Ernst Ferdinand Kossmann (* 8. Oktober 1861 in St. Petersburg; † 30. Mai 1945 in Den Haag) war ein deutsch-niederländischer Germanist, Romanist, Gymnasiallehrer und Hochschullehrer.
Ernst Ferdinand Kossmann legte seine Reifeprüfung 1881 am Realgymnasium in Karlsruhe ab. Anschließend studierte er von 1881 bis 1884 Germanistik, Anglistik und Romanistik, und zwar an der Universität Straßburg und an der Universität Berlin. Seine erste Promotion erfolgte 1885 an der Universität Straßburg, eine zweite Promotion legte er 1923 an der Universität Groningen ab und erwarb im gleichen Jahr die niederländische Staatsbürgerschaft. Von 1885 bis 1887 arbeitete er als Hauslehrer, von 1888 bis 1892 als Deutschlehrer im niederländischen Tiel und bis 1926 als Gymnasiallehrer in Den Haag. Außerdem war er von 1894 bis 1898 als Privatlehrer für deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft der späteren Königin Wilhelmina der Niederlande tätig. Nach seiner Habilitation lehrte er von 1902 bis 1907 als Privatdozent und bis 1916 als außerordentlicher Professor an der Universität Leiden. Von 1916 bis 1918 war er Professor für Germanistik an der Universität Gent. In den Ruhestand als Gymnasiallehrer trat er 1926.
Kossmann veröffentlichte über mittelalterliche deutsche Literatur sowie über niederländische Buchhandelsgeschichte und gab Editionen heraus. Zu seinen Enkeln gehört die Niederländer Ernst Heinrich Kossmann (Historiker) und der Schriftsteller Alfred Kossmann (Schriftsteller).
| Personendaten | |
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| NAME | Kossmann, Ernst Ferdinand |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-niederländischer Germanist, Romanist, Gymnasiallehrer und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 8. Oktober 1861 |
| GEBURTSORT | St. Petersburg |
| STERBEDATUM | 30. Mai 1945 |
| STERBEORT | Den Haag |