Ernst Strouhal

Ernst Strouhal, Universität für angewandte Kunst Wien, Mai 2022

Ernst Strouhal (* 1957 in Wien) ist ein österreichischer Autor, Publizist und Kulturwissenschaftler.

Leben

Ernst Strouhal (geboren als Ernst Huk) stammt aus einer österreichischen Journalistenfamilie, er ist ein Enkel von Ernst Benedikt. Seine Mutter Ilse Benedikt, später Ilse Huk (* 14. August 1918 in Wien, † 6. Juni 1969 in Wien), war nach ihrer Rückkehr aus dem Exil 1945 eine engagierte Ärztin in Wien. Sein Vater Emil Huk (* 12. Januar 1911, † 8. März 1989) war ein Journalist. Strouhal ist Universitätsprofessor an der Universität für angewandte Kunst Wien und Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Wien. Zusammen mit Jakob Scheid und Brigitte Felderer erarbeitete er unter anderem 2004 an der Universität für angewandte Kunst in Wien einen Nachbau von Kempelens Sprechmaschine. Gemeinsam mit Michael Ehn betreut er seit 1990 als ruf & ehn die wöchentliche Schachkolumne der Tageszeitung Der Standard. Konzeption und Mitarbeit bei Ausstellungen, Schwerpunkt Kulturgeschichte des Spiels.

In seinem Buch Vier Schwestern. Fernes Wien, fremde Welt (Zsolnay, Wien 2022) erzählt er eine Wiener Familiengeschichte des 20. Jahrhunderts. Der jüdischen Familie gelang die Flucht. Verstreut in alle Himmelsrichtungen, blieben sie einander über Emigration, Krieg, Nachkrieg hinweg verbunden. Ernst Strouhal erzählt von einem Stück unwiederbringlicher Kultur und gibt damit seinen Großeltern, seiner Mutter und seinen drei Tanten, darunter Friedl Benedikt, eine Stimme.

Auszeichnungen

Werke

Commons: Ernst Strouhal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Ilse Benedikt im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
  2. ↑ Ernst Strouhal, Vier Schwestern. Hanser Verlag, abgerufen am 6. März 2023.
  3. ↑ Springer-Autor Ernst Strouhal erhält Staatspreis für Kulturpublizistik 2010 (Memento vom 28. Februar 2011 im Internet Archive)
  4. ↑ Helmut Pfleger: Schach. In: Zeitmagazin vom 3. August 2023, S. 31.
  5. ↑ Ernst Strouhal wird das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien verliehen! Universität für angewandte Kunst Wien, abgerufen am 6. September 2024.
  6. ↑ Bekanntgabe der Preise der Stadt Wien und der Förderungspreise 2025. In: ots.at. 29. Mai 2025, abgerufen am 31. Mai 2025.