Evelyn Heyden

Evelyn Heyden (* 1928; † nach 1978) war eine deutsche Fernsehregisseurin und Fernsehdramaturgin.

Leben und Wirken

Sie studierte Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin und legte dort 1952 das Staatsexamen ab. In dieser Zeit war sie als Elly Boraucke auch am Theater am Schiffbauerdamm (von Bertolt Brecht) tätig. Anfang 1953 hatte sie die Fernsehregie in der ersten Fernsehinszenierung des kurz vorher gegründeten Fernseh-Versuchszentrums in Berlin-Adlershof, mit Schauspielern und einem Regisseur dieses Theaters. Danach inszenierte sie dort mehrere weitere Fernsehfilme. Außerdem war sie als Lektorin im Verlag Das Neue Berlin tätig, der auch Kriminalliteratur herausgab.

1958 bat sie Günter Prodöhl, als Dramaturgin bei der ersten DDR-Fernsehkrimireihe Blaulicht mitzuwirken, was sie als Evelyn Heyden für alle 28 Folgen tat. Auch in der Nachfolgereihe Kriminalfälle ohne Beispiel (1967–1975) war sie Dramaturgin.

Filmografie

Fernsehregisseurin

ab 1954 als Regisseurin (als Elly Boraucke)

Dramaturgin

teilweise auch als Drehbuchautorin (als Evelyn Heyden)

Darstellerin

(als Elli Boraucke)

Auszeichnungen

Texte

Rezensionen (als Evelyn Heyden)

Unveröffentlichte Manuskripte (als Evelyn Boraucke-Heyden)

Einzelnachweise

  1. ↑ Nora Hilgert, Unterhaltung, aber sicher!, transcript, Bielefeld 2013, S. 108 Anm., mit kurzen biographischen Angaben.
  2. ↑ Theater und Film in der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1951, S. 34, 277, mit Wohnadresse in Adlershof, die genaue Tätigkeit ist dort angegeben.
  3. ↑ Thomas Beutelschmidt, Henning Wrage, Das Buch zum Film, der Film zum Buch, Leipziger Universitätsverlag, 2004, S. 87.
  4. ↑ Hilgert, 2013, S. 108–120, mit vielen Details; auch Hans Müncheberg, Ein Sender für Deutschland, Berlin 2014, S. 158, über den Beginn der Zusammenarbeit
  5. ↑ Elly Boraucke bei IMDb
  6. ↑ Der Stein des Anstoßes Fernsehen der DDR (Memento), mit Angaben aus dem Deutschen Rundfunkarchiv (DRA)
  7. ↑ Paula Wojcik et al. (Hrsg.), Klassik als kulturelle Praxis, de Gruyter, Berlin/Boston 2019, S. 186
  8. ↑ Karl Marx. Die jungen Jahre Fernsehen der DDR (Memento); auch Thomas Wilke, Fiktionale Geschichtssendungen im DDR-Fernsehen, Leipzig 2007, S. 182 (kurzer Auszug).
  9. ↑ DEFA-Chronik für das Jahr 1962 DEFA-Stiftung, zum 10. März 1962, nach Deutsche Fikmkunst, 1962, Nr. 4, S. 234–236
  10. ↑ Knut Hickethier, Geschichte des deutschen Fernsehens, Metzler, Stuttgart/Weimar 1998, S. 544; mit dieser Namensform Evelyn Boraucke-Heyden, (die möglicherweise die beiden unterschiedlichen Namensformen einfach pragmatisch zusammengeführt hat); nach Angaben von Peter Hoff, der sie auch einmal als Elly Boraucke-Heyden (S. 185) bezeichnete.