| FS ALb 48 | |
|---|---|
AUTOz 48.03 (später ALb 48.103) am Bahnhof Borgone, 1932 | |
| Nummerierung: | ALb 48.101–103 (Prototypen) ALb 48.104–115 (Serie) |
| Anzahl: | 3 (Prototypen) 12 (Serie) |
| Hersteller: | Fiat |
| Baujahr(e): | 1932 (Prototypen) 1933 (Serie) |
| Achsfolge: | (1A) 2′ |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Länge: | 13.816 mm (Prototypen) 15.626 mm (Serie) |
| Breite: | 2.680 mm |
| Höhe: | 3.040 mm |
| Drehzapfenabstand: | 7.750 mm (Prototypen) 9.950 mm (Serie) |
| Drehgestellachsstand: | 2.800 mm |
| Raddurchmesser: | 930 mm |
| Leermasse: | 14,8 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | 110 km/h |
| Motortyp: | Fiat 255 |
| Sitzplätze: | 48 (bis 1934) 40 (ab 1934) |
Die ALb 48 waren Benzintriebwagen der italienischen Ferrovie dello Stato. Erbaut in den Jahren 1932–33 von Fiat, stellten sie die erste Baureihe des Typs Littorina dar.

1932 baute Fiat drei Exemplare von Triebwagen mit Benzinmotoren, die von Straßenfahrzeugen abgeleitet waren.
Die Triebwagen wurden am 18. Oktober 1932 anlässlich Mussolinis Reise von Rom in die Stadt Littoria offiziell vorgestellt und erhielten zu Ehren der Stadt den Spitznamen „Littorina“.
Die offizielle Klassifizierung, zunächst AUTOz 48, wurde bald in ALb 48 geändert (die Zahl gab die Anzahl der Sitze an).
Im folgenden Jahr 1933 wurden zwölf Serienfahrzeuge in Dienst gestellt, die um 1.800 mm verlängert worden waren, um Platz für den bei den Prototypen fehlenden Abort zu schaffen.
Neben dem ALb 48 produzierte Fiat auch zwei geräumigerer Triebwagenreihen, den ALb 64 und den ALb 80.
1934 unternahm eine ALb 48 eine Propagandareise von über 3.000 km durch mehrere europäische Länder. Die Tour begann in Turin und führte über Bern, Graz, Wien, Prag, Warschau, Krakau und Budapest.
Im selben Jahr wurden die Triebwagen umgebaut, indem ein Postabteil hinzugefügt wurde, wodurch sich die Anzahl der Sitzplätze auf 40 verringerte.
Der Erfolg der ALb 48 war jedoch nur von kurzer Dauer: der Dieselmotor erwies sich bald als wirtschaftlicher und flexibler, wodurch die benzinbetriebenen Triebwagen in den Hintergrund gerieten.
1940 wurde der Postabteil bei fünf Exemplaren verbreitert, wodurch sich die Sitzplatzanzahl auf 24 reduzierte; die umgebauten Exemplare wurden als ALUb 24 neu klassifiziert.

Die verbliebenen ALb 48 wurden demotorisiert und in Beiwagen mit 55 Sitzplätzen umgebaut. Diese bekamen die Nummerierung Ln 55. Ein Beiwagen ist heute im Eisenbahnmuseum Pietrarsa ausgestellt.