Fabienne Shine

Fabienne Shine (1967)

Fabienne Shine (* 3. Juni 1944 in Tunis, geb. Essaïagh) ist eine französische Sängerin, Model und Schauspielerin. Fabienne Shine oder auch Fabienne Fabre sind Künstlernamen von Fabienne Essaïagh.

Werdegang

Ihre Kindheit verbrachte sie in Nogent-sur-Marne (Stadtgrenze von Paris).

In jungen Jahren begann sie, Lieder zu schreiben, ihre eigene Musik zu komponieren und Gitarre zu spielen. Sie bereiste die Welt, unter anderem war sie Au-pair-Mädchen in England, wo sie Nico kennenlernte, noch bevor diese zu The Velvet Underground kam. Diese ermutigte sie zum Singen.

Shine traf zahlreiche bekannte Personen, unter anderem: Charles Aznavour, Rolling Stones, Pink Floyd, Téléphone, Led Zeppelin und Dali.

Ende der 1960er Jahre sah man sie mit der Band Coupole mit den Schauspielern Jean-Pierre Kalfon, Pierre Clémenti und Bob Marley.

Fabienne Shine begann unter dem Künstlernamen Fabienne Fabre als Filmschauspielerin in Italien und Frankreich zu arbeiten und spielte 1968 in Roger Vadims Barbarella.

1973 lernte sie in Paris Johnny Thunders von den New York Dolls kennen und folgte ihm nach New York. Dieser schrieb für sie den Song You Can’t Put Your Arms Around a Memory. Sie lernte Anfang der 1970er Jimmy Page und Robert Plant kennen.

1975 gründete sie zusammen mit Eric Lévi eine Band namens Speedball. Als sie den Australier Philip Shine in Bombay, Indien, kennenlernte, nahm sie seinen Namen als Künstlernamen an, wurde Managerin der Band, benannte sie in Shakin’ Street um und veröffentlichte 1978 das Album Vampire Rock.

Gleichzeitig etablierte sich Shine auch als Model. Ihre Fotos erschienen z. B. auf der Titelseite des Magazins Sounds.

1980 lernte die Sängerin Damon Edge von der Band Chrome kennen, arbeitete mit ihm zusammen und trat nach der Hochzeit 1983 in Paris seiner Band bei.

Nach der Trennung im Jahr 1984 befasste sich Shine vier Jahre lang mit Astrologie und komponierte weiter Lieder. 1984 gründete sie mit Musikern von Chrome die Band Planète, arbeitete an Texten von Boris Bergman und veröffentlichte eine Single. 1985 drängte ihre Plattenfirma sie zu einer Solokarriere.

1997 schrieb sie gemeinsam mit dem Schlagzeuger Jean-Lou Kalinowski vier Lieder auf dem Album No Mad Nomad als Andenken an ihren 1995 verstorbenen Ex-Ehemann Damon Edge.

Shakin’ Street kamen 2004 für ein Konzert im Olympia in Paris wieder zusammen. Im selben Jahr traf sie den Mitbegründer von Chrome, Helios Creed, wieder, mit dem sie zwei Songs schrieb und All Tomorrow’s Parties auf dem Album Deep Blue Love Vacuum neu interpretierte.

2006 ging sie auf Tournee und trat unter anderem beim amerikanischen Festival South by Southwest auf.

Ihr Album Fabienne Shine and The Planets erschien im Jahr 2007.

Shine ließ von Jean-Eric Perrin im Jahr 2014 eine von ihr autorisierte Biographie über sich herausgeben, Sexe, drogue et rock & roll: la vie de Fabiene Shine.

2019 brachte sie die Band Shakin' Street wieder für Auftritte zusammen.

Musikstil

Fabienne Shine ordnet sich selbst bei den Genres Hard Rock und Metal ein und empfindet andere Beschreibungen als unzutreffend. Sie wollte in den 2005er Jahren weniger klassisch, dafür origineller und einzigartiger werden, Klänge des mittleren Ostens integrieren, aber auch im Blues-Stil singen, da sie die Emotionalität der Musikrichtung zu lieben angibt.

Texte

Shine bemüht sich nach Eigenaussage, für Menschen zu schreiben, die zuhören und sich nicht nur mit ansprechenden Klängen zufriedengeben und will eine Harmonie der beiden Komponenten erzeugen. Sie hat den Wunsch, traurige Personen glücklicher zu machen und sie zu erinnern, dass man nach vorne blicken soll. Sie will vermitteln, dass Freiheit erreichbar, Liebe der Schlüssel zum Glück und der Glaube an sich selbst wichtig ist, da jede und jeder ein Star ist.

Diskographie (Auswahl)

Shakin’ Street

Solo

Filmographie (Auswahl)

Fabienne spielte in folgenden Filmen mit:

Literatur

Commons: Fabienne Shine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Fabienne Fabre. IMDb, abgerufen am 26. Juli 2026.
  2. ↑ Fabienne Shine. In: Hardforce.com. Abgerufen am 4. August 2026.
  3. ↑ Michel Goguelat: Entretien avec Michel Goguelat | UnderScores. In: Uncerscores.fr. 27. September 2012, abgerufen am 4. August 2026 (französisch).
  4. 1 2 Patrice Bardot, Alexis Bernier, Didier Varrod: Rock la France: 60 ans de guitare et d'électricité. Marabout, 2023, ISBN 978-2-501-18607-0, S. 90.
  5. 1 2 Interview : Fabienne Shine (Shakin’ Street). In: Thee Savage Beat. Thee Savage Beat, 31. Januar 2020, abgerufen am 4. August 2026 (französisch).
  6. 1 2 3 4 5 Sacha Reins: Muse rock’n’roll - Fabienne Shine. Paris Match, 30. Mai 2014, abgerufen am 26. Juli 2026 (französisch).
  7. 1 2 3 4 Russ Trunk, Randy Haecker: Anne Carlini - Exclusive Magazine. Abgerufen am 26. Juli 2026.
  8. 1 2 Caroline de Kergariou: No future: une histoire du punk 1974-2017. Perrin, Paris 2017, ISBN 978-2-262-03983-7.
  9. 1 2 Interview: Fabienne Shine (Shakin’ Street). In: Thee Savage Beat. S. 214f. 31. Januar 2020, abgerufen am 26. Juli 2026 (französisch).
  10. 1 2 3 Robert Pally: Interview with Fabienne Shine (January 2005). Ear Candy Magazine, 2005, abgerufen am 26. Juli 2026.
  11. ↑ Fabienne Shine - Don't Tell Me How To Shake It (2018). In: Metal Jukebox. 2018, abgerufen am 4. August 2026 (englisch).
  12. ↑ Joël Jourdan: 300 ans à eux cinq: la seconde carrière des Rockers récit. les Impliqués éditeur, Paris 2016, ISBN 978-2-343-10456-0, S. 10.
  13. ↑ Dominique Grandfils: Anthologie du rock français De 1956 à 2017. Camion Blanc, 2017, ISBN 978-2-35779-927-1, S. 1066.
  14. 1 2 Fabienne Shine. Artistcamp, abgerufen am 26. Juli 2026 (englisch).
  15. ↑ Fabienne Shine and the planets. Youtube, 2007, abgerufen am 4. August 2026 (deutsch).
  16. ↑ Shakin' Street - Interview Fabienne SHINE - Toulouse - 21/01/2019. 22. Januar 2024, abgerufen am 26. Juli 2026.
Personendaten
NAME Shine, Fabienne
ALTERNATIVNAMEN Fabre, Fabienne; Essaïagh, Fabienne Emilie Anna (wirklicher Name)
KURZBESCHREIBUNG französische Sängerin, Model und Schauspielerin
GEBURTSDATUM 3. Juni 1944
GEBURTSORT Tunis