Ernst August Martin Krohmer (* 4. Januar 1905 in Gnadental; † 27. November 1940) war ein deutscher Kreisleiter der NSDAP.
Krohmer war der Sohn des Höfinger Pfarrers Martin Krohmer und dessen Ehefrau Elisabeth geborene Traub und wurde Kaufmann. Zum 1. Mai 1930 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 234.105) und wurde zunächst Blockleiter, dann Sektions- und Propagandaleiter im Kreis Peine. Im Gau Südhannover-Braunschweig arbeitete er eng mit dem späteren Minister Hanns Kerrl zusammen. Nachdem er aufgrund seiner politischen Betätigung seine Stelle verloren hatte, kehrte er Ende 1931 in sein Elternhaus nach Höfingen in Württemberg zurück, wo er in Leonberg 1932 Unterbezirksleiter wurde. Danach war er stellvertretender Gaupropagandaleiter und ab 1934 hauptamtlicher NSDAP-Kreisleiter von Leonberg. Gleichzeitig war Krohmer in der SS aktiv (Obersturmführer, Mitgliedsnummer 8387 und Träger des SS-Ehrenrings.) Er galt als unberechenbar und gewalttätig und war gefürchtet.
Am 1. Juni 1937 erfolgte seiner Ernennung zum Kreisleiter der NSDAP in Böblingen. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er zur Wehrmacht eingezogen. 1940 starb er unerwartet im Alter von 35 Jahren. Bei seiner Beerdigung hielt Gauleiter Wilhelm Murr die Trauerrede. Er hob hervor, dass Krohmers Name „in den Reihen der Nationalsozialisten Württembergs unvergeßlich bleiben sein“ wird. Der Reichsführer SS ließ einen Kranz niederlegen.
Sein jüngerer Bruder war Gerhard Krohmer, der Oberlandrat in Klattau im Protektorat Böhmen und Mähren wurde.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Krohmer, Ernst |
| ALTERNATIVNAMEN | Krohmer, Ernst August Martin (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | Kreisleiter der NSDAP in Leonberg und in Böblingen |
| GEBURTSDATUM | 4. Januar 1905 |
| GEBURTSORT | Gnadental |
| STERBEDATUM | 27. November 1940 |