsberg. Im Sommersemester 1913 wurde er Mitglied der Burschenschaft Germania Königsberg, der er dann bis zu seinem Tode als Alter Herr angehörte. Im Ersten Weltkrieg wurde er als Unteroffizier 1916 an der Ostfront verwundet und mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. 1920 wurde er mit seiner Dissertation Casuistische Beiträge zur Kenntnis der Aktinomykose während des Weltkrieges promoviert. Er forschte in der Folge am Hygienischen Institut der Königsberger Universität. 1923 wechselte er an das Landesinstitut für Wasserhygiene in Berlin-Dahlem, wo er 1929 zum Professor ernannt wurde.
Nehring war verheiratet und hatte eine Tochter. Er starb am 9. Februar 1982 (nach anderen Angaben am 20. Februar) in Berlin-Steglitz an den Folgen eines bereits im November 1981 erlittenen Verkehrsunfalls.
Casuistische Beiträge zur Kenntnis der Aktinomykose während des Weltkrieges (Dissertation), 1920.
Die Abwasserbeseitigung der Stadt Neumünster in Holstein unter besonderer Berücksichtigung der dortigen Gerbereiabwässer. Nebst: Bericht über unsere in Neumünster zwecks Nachprüfung der Anwendbarkeit des Mannes’schen Bodenfilterprojektes ausgeführten Filterversuche, unsere Untersuchungen über das Vorkommen von Milzbrandsporen in Wildhautgerbereien und unsere Nachprüfung der für milzbrandverdächtige Häute und Felle empfohlenen Desinfektionsverfahren (gemeinsam mit Bernhard Bürger), 1925.
o. A.: Erhard Nehring, in: Paul Schroeder, Harry Scholz (Hrsg.): Ärzte in Ost- und Westpreussen. Holzner, Würzburg 1970. S. 271–273.
Klaus Kube: 784 Nehring, Erhard, in: ders.: Personengeschichte der Burschenschaft Germania Königsberg. Eine biographische Sammlung. Band I: Die Königsberger Zeit. Eick, Kiel 2018. S. 412–413.
Einzelnachweise
↑Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 347.
12Todesanzeige in Das Ostpreußenblatt. 23. Juli 1983. S. 22.
123Klaus Kube: Personengeschichte der Burschenschaft Germania Königsberg. Eine biographische Sammlung. Band I: Die Königsberger Zeit. Eick, Kiel 2018. S. 412.
↑Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (Hrsg.): Vademecum deutscher Lehr-und Forschungsstätten, Band 2, 1957. S. 106.