Ewald Henn

Ewald Henn (1988)

Ewald Henn (* 13. Mai 1932 in Beška) ist ein deutscher Architekt und Hochschullehrer, der auch als Präsident des Bunds der Architekten der DDR Bedeutung erlangte.

Leben und Werk

Henn ist der Sohn eines donauschwäbischen Bauern. Die Familie kam gegen Ende des Zweiten Weltkriegs oder kurz danach nach Deutschland. Henn absolvierte eine Lehre als Bäcker und besuchte von 1951 bis 1954 die Arbeiter- und Bauernfakultät an der Martin-Luther-Universität Halle (Saale). Nach dem Abitur studierte er von 1954 bis 1959 an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar Architektur. Danach war er Assistent am Lehrstuhl für Städtebau und Entwerfen der Hochschule. Ab 1961 arbeitete er als Oberreferent in der Abteilung Städtebau und Entwurf des Bezirks Erfurt, und ab 1962 war er Bezirksarchitekt und stellvertretender Bezirksbaudirektor. Zu seinen Aufgaben gehörten insbesondere der Bau der Erfurter Wohngebiete Johannesplatz (1965–1970), Nordhäuser Straße (1973–1978) und Seebach (1970–1973) sowie von zwölf weiteren Wohngebieten in Kreisstädten, darunter Arnstadt, Eisenach, Gotha und Weimar. 1974 wurde Henn mit seinen Mitarbeitern mit dem Nationalpreis III. Klasse geehrt, 1976 erhielt er den Architekturpreis der DDR.

Von 1982 bis zu deren Auflösung im Zuge der deutschen Wiedervereinigung war Henn Professor an der Bauakademie der DDR, Direktor des Instituts für Wohnungs- und Gesellschaftsbau der Akademie und von 1982 bis 1989 Präsident des Bunds der Architekten der DDR.

Literatur

Commons: Ewald Henn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Christine Hannemann: Die Platte. Industrieller Wohnungsbau in der DDR. 3. Auflage, Schiler, Berlin 2005, ISBN 3-89930-104-8, S. 88 (Fußnote 1).
Personendaten
NAME Henn, Ewald
KURZBESCHREIBUNG deutscher Architekt und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 13. Mai 1932
GEBURTSORT Beška