Europa anders

Europa anders – ANDERS
Bündnisvorsitzende KPÖ: Mirko Messner, Didi Zach, Florian Birngruber
Piratenpartei: Bernhard Hayden, Andreas Schmid, Juliana Okropiridse
Wandel: Agnes Peterseil, Dani Platsch, Fayad Mulla
Stellvertretende Vorsitzende KPÖ:Dagmar Schindler, Melina Klaus, Natascha Wanek, Hilde Grammel
Piratenpartei: Christopher Clay (c3o), cyberhawk, faithless
Wandel: Ronny Mitterhofer
Gründung 1. März 2014
Gründungsort Wien, Mautner-Markhof-Gasse 50
Hauptsitz Wien, Garnisongasse 22
Ausrichtung progressiv
egalitär
systemkritisch
Europapartei Europäische Linke (nur KPÖ)
Europäische Piratenpartei (nur Piratenpartei)
Farbe Violett, Rot und Gelb
für die Balkendiagramme ist Gelb angedacht.
Website europaanders.at

Europa anders (ANDERS) war ein im Vorfeld der Europawahl 2014 gegründetes politisches Bündnis in Österreich. Es bestand aus der Kommunistischen Partei Österreichs, der Piratenpartei, der Partei Wandel und Unabhängigen, wie Martin Ehrenhauser. Bei der Europawahl 2014 erreichte das Bündnis 2,1 % der Stimmen in Österreich und verfehlte damit den Einzug ins Europaparlament.

Gründungskonvent und Fortbestand nach der EU-Wahl

Am 1. März 2014 fand der offizielle Gründungskonvent in Wien statt, bei dem Martin Ehrenhauser als Spitzenkandidat für die Europawahl 2014 gewählt wurde.

Eine parteiinterne Initiative der Piratenpartei hat ihre Bundesgeschäftsführung im August 2014 beauftragt, das Wahlbündnis aufzulösen. Die Piraten begründeten diesen Schritt u. a. damit, das Wahlergebnis sei „ein deutliches Zeichen gegen weitere Kooperationen dieser Art“ gewesen. Über den Fortbestand des Wahlbündnisses durch die anderen Partner sind bisher keine offiziellen Verlautbarungen bekannt geworden.

Kandidaten EU-Wahl 2014

Die beiden Spitzenkandidatenplätze für die Wahl zum Europäischen Parlament 2014 wurden für Parteiunabhängige reserviert und gingen beim Gründungskonvent an Martin Ehrenhauser und Ulli Fuchs. Die restliche Liste wurde abwechselnd von den Kandidaten der KPÖ, Piratenpartei und dem Wandel aufgefüllt. Die Spitzenkandidaten der Parteien waren:

Programm

Kernpunkte

Die Kernpunkte wurden schon im Kooperationsvertrag der drei Parteien beschlossen. Diese sind:

Allgemeines Programm

Das Wahlprogramm beschreibt ausgehend von vier Kernfragen auf acht Seiten eine „andere EU“. Zu jeder Frage gibt es eine weitere Präambel und konkrete Forderungen:

Es wurde bis zum 22. Februar 2014 in einem offenen Prozess entwickelt. Umgesetzt wurde das über eine Website, auf der der Programmentwurf von allen mitgestaltet werden konnte.

Volksbegehren

Anlässlich des Protestcamps am Ballhausplatz zum Hypo-Haftungsboykott wurde ein Volksbegehren zur Abhaltung einer Volksabstimmung über Haftungen des Staates von Banken initiiert.

Einzelnachweise

  1. ↑ Europa anders – Bericht zum Treffen des Kampangenteams am 30. Jänner 2014 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive)
  2. ↑ Europa anders – Kampanienteam
  3. ↑ Europa anders – Impressum, das Impressum
  4. ↑ KPÖ – Audiodateien vom Pressegespräch von Europa anders vom 6. Februar 2013 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2026. Suche im Internet Archive), eine Liste der nächsten Termine
  5. ↑ Europa anders - Über uns, eine Liste der Mitgliedsparteien
  6. ↑ Alternative für Hackler, die mit Braunen in FPÖ nix am Hut haben Interview mit Martin Ehrenhauser. Wiener Zeitung
  7. ↑ Endgültiges Endergebnis der Europawahl 2014 im Webauftritt des Bundesministeriums für Inneres
  8. ↑ Gründen und Mitbestimmen (Memento vom 23. Februar 2014 im Internet Archive), das Gründungskonvent auf europaanders.at
  9. ↑ Livestream des Gründungskonvents auf europaanders.at
  10. ↑ Initiative i5150: Wahlbündnis formal auflösen Österr. Piratenpartei, abgerufen am 9. August 2014 (Stand: „vor 7 Tagen“, d. h. am 2. August)
  11. 1 2 Europa anders – Kandidaten, Die Kandidatenliste
  12. ↑ wiki.Piratenpartei.at – Kooperationsvertrag, der Kooperationsvertrag
  13. ↑ Europa anders – das Wahlprogramm
  14. ↑ Europa anders – Programmentwicklung. europaanders.at
  15. ↑ Österreich Zeitung – Ehrenhauser verbrachte Nacht am Ballhausplatz