| Film | |
| Titel | Exit 8 |
|---|---|
| Originaltitel | 8番出口 |
| Transkription | hachi-ban deguchi |
| Produktionsland | Japan |
| Originalsprache | Japanisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 95 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Genki Kawamura |
| Drehbuch | Genki Kawamura, Hirase Kentaro |
| Produktion | Genki Kawamura, Yoshihiro Furusawa, Minami Ichikawa, Taichi Itô, Taichi Ueda, Kenji Yamada |
| Musik | Shouhei Amimori, Yasutaka Nakata |
| Kamera | Keisuke Imamura |
| Schnitt | Sakura Seya |
| Besetzung | |
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Exit 8 (Originaltitel 8番出口, hachi-ban deguchi) ist ein Horror-Mystery-Thriller von Genki Kawamura. In dem auf dem gleichnamigen Videospiel basierenden Film spielt Kazunari Ninomiya einen jungen Mann, der in Tokio aus der U-Bahn steigt und bemerkt, dass er in der Station gefangen ist. Exit 8 feierte im Mai 2025 bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes seine Premiere und kam Ende August 2025 in die japanischen Kinos. Der Kinostart in Deutschland war Mitte August 2026, in der Deutschschweiz Anfang September 2026.

Während einer U-Bahn-Fahrt wird der verirrte Mann Zeuge, wie ein anderer Fahrgast eine Mutter dafür zurechtweist, dass sie ihr weinendes Baby nicht beruhigen könne. Kurz darauf erhält der verirrte Mann einen Anruf von seiner Ex-Freundin. Sie teilt ihm mit, dass sie von ihm schwanger ist, und fragt ihn, was sie tun soll. Als er versucht, die Station zu verlassen, bricht die Verbindung ab. Statt des Ausgangs findet er sich in einem verlassenen Korridor wieder, der sich im Kreis dreht und sich endlos zu wiederholen scheint. Bei jeder Runde läuft ein wortloser schreitender Mann in die entgegengesetzte Richtung. Lediglich die Nummer des Schildes, das die Richtung des Ausgangs ausweist, erhöht sich nach jeder Runde um den Wert von eins oder springt zurück auf den Wert null. Da fällt ihm ein Plakat auf. Dieses erklärt, er dürfe nichts Ungewöhnliches übersehen. Bei einer Anomalie soll er sofort umkehren, andernfalls solle er weitergehen. Schließlich könne er die U-Bahn-Station durch Ausgang acht verlassen. Schon ein einziges Versehen schickt ihn jedoch zurück zu Ausgang null.
Der verirrte Mann folgt den Anweisungen und gelangt zu immer höheren Ausgangsnummern. Als er Ausgang fünf erreicht, ruft ihn seine Ex erneut an und bittet ihn eindringlich, ihr bei ihrer Entscheidung zu helfen. Er erzählt ihr von dem Streit in der U-Bahn, dessen Zeuge er geworden ist, und berichtet, dass niemand die Mutter verteidigt habe. Unter Tränen gesteht er, dass ihn sein eigenes Versagen, für die Frau einzustehen, daran zweifeln lasse, ob er geeignet sei, Vater zu werden. Daraufhin erscheint seine Ex-Freundin plötzlich im Korridor. Der verirrte Mann läuft geradeaus weiter und landet wieder bei Ausgang null, weil die Erscheinung seiner Freundin eine Anomalie war.
Schließlich begegnet der verirrte Mann einem kleinen Jungen und kehrt direkt um, da er von einer Anomalie ausgeht. Trotzdem landet er bei Ausgang null. Der Film zeigt nun die Geschichte des schreitenden Mannes. Er war einst selbst in der Schleife gefangen, wurde jedoch ein Teil von ihr, nachdem er den Jungen für einen falschen Ausgang acht zurückgelassen hatte. Kurz darauf begegnete der Junge dem verirrten Mann. Obwohl der Junge zunächst nicht spricht, erweist er sich als außergewöhnlich aufmerksam. Mit seiner Hilfe kommt der verlorene Mann stetig voran. Nach und nach öffnet sich der Junge und gesteht, dass er von seiner Mutter weggelaufen ist.
Als sie Ausgang sechs erreichen, wird der Korridor plötzlich überflutet. Der verirrte Mann hat eine Vision von sich selbst, seiner Ex-Freundin und ihrem Sohn, der der Junge im Korridor ist. Daraufhin versucht er, den Jungen zu retten: Er hält ihn über Wasser, tröstet ihn und wird schließlich selbst von den Fluten fortgerissen. Der Junge kommt zu Ausgang sieben, erkennt keine Anomalie und gelangt zu Ausgang acht. Auch der verirrte Mann erscheint wieder. Zunächst zweifelt er daran, ob dies wirklich der echte Ausgang ist, geht aber durch. Dadurch kehrt er in die reale Welt zurück. Er ruft seine Ex-Freundin an und verspricht ihr, sie im Krankenhaus zu treffen. Anschließend steigt er in denselben überfüllten Zug wie zuvor und erlebt erneut mit, wie der Mann die Mutter und ihr weinendes Kind beschimpft.
Es handelt sich bei Exit 8 um eine filmische Adaption des Escape-Video-Games The Exit 8 (im Japanischen 8-ban deguchi), das 2023 veröffentlicht wurde. Weltweit wurde dieses über 1,5 Millionen Mal heruntergeladen und erfreut sich auf YouTube und Twitch großer Beliebtheit. Mit seinem simplen Spielprinzip entwickelte es sich schnell zu einem viralen Hit. Das Ziel des Spiels ist es, in einem unterirdischen Gang nach Anomalien zu suchen, die beim letzten Passieren noch nicht dort waren, und so Ausgang 8 zu erreichen, der einen an die Oberfläche bringt.
Regie führte Genki Kawamura. Er ist auch als Schriftsteller tätig und Autor des Bestsellers Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden. Sein Regiedebüt gab er im Jahr 2022 mit dem Demenzdrama A Hundred Flowers. Gemeinsam mit Hirase Kentaro schrieb Kawamura auch das Drehbuch.
Kazunari Ninomiya, bekannt aus Filmen wie Briefe aus Iwo Jima von Clint Eastwood, Haha to kuraseba, Asada-ke! und From Siberia with Love und der Fernsehserie My Family, spielt den jungen Mann, der den Ausgang aus der U-Bahn-Station sucht. Yamato Kôchi spielt den Mann mit einem Aktenkoffer, der jedes Mal teilnahmslos an ihm vorbeigeht.
Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und der Dialogregie von Levin Jäger im Auftrag der Think Global Media GmbH in Düsseldorf.
| Darsteller | Rolle | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Kazunari Ninomiya | Der verirrte Mann | Flemming Stein |
| Nana Komatsu | Die Freundin | Katharina Schwarzmaier |
| Yamato Kôchi | Der schreitende Mann | Armin Schlagwein |
| Kotone Hanase | Schülerin | Clara Drews |
| Naru Asanuma | Der Junge | Fiodor Makino |
| Mikio Ueda | Schreiender Mann | Levin Jäger |
Gedreht wurde in Tokio. Als Kameramann fungierte Keisuke Imamura. Das Szenenbild gestaltete Ryo Sugimotos.
Die Filmmusik komponierten Shouhei Amimori und Yasutaka Nakata, der Gründer der Elektropop-Gruppe Capsule. Das Soundtrack-Album mit insgesamt 22 Musikstücken wurde Anfang September 2025 von Sony Music als Download veröffentlicht.
Ende März 2025 wurde der erste Trailer vorgestellt. Die Premiere des Films fand am 19. Mai 2025 bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes im Rahmen der Midnight Screenings statt. Im Juli 2025 wurde Exit 8 beim Neuchâtel International Fantastic Film Festival im Asiatischen Wettbewerb gezeigt. Am 29. August 2025 kam der Film in die japanischen Kinos. Im September 2025 wurde der Film beim Toronto International Film Festival und beim Fantasy Filmfest gezeigt und im Oktober 2025 beim Sitges Film Festival. Ende Oktober 2025 wurde er beim Tokyo International Film Festival gezeigt. Im April 2026 wurde er beim Panic Fest vorgestellt. Am 10. April 2026 brachte Neon den Film in die US-amerikanischen Kinos. Der erste deutsche Trailer wurde Mitte Juni 2026 vorgestellt. Am 13. August 2026 kam Exit 8 in die deutschen Kinos. Der Kinostart in der Deutschschweiz war am 3. September 2026.
Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 93 Prozent positiv. Bei Metacritic erhielt der Film einen Metascore von 71 von 100 möglichen Punkten.
Jessica Kiang schreibt in ihrer Kritik für Variety, Genki Kawamuras einfallsreiche Neuinterpretation eines simplen Laufspiels sei eine witzige, elegant reduzierte Videospieladaption und eine vergnügliche Rätseltherapie für alle, die sich jemals in den Tunneln der Tokioter U-Bahn ihres eigenen Geistes gefangen gefühlt haben. Der Clou liegt darin, dass Kawamura und sein Koautor Kentaro Hirase, ohne die Ich-Perspektive, der Erzählung in der dritten Person eine psychologische Komponente hinzufügen. Die nüchternen, hellen Bilder von Kameramann Keisuke Imamura erzeugten eine hyperreale, unheimliche Atmosphäre, die gerade deshalb so beunruhigend wirke, weil sie im krassen Gegensatz zu den üblichen dunklen Ecken und schattenhaften Tiefen eines Horrorfilms stehen. Filmeditorin Sakura Seya gelinge es zügig und effizient, den U-Bahn-Korridor nicht nur plausibel, sondern geradezu real erscheinen zu lassen. Wie das Spiel, das als einmaliges Vergnügen ohne großen Wiederspielwert beliebt ist, sei auch Exit 8 darauf ausgelegt, kurzweilige Unterhaltung zu bieten, und das gelinge ihm hervorragend. Kawamura beweise dabei ein feines Gespür dafür, wie wenig Hintergrundgeschichte, Handlungserklärung und Charakterentwicklung er einsetzen kann, um uns dennoch zu fesseln, und die Kargheit des Films lasse ihn als Allegorie dafür wirken, dass Veränderung der einzige Weg ist, einen Kreislauf destruktiven, zirkulären Denkens zu durchbrechen.
Lea Morgenstern schreibt in ihrer Kritik, Exit 8 nutze das Horror-Genre, um die Schuldgefühle und die Auseinandersetzung des Protagonisten mit dem Thema Vaterschaft aufzuarbeiten. Immer wieder werde er mit seinen Zweifeln und Gedanken zu der Thematik konfrontiert, sei es nun über die Babyschreie, die zu hören sind oder einen kleinen Jungen, den er im Verlauf der Handlung trifft. Das Publikum folge einem Mann, der gegen seine eigenen Gedanken kämpft, dessen Verstand immer verworrener und verzweifelter wird und sich schlussendlich in seiner Umgebung widerspiegelt. So sei es auch schon in Horror-Klassikern wie The Shining der Fall gewesen. Mit simpelsten Mitteln werde Spannung erzeugt, das Publikum warte nur darauf zu sehen, ob irgendwo eine Anomalie lauert oder nicht. Der Film erweise sich als kleines aber feines Horror-Schmankerl, das die so schlichte Vorlage gekonnt auf die Leinwand überträgt.
Ron Stoklas erklärt in seiner Kritik für FluxFM, dass Filmemacher Genki Kawamura nicht nur gelungene Videospielvorlage geglückt sei, sondern er zudem auch eine immersive Kraft erzeugt, durch welche man auch als Zuschauer beginnt nach den Veränderungen des U-Bahn-Ganges zu suchen. Für Stoklas sei es genau dieser Effekt, durch den der "beklemmenden Vibe der Videospielvorlage perfekt getroffen wird".
Das Filmbudget betrug 1,4 Millionen US-Dollar und die weltweiten Einnahmen des Films aus Kinovorführungen belaufen sich auf 43,9 Millionen US-Dollar.
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