Eventonym

Ein Eventonym, selten auch Symbantonym, ist in der Namenkunde ein Eigenname, der ein Geschehen benennt. Dazu zählen punktuelle als auch zeitlich ausgedehnte Ereignisse sowie Phänome mit oder ohne Zeitbezug.

Hintergrund

Der Begriff Eventonym wurde 2002 vom ukrainischen Sprachwissenschaftler Pavel N. Donec geprägt und bedeutet wörtlich „Name eines Ereignisses“. Er leitet sich ab vom lateinischen eventus („Ereignis“, „Ausgang“) und dem griechischen ónoma (ὄνομα, „Name“). Anders als die meisten onomastischen Fachbegriffe ist Eventonym keine rein griechische, sondern eine hybride Wortbildung, die mit einem lateinischstämmigen Erstglied beginnt. Eine rein griechischstämmige Alternative ist Symbantonym, das jedoch nur im Deutschen gelegentlich verwendet wird.

Der Begriff wird z. B. für politische, kulturelle oder gesellschaftliche Ereignisse, Naturphänomene und Veranstaltungen verwendet. Somit verbindet er die Bezeichnungen Praxonym, Chrononym und Phenonym miteinander, die oft nicht klar trennbar sind und ineinander übergehen. Eventonyme können auch an ihrem Wirkungsbereich gemessen und so in Mega-, Makro-, Media- und Mikroeventonyme unterschieden werden.

Beispiele

Einzelnachweise

  1. ↑ Pavel N. Donec: Zum Begriff des Eventonyms. In: Das Wort. Germanistisches Jahrbuch. BRD -GUS 2002, S. 35–42.
  2. 1 2 Natalija Vasil’eva: Die Terminologie der Onomastik, ihre Koordinierung und lexikographische Darstellung. In: Namenkundliche Informationen. 1. Mai 2011, ISSN 2751-5621, S. 32–45, doi:10.58938/ni462 (namenkundliche-informationen.de [abgerufen am 20. Juli 2026]).