| Wandel | |
| Parteivorsitzender | Sabine Aigner |
| Gründung | 7. September 2012 |
| Gründungsort | Wien, Österreich |
| Mitgliederzahl | ~200 (Eigenangabe) |
| Mindestalter | 16 |
| Ausrichtung | Linke Politik Progressivismus Klimaschutz Antikapitalismus Egalitarismus |
| Farbe | rot |
| Website | derwandel.at |
Wandel (Eigenschreibweise WANDEL; wegen der Begrenzung auf fünf Zeichen für Parteikürzel auch WANDL) ist eine im September 2012 gegründete, linke, progressive und ökosoziale Partei in Österreich. Zentrale Themen sind gerechte Verteilung, Chancengleichheit und nachhaltiges Wirtschaften, sowie eine radikale Klimapolitik. Ziel ist die Abwendung vom globalen Kapitalismus. Die Partei trat zur Nationalratswahl 2013, zur Europawahl 2014 und zu den Nationalratswahlen 2019 und 2024 bundesweit an. Seit Mai 2026 befindet sich die Partei nach eigenen Angaben im „Winterschlaf“.
Die Partei versteht sich als links progressiv und fordert den Wohlstand der Allgemeinheit, Teilhabe aller am finanziellen und sozialen Wohlstand sowie Klimagerechtigkeit. Die Grundsätze des Wandels sind im Manifest Die demokratische Moderne – Ein Manifest für Wandel verfasst. Dort werden als Ziele die Abwendung vom weltweiten Kapitalismus und die Machtverschiebung von globaler Oligarchie hin zum Volk skizziert.
Der Wandel besteht aus einer Bundespartei. Es gibt einen Bundesvorstand. Die Partei finanziert sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge. Einnahmen und Ausgaben werden auf der Website der Partei veröffentlicht.
Der Wandel hat seit seiner Gründung aktivistische Aktionen durchgeführt. Dazu gehört etwa das sogenannte WandeLAN, die Lesbos-Spendenaktion, der „Klavierkleber“ oder die Aufdeckung illegaler Deportationen durch Fayad Mulla:
Bei der Nationalratswahl am 29. September 2013 erreichte der Wandel in Wien und in Oberösterreich 3.051 Stimmen, was 0,19 Prozent der abgegebenen Stimmen entspricht.
Bei der Europawahl am 25. Mai 2014 trat der Wandel in der von ihm initiierten Wahlallianz Europa anders gemeinsam mit der KPÖ, der Piratenpartei Österreichs und Unabhängigen an. In Umfragen schon bei über 4 Prozent gesehen, wurden es am Wahltag schlussendlich 2,14 Prozent.
Bei der Europawahl im Mai 2019 kandidierte Daniela Platsch, politische Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied des Wandels, auf Listenplatz 2 hinter Yanis Varoufakis auf der Wahlliste von Demokratie in Europa – DiEM25 in Deutschland, der gemeinsamen Liste von DiEM25 und Demokratie in Bewegung. Yanis Varoufakis, der in Deutschland kandidiert, sagte:
„Wenn ich ins Parlament gewählt werden sollte, werde ich den Wählern meine Vorschläge unterbreiten, wie man die Dinge in Europa verbessern kann – und danach werde ich das Parlament verlassen, um Wahlkampf in Griechenland zu machen. Meinen Sitz wird dann Daniela Platsch übernehmen, eine sehr fähige Ökonomin. Ich glaube, die Wähler werden das verstehen.“
Bei der Nationalratswahl am 29. September 2019 trat der Wandel zum ersten Mal bundesweit an. Das Spitzenteam bildeten Fayad Mulla und Daniela Platsch. Die Partei erhielt 22.168 der Wählerstimmen, was einem Anteil von 0,5 % entspricht.
Die Landtagswahl in Vorarlberg 2019 bildete die erste Landtagswahl, zu der der Wandel antrat. Die Partei erreichte 1.475 bzw. 0,89 % der Wählerstimmen.
Im Vorfeld der Landtags- und Gemeinderatswahl in Wien 2020, bei der Wandel nur auf Bezirksebene kandidierte, erregte die Partei mit Vorwürfen gegen Heinz-Christian Strache Aufsehen. Dessen Spitzenkandidatur für sein Team HC Strache sei nicht rechtens, da sein Hauptwohnsitz nicht in Wien, sondern in Klosterneuburg sei.
Im September 2021 trat der Wandel bei der Linzer Gemeinderatswahl an und holte sich sein erstes Mandat. Dieses Amt bekleidet seither der damalige Spitzenkandidat Clemens Brandstetter. 2024 wurde Clemens Brandstetter aufgrund Unstimmigkeiten gemäß dem Ehrenkodex der Partei aufgefordert, das Mandat niederzulegen. Dieser Aufforderung kam der Mandatar nicht nach und verließ die Partei mit dem Mandat und ist seitdem wilder Abgeordneter.
Bei der Nationalratswahl 2024 trat der Wandel als „Keine von denen“ (Kurzbezeichnung: KEINE) an. Er erhielt 27.830 Stimmen (0,6 %) und verfehlte damit den Einzug in den Nationalrat klar.