| FS D.342 | |
|---|---|
D.342.3001 (1985) | |
| Nummerierung: | FS D.341.2001, 3001–3002, 4001–4017 |
| Anzahl: | 20 |
| Hersteller: | Breda 2001 Reggiane 3001–3002 Ansaldo 4001–4017 |
| Baujahr(e): | 1958–1962 |
| Achsfolge: | B’B’ |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Länge über Puffer: | 14.800 mm 2001 15.200 mm 3001–3002 14.500 mm 4001–4017 |
| Breite: | 3050 mm |
| Drehzapfenabstand: | 7600 mm 2001 8000 mm 3001–3002 7300 mm 4001–4017 |
| Drehgestellachsstand: | 3200 mm 2001, 4015–4017 3000 mm 3001–3002 3610 mm 4001–4014 |
| Treibraddurchmesser: | 1040 mm |
| Dienstmasse: | 64 t 2001, 3001–3002 62 t 4001–4014 65 t 4015–4017 |
| Reibungsmasse: | 64 t 2001, 3001–3002 62 t 4001–4014 65 t 4015–4017 |
| Radsatzfahrmasse: | 16 t 2001, 3001–3002 15,5 t 4001–4014 15,75 t 4015–4017 |
| Höchstgeschwindigkeit: | 120 km/h |
| Installierte Leistung: | 2 × 625 kW 2001, 3001 2 × 661 kW 3002 2 × 515 kW 4001–4014 2 × 645 kW 4015–4017 |
Die D.342 ist eine Baureihe von Diesellokomotiven der italienischen Staatseisenbahnen Ferrovie dello Stato (FS). Sie wurden neben der zahlenmäßig in größeren Stückzahlen gebauten FS D.341 als erste Diesellokomotiven nach dem Zweiten Weltkrieg bei den FS mit hydraulischem- bzw. hydromechanischem Antrieb in 20 Exemplaren gebaut. Sie wurden bei den Staatsbahnen bis 2005 betrieben. Drei Lokomotiven sind in Museen oder privaten Sammlungen erhalten.
Um nach dem Zweiten Weltkrieg die Dampflokomotiven im Streckendienst auf nichtelektrifizierten Strecken abzulösen, entschieden sich die FS, je eine Vorserie von Lokomotiven mit dieselelektrischer Kraftübertragung und eine Vorserie mit dieselhydraulischer Kraftübertragung zu erstellen und im Betrieb miteinander zu vergleichen. Die dieselhydraulische Variante D.342 wurde mit den Hauptaggregaten
geplant und hergestellt. Mit diesen Lokomotiven, die sich in ihrer äußeren Gestaltung, den Abmaßen und der Motorisierung in Details unterschieden, wurden zahlreiche Testfahrten auf den Bahnlinien Salerno–Potenza–Tarent, Bari–Brindisi oder Tarent–Lecce unternommen, die mit ausführlichen Meßwagen-Versuchen durchgeführt wurden. Dabei zeigten sich die D.342 den dieselelektrischen Varianten überlegen durch die höhere Motorisierung und das etwas geringere Gewicht, wodurch die D.342 auch bei niedriger Achslast von 16 t einen Heizkessel für die Zugheizung verwenden konnten. Die FS D.342 besaßen eine geringere Rangiergeschwindigkeit, aber einen niedrigeren Wirkungsgrad als die dieselelektrischen Baureihen.
Nach ausgiebigen Tests wurden ab 1961 weitere Lokomotiven mit einer höheren Motorleistung sowie geänderten Getrieben mit den Nummern D.342.4003–4007 von Ansaldo gebaut. Bis 1962 wurden insgesamt 20 Lokomotiven gebaut. Die Nachbestellungen unterschieden sich hinsichtlich ihrer Motoren sowie ihres Lokomotivkastens von den Prototyplokomotiven. Als besonders zuverlässig haben sich die Prototypen von Breda und Reggiane erwiesen. Die Höchstgeschwindigkeit der Lokomotiven von 120 km/h reichte aus, um die Dampflokomotiven in jeder Betriebsart abzulösen. Im Vergleich mit den dieselelektrischen D.341 hatten sie ein höheres Beschleunigungsvermögen und eine Zugheizung.
Die Lokomotiven wurden hauptsächlich in Mittel- sowie Süditalien eingesetzt und verteilten sich auf die Regionen Apulien, Piemont, Sardinien, Toskana und Cadore. Zum Ende ihrer Dienstzeit wurden sie in der Provinz Siena zusammengefasst. Die Indienststellung der D.445 verdrängte die Lokomotiven in untergeordnete Dienste, bis im Jahr 2005 die D.342.4006 als letzte in Verona abgestellt wurde.
Die D.342.4004 ist im Museo ferroviario piemontese in Savigliano hinterstellt, die D.342.4010 ist als fahrfähiges Museumsexponat der FS-Stiftung erhalten (die D.342.4009 ist Ersatzteilspender), die D.342.4011 befindet sich im Nationalen Eisenbahnmuseum Pietrarsa.
Die Lokomotiven der Baureihe D.342 sind Drehgestell-Lokomotiven mit zwei End-Führerständen. Während die Führerstände der Prototypen von Breda und Reggiane gerade ausgeführt waren, waren die der Lokomotiven von Ansaldo leicht schräg geneigt. Die Führerstände der Lokomotiven von Reggiane besaßen gebogene Führerstandseitenfenster. Die Lokomotiven besaßen asymmetrisch gelagerte Drehgestelle, die direkte Federung der Räder war mit Blattfedern unterhalb der Radlager ausgeführt, die indirekte Federung des Drehgestelles war auch mit Blattfedern realisiert. Der Lokomotivkasten besaß auf der rechten Seite eine zusätzliche seitliche Tür mit Rollladen, die zur Inspektion der Motorenanlage genutzt werden konnte. Die Lokomotiven waren Teil des ORE-Standards der Office for Research and Experiments des Internationalen Eisenbahnverbandes (UIC) und wurden in der Gruppe f mit 16 t Achslast sowie kontinentalen Umgrenzungsprofil mit Einsatz auf Nebenstrecken für gemischten Dienst und auf Hauptbahnen für leichten Dienst klassifiziert.
Es wurden mehrere Motortypen eingebaut, am häufigsten bei den Ansaldo-Lokomotiven ein Achtzylinder-Viertakt-Dieselmotor von Maybach. Ursprünglich hatten die Loks 515 kW-Motoren, ab der 4015 bis 4017 mit 645 kW. Diese Bauart benötigte eine größere Kühleranlage und waren an den großen Kühlergrills auf der linken Seite zu erkennen. Die am meisten verwendeten Getriebe waren die Mekydro-Getriebe K.104 U.