Erich Loos (* 4. September 1913 in Wetzlar; † 2. Juli 2006 in Berlin) war ein deutscher Romanist und Literaturwissenschaftler.
Loos wurde 1933 als Student zwangsexmatrikuliert und bis 1945 mit Studienverbot belegt. Er promovierte 1950 bei Fritz Schalk in Köln mit Charles Pinot Duclos als Moralist des achtzehnten Jahrhunderts und seine Bedeutung für den Stand der „gens de lettres“ und habilitierte sich ebenda mit Baldassare Castigliones „Libro del Cortegiano“. Studien zur Tugendauffassung des Cinquecento (Frankfurt 1955).
Nach Lehrstuhlvertretungen in Bonn und Heidelberg wurde er an die Freie Universität Berlin berufen, zuerst 1960 als außerordentlicher Professor für romanische Philologie, von 1963 bis 1978 als ordentlicher Professor. Rufe nach Freiburg, Bonn und München lehnte er ab. Von 1966 bis 1968 war er Dekan. Im Jahr 1977 wurde er Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften.

Als Dekan der Philosophischen Fakultät der Freien Universität hielt Erich Loos die Ansprache bei der Trauerfeier für Benno Ohnesorg.
Das Grab von Erich Loos befindet sich auf dem Friedhof Nikolassee in Berlin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Loos, Erich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Romanist |
| GEBURTSDATUM | 4. September 1913 |
| GEBURTSORT | Wetzlar |
| STERBEDATUM | 2. Juli 2006 |
| STERBEORT | Berlin |