Fölschnitz Gemeinde Ködnitz | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 7′ N, 11° 31′ O |
| Höhe: | 312 m ü. NHN |
| Einwohner: | 572 (25. Mai 1987) |
| Postleitzahl: | 95361 |
| Vorwahl: | 09221 |
Fölschnitz (oberfränkisch: Fölschlich) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Ködnitz im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Fölschnitz liegt in der Gemarkung Ködnitz.
Das Dorf bildet mit Kauerndorf im Norden eine geschlossene Siedlung am rechten Ufer des Weißen Mains und ist im Westen wie im Osten von Erhebungen des Obermainischen Hügellandes umgeben. Die Fölschnitz mündet als rechter Zufluss in den Weißen Main. Im Ort sowie südlich des Ortes steht jeweils einen Baum, der als Naturdenkmal ausgezeichnet ist. Die Staatsstraße 2182 führt nach Kauerndorf zur Bundesstraße 289 (1,3 km nordwestlich) bzw. nach Ködnitz (2,1 km südöstlich). Die Kreisstraße KU 21 führt die Fölschnitz entlang nach See (2,1 km östlich). Ein Anliegerweg führt nach Hauenreuth (0,3 km südlich).
Der Ort wurde 1350 als „Volczich“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von „Bolesicy“ ab (slaw. Personenname Boles + Zugehörigkeitssuffix -ici) und bedeutet demnach Siedlung des Boles. 1398 wurde der Ort „Folschitz“ genannt, 1476 „Folschnitz“.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Fölschnitz aus 36 bewohnten Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Dieses hatte auch die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Fölschnitz dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Tennach und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. 1818 wurde der Gemeindesitz nach Ködnitz verlegt und die Gemeinde dementsprechend umbenannt.

| Jahr | 1809 | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 162 | 191 * | 211 | 256 | 255 | 247 | 296 | 431 | 365 | 463 | 572 |
| Häuser | 36 * | 39 | 43 | 47 | 54 | 64 | 153 | ||||
| Quelle |
Fölschnitz ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Oswald (Untersteinach) gepfarrt.