| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 52° 47′ N, 9° 13′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Nienburg/Weser | |
| Samtgemeinde: | Grafschaft Hoya | |
| Höhe: | 15 m ü. NHN | |
| Fläche: | 24,12 km² | |
| Einwohner: | 3621 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 150 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 27324 | |
| Vorwahl: | 04254 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NI | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 56 007 | |
| LOCODE: | DE EYP | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bahnhofstraße 53, 27324 Eystrup | |
| Website: | www.eystrup.de | |
| Bürgermeister: | Jost Egen (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Eystrup im Landkreis Nienburg/Weser | ||
Eystrup ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya im Landkreis Nienburg/Weser in Niedersachsen.
Eine alte Bezeichnung des Ortes ist um 1025 Estorp. In alten Schreibungen ist der Ortsname identisch mit Estorf: 1217 Estorpe. (auch: Eißdorff). Die Grundform lautet Ages-thorp und bedeutet „Dorf eines ‚Agi‘“, zu Egge, Ecke für Kante, Schärfe des Schwertes.
Die Gegend um Eystrup war bereits früh besiedelt. Ein 1897 gemachter archäologischer Fund, von 750 bis 600 v. Chr. (Hortfund vom Blankenmoor bei Eystrup), besteht aus bronzenen Schmuckstücken wie einem Armring, weiteren Ringen (ein Wendelring von 15 cm und ein Ring von 8,5 cm Durchmesser) und einer Bernsteinkette.
Die Kirche in Eystrup wurde 1179 erstmals erwähnt.
Die südliche Nachbargemeinde Doenhausen wurde 1929 eingegliedert. 1945 wurde in Bücken das Unternehmen Albin Grünzig & Co. neugegründet, ein Turn-, Sport- und Spielplatz-Gerätehersteller, der später nach Eystrup umzog.
Am 29. November 1951 kam es im Postamt Eystrup zu einer Explosion durch eine Paketbombe. Sie war vom Attentäter Erich von Halacz abgeschickt und an Carl Mayntz, den Leiter der Marmeladenfabrik Göbber, adressiert. Als die Kontoristin der Firma Göbber das Paket abholte, kam es zu einer Explosion, bei der sie ums Leben kam.
Bis 1977 gehörte Eystrup zum Landkreis Grafschaft Hoya, kam mit der Gebietsreform dann zum Landkreis Nienburg.
2011 fusionierte die Samtgemeinde Eystrup mit der Samtgemeinde Grafschaft Hoya.
Am 1. März 1974 wurde die kleine Nachbargemeinde Mahlen eingegliedert.
| Jahr | 1885 | 1925 | 1933 | 1939 | 2008 | 2015 | 30. Juni 2019 | 30. Juni 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 741 | 976 | 1369 | 1408 | 3308 | 3251 | 3413 | 3421 |
Der Rat der Gemeinde Eystrup setzt sich aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.
(Stand: Kommunalwahl am 12. September 2021)
Am 16. November 2016 wurde Jost Egen zum Bürgermeister der Gemeinde Eystrup gewählt. Zuvor war er bereits von 2001 bis 2009 Samtgemeindebürgermeister.
In Eystrup gibt es folgende Firmen der Nahrungsmittelindustrie:
Eystrup ist Standort eines großen Seniorenpflegeheimes (Landsitz Hohenholz). Nächstgelegene Krankenhäuser sind die Aller-Weser-Klinik in Verden (Aller) und die Mittelweserkliniken (Helios-Kliniken) in Nienburg/Weser. In Eystrup gibt es eine Freiwillige Feuerwehr.
Eystrup liegt an der B 215 zwischen Nienburg/Weser und Verden.
Der Bahnhof Eystrup liegt an der Bahnstrecke Wunstorf–Bremen (die in diesem Abschnitt auch Teil der Weser-Aller-Bahn ist) und an der Güter- und Museums-Eisenbahnstrecke Eystrup – Hoya – Bruchhausen-Vilsen – Syke („Kaffkieker“).
Mehrere Buslinien der Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya (VGH) stehen im Nahverkehr zur Verfügung. Tariflich ist Eystrup in den Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) eingebunden.