| WTI-Frankfurt-digital GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland) |
| Gründung | 2010 |
| Auflösung | 2021 |
| Auflösungsgrund | Insolvenz |
| Sitz | Frankfurt am Main, Deutschland (Hauptsitz) Hannover, Deutschland |
| Leitung | Jan Halstenbach, Geschäftsführung |
| Mitarbeiterzahl | 30 Mitarbeiter an den Standorten Frankfurt am Main und Hannover sowie rund 40 freie Mitarbeiter. |
| Branche | Fachinformationsdienstleistung |
| Website | www.wti-frankfurt.de |
| Stand: Januar 2019 | |
Die WTI-Frankfurt-digital GmbH (kurz: WTI) war ein Anbieter von wissenschaftlich-technischen Fachinformationen. Ihre Zielgruppen sind Fach- und Führungskräfte aus Industrie, Forschung und Lehre sowie Studierende an technisch orientierten Hochschulen.
Die WTI-Frankfurt eG wurde im November 2010 von den Mitarbeitern des ehemaligen Fachinformationszentrums Technik (kurz: FIZ Technik) gegründet. Ihren offiziellen Betrieb nahm die Genossenschaft zum 1. Januar 2011 auf. Im April 2019 fand eine Umfirmierung zu einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland) (GmbH) statt. Im Zuge dessen wurde der Firmenname zu WTI-Frankfurt-digital GmbH i. G. geändert. Im November 2019 wechselte die Geschäftsführung. Der neue Geschäftsführer, Jan Halstenbach, meldete im Jahr 2021 Insolvenz für das Unternehmen an. Im April 2021 erklärte das Amtsgericht Frankfurt am Main die Gesellschaft für aufgelöst.
Das FIZ Technik war neben dem FIZ Chemie und dem FIZ Karlsruhe eines der staatlich initiierten Fachinformationszentren mit Sitz in Frankfurt am Main. Es war das nationale Zentrum für technisch-wissenschaftliche Information und Dokumentation und wurde 1979 im Rahmen des Information und Dokumentation (IuD)-Programms gegründet. Ziel dieses Programms war die Schaffung eines dezentralen Systems mit verschiedenen Fachstellen. Die Zentralstelle der Dokumentation für Elektrotechnik (ZDE) und die Dokumentation Maschinenbau (DOMA) waren die Vorgängereinrichtungen, aus denen das FIZ Technik hervorging. FIZ Technik bestand aus zwei Unternehmen, dem FIZ Technik e. V. und der FIZ-Technik-Inform GmbH. Unterstützt und gefördert wurde der FIZ Technik e. V. insbesondere durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).
Die WTI arbeitete verlagsübergreifend und kooperierte mit verschiedenen Informationslieferanten. Das Spektrum reichte von klassischen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, wie Maschinen- und Anlagenbau, Verfahrens-, Umwelt- und Werkstofftechnologie, Energietechnik, über Betriebsführung, Organisation und Management bis hin zu politisch und wirtschaftlich relevanten Querschnittsthemen, wie Industrie 4.0, Elektromobilität und IT-Sicherheit. Zur Produktion gehörten Verlagspublikationen, sogenannte „graue Literatur“, Forschungsberichte und andere wissenschaftliche Arbeiten, Fachzeitschriften und Konferenzberichte.
Die Fachinformationen wurden über Firmenportale und wissenschaftliche Bibliotheken vermittelt. Hinzu kamen Abonnements, Auftragsrecherchen, Dossiers sowie Beratungs- und Schulungsangebote. Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe bot WTI eine kostenlose Wissensbasis mit Materialien und Handreichungen aus öffentlich geförderten Projekten zur Digitalisierung sowie zum Umgang mit IKT im Unternehmen.
Fachdatenbanken und eine eigene Suchmaschine (TecFinder) bildeten das Basisangebot von WTI.
Produkte von WTI waren: