


Erika Billeter, geborene Schulze, in zweiter Ehe Erika Gysling-Billeter (* 8. November 1927 in Köln; † 12. August 2011 in St-Légier-La Chiésaz) war eine deutsch-schweizerische Kunsthistorikerin, Kuratorin und Museumsdirektorin. Sie gehörte zu den Pionieren der Themenausstellungen im Kunstbereich und galt als wichtige Anregerin der Kunstszene.
Erika Schulze wuchs in Köln auf und begann an der Universität Köln das Studium der Kunstgeschichte. In Paris und an der Universität Basel setzte sie ihr Studium fort, wo sie 1960 promoviert wurde. 1962 heiratete sie den Germanisten Fritz Billeter und lebte fortan in der Schweiz. In zweiter Ehe war sie mit dem Journalisten Erich Gysling verheiratet. Bis 1968 war sie Kuratorin am Kunstgewerbemuseum der Stadt Zürich, anschliessend von 1968 bis 1974 Direktorin am Museum Bellerive in Zürich. 1980 wurde Erika Billeter anstelle des zurücktretenden Direktors des Kunsthauses Zürich, Felix A. Baumann als Stiftungsrätin der Stiftung für die Photographie gewählt, 1983 trat sie von diesem Amt zurück.
Von 1974 bis 1981 war Erika Billeter Vizedirektorin des Kunsthauses Zürich. Von 1981 bis 1991 hatte sie die Leitung des Musée cantonal des Beaux-Arts in Lausanne inne. Sie zeigte Werke renommierter Kunstschaffender wie Joseph Beuys, Eric Fischl oder Sophie Taeuber-Arp. Und sie widmete sich jungen Künstlern aus dem Kanton Waadt – wie Jean Otth, Jean Lecoultre, Silvie und Chérif Defraoui – sowie aus aller Welt. Sie interessierte sich insbesondere für Themenausstellungen und die Wechselbeziehung von Malerei, Skulpturen und Fotografie. Zu diesen Fachgebieten veröffentlichte sie zahlreiche Schriften. 1988 und 1991 unterrichtete sie zudem an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und leitete das Institut für zeitgenössische Kunst.
Erika Billeter galt als grosse Anregerin der Kunstszene. Die Museumsdirektorin zählte zu den Pionieren der Themenausstellungen im Kunstbereich. Rund 100 Ausstellungen habe sie insgesamt realisiert, davon etwa 60 in Lausanne, äusserte sie sich 1991 gegenüber Peter Studer im «Sonntagsinterview» des Schweizer Fernsehens. Die Kunsthistorikerin engagierte sich auch für das Wohl der Tiere. Sie war Stiftungsbeirätin der im Jahr 2000 gegründeten Schweizer Stiftung für Tiere «Animal Trust». Sie hatte eine große Vorliebe für Hunde. Ihre beiden Chow-Chows nahm sie laut ihren eigenen Angaben auch zur Arbeit mit. Über sich selber sagte sie: «Ohne Hunde bin ich gar nicht denkbar.»
| Chère Erica |
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| Niki de Saint Phalle, 1968 |
| Collage |
| Personendaten | |
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| NAME | Billeter, Erika |
| ALTERNATIVNAMEN | Gysling-Billeter, Erika (vollständiger Name); Schulze, Erika (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Kunsthistorikerin, Kuratorin und Museumsdirektorin |
| GEBURTSDATUM | 8. November 1927 |
| GEBURTSORT | Köln |
| STERBEDATUM | 12. August 2011 |
| STERBEORT | St-Légier-La Chiésaz |