
Mathias Fuchs (* 20. Oktober 1956 in Erlangen, Bundesrepublik Deutschland) ist ein österreichischer Künstler, Kunst- und Medientheoretiker.
Mathias Fuchs studierte Computerwissenschaften in Erlangen und Wien, sowie elektroakustische Musik in Wien und Stockholm. 2010 promovierte er mit einer Arbeit zu „Sinn und Sound“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Mathias Fuchs war Dozent an der Universität für angewandte Kunst in Wien, an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz, an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, der Sibelius-Akademie in Helsinki und der University of Salford in Greater Manchester. Nach der Auftragsproduktion für die Spieleausstellung „Synreal: The Unreal Modification“ (organisiert vom Institute for New Culture Technologies, kuratiert von Konrad Becker), begann Mathias Fuchs sich immer stärker mit dem Thema Game Art zu beschäftigen. Er hat Pionierarbeit auf dem Gebiet der künstlerischen Nutzung von Spielen geleistet und ist ein führender Theoretiker zu Game Art und Games Studies. Er ist Künstler, Musiker, Medienkritiker und leitete und entwickelte an der Universität Salford drei Masters-Programme. In den Jahren 2011 und 2012 besetzte er an der Universität Potsdam eine Vertretungsprofessur für "Visuelles Denken und Wahrnehmen". Seit 2012 leitet er im Innovations-Inkubator an der Leuphana Universität Lüneburg das Forschungsprojekt "Art & Civic Media" und gründete dort das Gamification Lab im Centre for Digital Cultures. 2015 wirkte er als Senior Research Fellow am Institute of Advanced Study on Media Cultures of Computer Simulation. Seit 2016 ist er Professor am Institut für Kultur und Ästhetik der Medien in Lüneburg. Für die Jahre 2018 bis 2021 arbeitet Fuchs als Principal Investigator für das DFG geförderte Forschungsprojekt „Gamification. Grenzverschiebungen zwischen dem Spielerischen und Nicht-Spielerischen“ (FU 942/4-1). 2022 verbrachte er als Senior Fellow am IFK, Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien.



Mathias Fuchs lehrte an der Universität Salford in Großbritannien und am Studiengang „Europäische Medienwissenschaften“ der Universität Potsdam u. a. „Media and Cultural Theory“, „Digital Avant-gardes“, „Geschichte der technisch vermittelten Künste“, „Spiele für Museen und Ausstellungen“, „Sound-Architecture“ und „Medienkonvergenz“.
Von 2009 bis 2011 war er als Projektleiter des europäischen Masters-Programms „Ludic Interfaces“ tätig. „Ludic Interfaces“ ist ein auf europäischer Ebene entwickeltes Master-Programm. Es ist der Titel einer europäischen Zusammenarbeit zur Schaffung eines Netzwerks akademischer Institutionen und weltweit führender Medienzentren, um Public-Domain-Inhalte zu untersuchen, zu entwickeln und zu testen. Die Programm-Entwicklung ist ein gemeinsames Projekt der Universität Potsdam, Universidad Politécnica de Valencia, Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz und der University of Salford in Manchester.
Gegenwärtig beschäftigt Fuchs sich vornehmlich mit einer kritischen Reflexion digitaler Kulturen und von Gamification. Er ist Herausgeber der Open-Access-Publikation „Diversity of Play“ und Mitherausgeber und Autor des Handbuchs „Rethinking Gamification“, erschienen bei meson press, Lüneburg.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fuchs, Mathias |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Künstler, Kunst- und Medientheoretiker |
| GEBURTSDATUM | 20. Oktober 1956 |
| GEBURTSORT | Erlangen, Deutschland |