Ewald Volhard

Franz Jakob Ewald Volhard (* 25. Mai 1900 in Gießen; † Februar 1945 in Hasselt, Kreis Kleve) war ein deutscher Ethnologe und Germanist.

Leben und Wirken

Volhard war ein Sohn des Internisten und Nephrologen Franz Volhard. In seinem breit angelegten Werk Kannibalismus (enthalten in den Studien zur Kulturkunde) wird von diesem als einem universalen Phänomen gesprochen. Es ist bis heute die maßgebliche und umfangreichste anthropologische Studie zu diesem Thema.

Volhard studierte zunächst in Heidelberg und dann in Marburg zusammen mit seinem Freund Max Kommerell und geriet durch ihn in den George-Kreis. Er wurde 1927 an der Universität Halle über Der Einzelne und die Gesellschaft in Fr. M. Klingers Romanen. promoviert.

Für das Institut für Kulturmorphologie (heute: Frobenius-Institut) der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main nahm er an Forschungsexpeditionen teil, die Felsbilder untersuchten: 1934–35 nach Transjordanien und in die Libysche Wüste, 1934 nach Südfrankreich und Ostspanien.

Volhard diente im Zweiten Weltkrieg in der Wehrmacht und kam 1945 kurz vor Kriegsende ums Leben.

Sein Sohn ist der Jurist und Mäzen Rüdiger Volhard.

Schriften

Siehe auch

Anmerkungen

  1. ↑ die Deutsche Nationalbibliothek bemerkt hierzu: »Soll vollst. ersch. u. d. T.: Das Ringen um ein prinzipielles Verhalten des Einzelnen z. Ges. in d. philos. Romanen F. M. Klingers in: „Hermaea“« DNB 571347533.
  2. ↑ Der Verlag Johnson Reprint, New York, veröffentlichte 1968 davon einen Reprint.
Personendaten
NAME Volhard, Ewald
KURZBESCHREIBUNG deutscher Ethnologe und Germanist
GEBURTSDATUM 25. Mai 1900
GEBURTSORT Gießen
STERBEDATUM Februar 1945
STERBEORT Hasselt, Kreis Kleve