Erl | ||
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| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Kufstein | |
| Kfz-Kennzeichen: | KU | |
| Fläche: | 26,97 km² | |
| Koordinaten: | 47° 41′ N, 12° 11′ O | |
| Höhe: | 476 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.626 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 60 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 6343 | |
| Vorwahl: | 05373 | |
| Gemeindekennziffer: | 7 05 10 | |
| NUTS-Region | AT335 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Dorf 39 6343 Erl | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Georg Aicher-Hechenberger (GFE) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2022) (13 Mitglieder) |
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| Lage von Erl im Bezirk Kufstein | ||
Erl von Südosten | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||

Erl ist eine Gemeinde mit 1626 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Kufstein des Bundeslandes Tirol (Österreich). Die Gemeinde ist durch die Passionsspiele und die Tiroler Festspiele Erl bekannt.
Erl liegt im Unterinntal, etwa 15 km nördlich von Kufstein, direkt an der Grenze zu Bayern. Im Westen ist die Gemeindegrenze gebildet durch den Inn, im Norden und Osten durch die Staatsgrenze. Somit ist Erl an drei Seiten von Bayern umgeben. Erl ist die nördlichste und zweit-tiefstgelegene (476 m) Gemeinde nach Ebbs (475 m) in Tirol. Die Gemeinde ist Teil der Region Untere Schranne.
Der Inn verläuft zwischen Kufstein und Erl als Grenzfluss und verlässt erst in Erl Tirol komplett.
Erl besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde bzw. drei Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2026):
Gliederung
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Legende zur Gliederungstabelle
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Zollhaus, Mühlgraben, Schönau, Unterweidau, Oberweidau, Dorf, Unterscheiben, Oberscheiben, Öd, Winkl, Rainerried, Steigental, Erlerberg, Alm, Baderbühel, Jauch
Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kufstein.
Wegen seiner exponierten Lage an der deutschen Grenze liegen mit Niederndorf und Niederndorferberg nur zwei der sieben Nachbargemeinden von Erl im Bezirk Kufstein, alle anderen im Landkreis Rosenheim in Bayern.
| Nußdorf am Inn | Samerberg | |
| Flintsbach am Inn | Aschau im Chiemgau | |
| Oberaudorf | Niederndorf | Niederndorferberg |
Erl, in römischer Zeit ein Landgut, wahrscheinlich das Praedium Aurelianum („Besitz des Aurelius“), gehört zu den ältesten Dörfern des Inntales. Die erste römische Besiedlung erfolgte vermutlich im 3. Jahrhundert, was der Mithrasstein in der Pfarrkirche mit der Aufschrift DIM PRO SALUTE („dem unbesiegbaren Gott Mithras zum Heil“) bezeugt.
Um 788/790 wird Erl im arnonischen Güterverzeichnis des Erzbischofs Arn von Salzburg (ad Oriano monte) erstmals erwähnt.


1504 kam Erl unter Kaiser Maximilian mit den Gerichten Kufstein, Kitzbühel und Rattenberg zu Tirol und ist seither Grenzort gegen Bayern. An der Engstelle vor der Grenze befand sich die Schanze von Windshausen, an der in den Kriegsjahren 1703/04, 1744, 1800 und 1809 Kämpfe mit bayerischen Truppen stattfanden. Dabei wurde 1704 und 1809 das ganze Dorf niedergebrannt. An der hölzernen Innbrücke (erbaut 1895 – neu errichtet 1991 – 2021 gesperrt) zur bayerischen Nachbargemeinde Oberaudorf steht eine überlebensgroße barocke Statue des Wasserheiligen Johannes Nepomuk (1732).
| Erl: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
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| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 669 | |||
| 1880 | 629 | |||
| 1890 | 597 | |||
| 1900 | 596 | |||
| 1910 | 661 | |||
| 1923 | 697 | |||
| 1934 | 869 | |||
| 1939 | 845 | |||
| 1951 | 944 | |||
| 1961 | 983 | |||
| 1971 | 1.154 | |||
| 1981 | 1.172 | |||
| 1991 | 1.272 | |||
| 2001 | 1.415 | |||
| 2011 | 1.442 | |||
| 2021 | 1.568 | |||
| 2026 | 1.626 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
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Im Jahr 2010 gab es 69 landwirtschaftliche Betriebe in der Gemeinde, davon waren 32 Vollerwerbsbauern. Von den 96 Arbeitsplätzen im Produktionssektor entfielen 70 auf den Bereich Herstellung von Waren und 26 auf das Baugewerbe. Die größten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Beherbergung und Gastronomie (43), soziale und öffentliche Dienste (36), Handel (29) und Verkehr (26 Mitarbeiter). Von den 673 Erwerbstätigen, die 2011 in Erl lebten, arbeiteten 197 in der Gemeinde, 476 pendelten aus. Die Anzahl der Übernachtungen lag in den Jahren von 2012 bis 2021 zwischen 30.000 und 50.000 – mit Ausnahme des COVID-Jahres 2020, in dem die Zahl auf unter 20.000 zurückging. Der Großteil der Gäste kommt in den Sommermonaten Juni bis August. |
Arbeitsmarkt |
Westlich der Gemeindegrenze, am linken Innufer, verlaufen die Inntal Autobahn A12 (A93 in Deutschland) und die Bahnstrecke Rosenheim–Kufstein. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Oberaudorf (ca. 6 Kilometer entfernt) bzw. in Kufstein (ca. 14 Kilometer entfernt).
An Gemeindeeinrichtungen bietet Erl Bauhof, Kindergarten, Volksschule, Bücherei und ein Schwimmbad.
Die Gemeinderat hat insgesamt 13 Mitglieder.
Blasonierung: In Blau und Gold gespaltener Schild mit einer Dornenkrone in verwechselten Farben.
Das 1973 verliehene Gemeindewappen verweist mit der Dornenkrone auf die traditionsreichen Passionsspiele in Erl.