Eyenbach (Rotach)

Eyenbach
im Oberlauf Schwarzenbach
Eyenbach kurz nach der Quelle im Wildrosenmoos
Eyenbach kurz nach der Quelle im Wildrosenmoos
Daten
Gewässerkennzahl DE: 21486, AT: 81113427
Lage Allgäuer Alpen

Deutschland Deutschland

Osterreich Österreich

Flusssystem Rhein
Abfluss über Rotach → Bregenzer Ach → Rhein → Nordsee
Quelle am Wildrosenmoos
47° 31′ 58″ N, 9° 55′ 56″ O
Quellhöhe 1024 m ü. A.
Mündung in die RotachKoordinaten: 47° 32′ 53″ N, 9° 52′ 49″ O
47° 32′ 53″ N, 9° 52′ 49″ O
Mündungshöhe 560 m ü. A.
Höhenunterschied 464 m
Sohlgefälle 80 ‰
Länge 5,8 km
Einzugsgebiet 4,47 km²

Der Eyenbach, im Oberlauf Schwarzenbach genannt, ist ein 5,7 km langer Grenzbach zwischen Österreich und Deutschland und ein linker Zufluss der Rotach.

Geographie

Lage

Der Eyenbach entspringt am Sulzbergrücken nahe an der höchsten Erhebung. Der Sulzberg zählt je nach Alpengliederung zu den Allgäuer Voralpen westlich der Iller und somit zu den Allgäuer Alpen oder bereits zum Alpenvorland. Eine scharfe Grenzziehung zwischen Alpen und Alpenvorland ist hier nicht möglich, da die Landschaft ganz allmählich übergeht von Bergen zu Hügeln. Der Bach fließt in drei Bögen westwärts in das Tal der Rotach. Jenseits der Rotach liegt der Pfänderstock, ein ähnlicher Bergrücken wie der Sulzberg.

Der gesamte Bach ist ein Grenzbach zwischen Österreich und Deutschland. Auf der deutschen Seite liegen die Gemeinde Oberreute im Oberlauf und Weiler-Simmerberg im Unterlauf. Beide Gemeinden gehören zum Landkreis Lindau, Schwaben, Bayern. Die südliche österreichische Seite gehört zur Gemeinde Sulzberg, Bezirk Bregenz, Bundesland Vorarlberg.

Durch die Staatsgrenze spricht man hier von zwei verschiedenen Regionen, obwohl es in der Natur um dieselbe Landschaft handelt. Die deutsche Seite zählt zum Westallgäu, die österreichische zum Vorderen Bregenzerwald.

Verlauf

Quellgebiet und Oberlauf

Die Quelle des Schwarzenbachs liegt in einem Moorwald des Wildrosenmooses. Das Gebiet darf abseits der Wanderwege nicht betreten werden. Bei Gewässerkilometer 5,75 überquert ein Wanderweg den noch sehr jungen Bach. Ein weiterer Wanderweg quert bei Gewässerkilometer 5,4. Bei Gewässerkilometer 4,5 quert die Straße von Sulzberg nach Oberreute den Bach (Dorener Straße L20 in Österreich, St 2004 in Deutschland). Bei Gewässerkilometer 4,3 mündet von links der Schwarzbach, ab hier heißt der Bach Eyenbach.

Mittellauf

Im Mittellauf fließt der Bach durch die Eyenbachschlucht. Die Schlucht ist schwer zugänglich und daher ein weitgehend ursprüngliches Schluchtbiotop. Urwaldartige Wälder wachsen auf den steilen Hängen, die durch Rutschungen und Felsstufen vielfach unterbrochen sind. Die Eyenbachschlucht ist vor allem als ursprünglicher Lebensraum von besonderer Schutzwürdigkeit.

Unterlauf

Etwa bei Gewässerkilometer 1 erreicht der Bach den Talboden des Rotachtals. Bei Gewässerkilometer 0,8 ist eine schmale Brücke zwischen Thal und Eyenbach.

Einzugsgebiet

Weiler Eyenbach, dahinter die Eyenbachschlucht im Wald

Das Einzugsgebiet beträgt 4,47 km2, davon 1,444 km2 in Deutschland. Die Quelle liegt im Moorgebiet Wildrosenmoos, das teils über den Schwarzenbach, teils über den Hausbach durch die Hausbachklamm entwässert wird. Das Wildrosenmoos ist ein ausgewiesenes Biotop (Nr. A8425-0356) mit Hoch-, Übergangs- und Flachmooren und 10 % Moorwald. Auf österreichischer Seite heißt das Biotop Langmoos und Wildrosamoos (Nr. 23804).

Im Mittellauf werden auch die Trogener Moore teils zum Eyenbach hin entwässert. Die Trogener Moore sind ein Naturschutzgebiet (NSG-00560.01).

Das Einzugsgebiet ist nicht besiedelt, nur im Mündungsbereich liegen auf deutscher Seite der Weiler Eyenbach und auf österreichischen Seite das Dorf Thal, das zur Gemeinde Sulzberg gehört.

Zuflüsse

Einzelnachweise

  1. ↑ Gewässer. Abgerufen am 6. Februar 2026.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 BayernAtlas. Abgerufen am 6. Februar 2026.
  3. 1 2 3 4 5 Landkarten. Abgerufen am 6. Februar 2026.
  4. ↑ Verwaltungsgrenzen. Abgerufen am 6. Februar 2026.
  5. ↑ Wandern. Abgerufen am 6. Februar 2026.
  6. ↑ Landesstraßen. Abgerufen am 6. Februar 2026.
  7. ↑ Biotope Vorarlberg. Abgerufen am 6. Februar 2026.
  8. ↑ Flächenverzeichnis der österreichischen Flussgebiete Rheingebiet. In: Beiträge zur Hydrographie Österreichs, Heft 64. Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, Österreich, abgerufen am 6. Februar 2026.
  9. 1 2 Umweltatlas Bayern, Biotopkartierung und Schutzgebiete. Abgerufen am 6. Februar 2026.
  10. ↑ Biotopinventar. Abgerufen am 6. Februar 2026.