Erich Lohmeyer (* 10. Mai 1886 in Kassel; † 5. August 1966) war ein deutscher Wasserbau- und Tiefbauingenieur, der als preußischer und hamburgischer Baubeamter arbeitete.
Lohmeyer wurde 1919 an der Technischen Hochschule Danzig mit der Dissertation Der Abbruch von Beton und Mauerwerk promoviert. Er ging in den preußischen Staatsdienst, stieg zum Ministerialrat im preußischen Handelsministerium in Berlin und später zum Oberbaudirektor in Hamburg. Als Ministerialrat verhandelte er auf preußischer Seite den Hafengemeinschaftsvertrag von 1928 zwischen Hamburg und Preußen. Von 1930 bis 1933 leitete er den Strom- und Hafenbau in Hamburg, der in Gemeinschaft mit Preußen 1929 als GmbH neu gegründet wurde. Er galt als ehrgeizig aber korrekt, parteilos und als unermüdlicher Arbeiter, der jedoch als Preuße in der Verwaltung in Hamburg Probleme bekam. Sein Nachfolger wurde Erich Bunnies, der zuvor Erster Baudirektor gewesen war und der Vorgänger von Lohmeyer, als der Hafenbau noch zur Baubehörde gehörte. Der Strom- und Hafenbau wurde 1933 wieder Teil einer Behörde für Technik und Arbeit (ab 1936 Teil der Bauverwaltungsbehörde).
Am 1. Januar 1940 übernahm Erich Lohmeyer die Schriftleitung der Zeitschrift Die Bautechnik von August Laskus. In dieser Funktion setzte sich Lohmeyer u. a. in den 1940er Jahren mit der fehlerhaften Theorie des Erddrucks von Alfons Schroeter auseinander.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war er von 1950 bis 1960 der erste Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Erd- und Grundbau.
Lohmeyer war Spezialist für Grundbau, Spundwände und Hafenbau. Nach dem Tod von Ludwig Brennecke bearbeitete er die Neuauflagen des Standardwerks Der Grundbau (zuletzt 1948).
1956 verlieh ihm die Technische Hochschule Karlsruhe die Ehrendoktorwürde.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lohmeyer, Erich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bauingenieur und Baubeamter |
| GEBURTSDATUM | 10. Mai 1886 |
| GEBURTSORT | Kassel |
| STERBEDATUM | 5. August 1966 |