Ezelheim Markt Sugenheim | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 36′ N, 10° 24′ O |
| Höhe: | 312–328 m ü. NHN |
| Fläche: | 6,98 km² |
| Einwohner: | 154 (31. Dez. 2014) |
| Bevölkerungsdichte: | 22 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Postleitzahl: | 91484 |
| Vorwahl: | 09165 |

Ezelheim (fränkisch: Edsla) ist ein Gemeindeteil des Marktes Sugenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Ezelheim hat eine Fläche von 6,987 km². Sie ist in 543 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12851,42 m² haben.
Ezelheim liegt am nördlichen Ufer der Kleinen Ehe, eines linken Zuflusses des Ehebachs. Rund 0,75 km nordwestlich des Ortes befindet sich das Flurgebiet Hölle, während sich südlich der Kleinen Ehe die Heckenäcker erstrecken. Etwa 0,75 km nordöstlich liegt das Waldgebiet Lohholz.
Die Kreisstraße NEA 31 verläuft entlang des Tals der Kleinen Ehe und führt nordwestlich nach Ingolstadt (etwa 1,7 km) sowie nordöstlich über die umliegenden Höhen nach Sugenheim zur Staatsstraße 2253 (etwa 3 km). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt in nördlicher Richtung nach Neundorf (etwa 2,6 km).
Ezelheim wurde als Haufendorf in einer Gewannflur angelegt. Der Ort wurde in einer Urkunde, die im Zeitraum von ca. 750 bis 802 entstand, als „Ezelenheim“ erstmals erwähnt. In der Gründungsurkunde des Benediktinerklosters Megingaudshausen aus dem Jahr 816 wurde der Ort „Hezzelenheim“, 918 „Hetzelheim“ und in der Folgezeit meist „Ezelnheim“, 1472 erstmals „Etzelheim“ genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Ezzelo, der Personenname des Siedlungsgründers.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Ezelheim 52 Anwesen. Das Hochgericht, das auch vom Cent Markt Bibart des Hochstifts Würzburg beansprucht wurde, übte die Herrschaft Sugenheim aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Herrschaft Sugenheim. Grundherren waren die Herrschaft Sugenheim (5 Höfe, 17 Güter, 16 Gütlein, 4 Häuser, 2 Mühlen, Pfarrhaus, Kirche, Gemeindehaus, Feuerhaus, Schafhaus, 2 Hirtenhäuser) und die Reichsstadt Windsheim (2 Güter).
Im Jahre 1810 kam Ezelheim an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeediktes wurde es 1811 dem Steuerdistrikt Sugenheim und 1813 der Ruralgemeinde Sugenheim zugeschlagen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Ezelheim. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Windsheim zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim. Die freiwillige Gerichtsbarkeit und die Ortspolizei übte jedoch bis 1848 das Patrimonialgericht Sugenheim aus. Am 3. Juli 1838 wurde die Gemeinde an das Landgericht Markt Bibart und das Rentamt Iphofen abgegeben. Ab 1862 gehörte Ezelheim zum Bezirksamt Scheinfeld (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und ab 1879 zum Rentamt Markt Bibart (1919–1929: Finanzamt Markt Bibart, 1929–1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Markt Bibart, von 1880 bis 1973 war das Amtsgericht Scheinfeld zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Neustadt an der Aisch. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 6,983 km².
Am 1. Januar 1972 wurde Ezelheim im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Sugenheim eingegliedert.
In Ezelheim gibt es acht Baudenkmäler:
In der Gemarkung Ezelheim gibt es ein Bodendenkmal.
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 | 1987 | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 286 | 319 | 312 | 318 | 298 | 303 | 316 | 299 | 325 | 333 | 313 | 300 | 284 | 257 | 262 | 259 | 235 | 215 | 211 | 355 | 311 | 276 | 194 | 184 | 174 | 154 |
| Häuser | 61 | 56 | 61 | 60 | 61 | 59 | 54 | 54 | 54 | 45 | ||||||||||||||||
| Quelle |
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Leonhard (Ezelheim) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Ullstadt) gepfarrt.