Eugen Pletsch

Eugen Pletsch (* 30. April 1952 in Gießen) ist ein deutscher Autor und Blogger. Bekannt wurde er durch satirische Bücher und Kolumnen über den Golfsport.

Leben

Nach dem Abitur an der Ricarda-Huch-Schule in Gießen 1971 begann er ein Studium der Pädagogik an der Justus-Liebig-Universität. Bereits als Schüler hatte Pletsch eine Rolle in Peter Fleischmanns Film Das Unheil erhalten.

In den 1970er und 80er Jahren wurde er zum Wegbegleiter der Alternativbewegung. Als Liedermacher unter dem Namen "Oigen" gehörte er zum Umfeld der Deutschfolk-Gruppe Elster Silberflug. Pletsch schrieb Beiträge in Werner Piepers Zeitschriften "Kompost" und ab 1979 für das Nachfolge-Magazin "Humus". Als Netzwerker stand Pletsch bundesweit mit alternativen Projekten in Kontakt. Zu seinen Begegnungen gehörten der Achberger Kreis, kritische Anthroposophen wie Helmut Finsterlin, Dieter Duhms "Bauhütte", Robert Jungk, sowie spirituelle Lehrer wie Oscar Kiss Maerth, Richard Baker und Sogyal Rinpoche. 1982 begleitete Pletsch Timothy Leary anlässlich einer Tagung im Sauerland, später besuchte er ihn in den USA.

1986 lernte Pletsch Helmut Salzinger kennen, mit dem er bis zu seinem Tod befreundet war. Pletsch wurde Teil der Beat-Autorengruppe "60/90" (u. a. mit Salzinger, Michael Kellner, Hadayatullah Hübsch, Wolfgang Rüger, Theo Köppen, Wolfgang Welt). Durch seinen schottischen Schwiegervater lernte Pletsch 1987 den Golfsport kennen, über den er humoristische Bücher und Beiträge in Golfzeitschriften verfasste. 1996 gründete er das Golf-Portal cybergolf.de, das er bis 2022 als Chefredakteur leitete. Eugen Pletsch ist Vater von drei Kindern und lebt bei seinem Geburtsort Gießen.

Schriften (Auswahl)

Publikationen über den Golfsport (Auswahl)

Musik

Literatur (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Eugen Pletsch, Mein Falk-Projekt. Erinnerungen an Helmut Salzinger (siehe Biografie auf dem Rückdeckel), epubli GmbH, 2020, ISBN 978-3-7531-1777-5.
  2. ↑ siehe Besetzungsliste in der Internet-Filmdatenbank IMDb, abgerufen am 22. August 2025
  3. ↑ Werner Pieper (Hrsg.): Kompost/Humus. Die Grüne Kraft, Löhrbach.
  4. ↑ siehe: Lutz Wilde, Der Fluch der Weißen Kugel. Unbeschwert eine Runde Golf spielen? Unmöglich für Eugen Pletsch. In: Plock! Magazin für Golfer, Nr. 01 Januar/Februar 2007, S. 40.
  5. ↑ Eugen Pletsch, Den FALK im Nacken. In: querFALK. Buch über eine Zeitschrift. Hrsg. von Caroline Hartge und Ralf Zühlke, Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2007, S. 9–18, ISBN 978-3-929375-81-7.
  6. ↑ Eugen Pletsch, Der Mann, der seinen Fernseher aus dem Fenster schmiß. In: Humus. Hommage à Helmut Salzinger, hrsg. von Klaus Modick, Mo Salzinger und Michael Kellner, Kellner Verlag, Hamburg 1996, S. 106–114, ISBN 3-89630-101-2.
  7. ↑ siehe Vita auf der Seite von Wolfgang Rüger, abgerufen am 16. Februar 2026.
  8. ↑ Martin Willems, The Beat goes on. Ein Jahr nach Jörg Fausers Tod versammeln sich von der Beat-Literatur beeinflusste deutsche Autoren zu einem Dichtertreffen. Die GRUPPE 60/90 wird geboren. Ein Blick in den Nachlass. In: Rolling Stone, Juli 2019, S. 82–83.
  9. ↑ siehe Interview mit Eugen Pletsch auf der Seite alpengolfer.de, abgerufen am 22. August 2025.
  10. ↑ siehe Bericht über eine Lesung mit Eugen Pletsch am 14. April 2013 auf martinstechergolf.de.
  11. ↑ Rezension von Endlich einstellig! auf der Seite von golfhaus.de, abgerufen am 3. September 2025.
  12. ↑ Informationen über "cybergolf.de" auf der Webseite von Eugen Pletsch.
  13. ↑ Die Publikation auf der Seite gruenekraft.com.
Personendaten
NAME Pletsch, Eugen
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller
GEBURTSDATUM 30. April 1952
GEBURTSORT Gießen