| Folge 145 der Reihe Ein Fall für zwei | |
| Titel | Falsche Komplizen |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 58 Minuten |
| Altersfreigabe |
|
| Produktionsunternehmen | Odeon Film |
| Regie | Charly Weller |
| Drehbuch |
|
| Produktion | Georg Althammer |
| Musik | Andreas Köbner |
| Kamera | Ingo Hamer |
| Schnitt | Katharina Laske |
| Premiere | 14. Feb. 1997 auf ZDF |
| Besetzung | |
| |
| → Episodenliste | |
Falsche Komplizen ist der Titel der 145. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.
Die Prostituierte Nicole Weber nimmt nach mehrjähriger Unterbrechung wieder Kontakt zu ihrer Schwester Clarissa Groth auf, die als Leiterin der Kreditabteilung einer Bank tätig ist. Sie bittet sie um Unterstützung bei der Überwindung ihrer Kokainabhängigkeit. Von ihrem Zuhälter Edwin Dehner, der in Drogengeschäfte verwickelt und Groth als Bankkunde bekannt ist, erhält sie keine Hilfe.
In einer Tiefgarage wird Dehners Leiche aufgefunden. Nicole Weber erklärt gegenüber der Kriminalpolizei, sie habe ihn spontan in Notwehr erschossen. Da allerdings fünf Schüsse auf Dehner abgegeben wurden, bestehen sowohl bei dem ermittelnden Kommissar Forster als auch beim zuständigen Staatsanwalt Moebius Zweifel an dieser Darstellung. Groth wendet sich daraufhin Rat suchend an den Rechtsanwalt Dr. Rainer Franck und erklärt sich bereit, die Kosten für dessen Tätigkeit zu übernehmen.
Vor Gericht wird Nicole Weber wegen Mordes angeklagt. Sie gesteht die Tat und gibt an, die verwendete Schusswaffe, die zwei Tage nach dem Mord von der Polizei in ihrer Wohnung gefunden worden war, mehr als zwei Jahre zuvor von Dehner erhalten zu haben.
Eine anonyme Anruferin teilt Dr. Franck mit, Nicole Weber sei unschuldig und zu ihrem Geständnis gezwungen worden. Weber selbst weist diese Darstellung jedoch zurück. Auch Groth steht dem Vorschlag, den Privatdetektiv Josef Matula mit weiteren Nachforschungen zu beauftragen, zunächst kritisch gegenüber, stimmt jedoch schließlich zu. Matula ermittelt, dass es sich bei der anonymen Anruferin um Nicoles Freundin Lore handelt. Diese bezweifelt mehrere der Aussagen, mit denen Nicole sich selbst belastet hat. Matula zieht sowohl illegale Geschäftspartner Edwin Dehners als auch dessen Bruder Arno als mögliche Tatbeteiligte in Betracht.
Dehners Leibwächter Berti Nowak wird wenig später nachts mit derselben Waffe erschossen, die bereits beim Mord an Dehner verwendet worden war. Da sich Nicole Weber zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft befindet, scheidet sie als Täterin aus. Matula verdächtigt Arno Dehner und versucht, ihn mit Unterstützung durch die Prostituierte Eva Naumann zu überführen. Arno zahlt Naumann ein Schweigegeld und kommt kurz darauf bei einem Unfall ums Leben, als er vor Matula flüchtet, der ihn der Polizei übergeben will.
Vor Gericht tritt Eva Naumann daraufhin als Zeugin auf. Sie legt das von Arno erhaltene Geld vor und erklärt, dieser habe ihr gegenüber bestätigt, dass Clarissa Groth hinter dem Mord an seinem Bruder stecke. Zuvor hatte Franck versucht, Groth dazu zu bewegen, ihre Schwester zu einem Widerruf ihres Geständnisses zu veranlassen. Groth hatte dies unter Hinweis auf Zeitmangel abgelehnt. Dennoch erscheint sie als Zuschauerin vor Gericht.
Nicole Weber erkennt daraufhin, dass ihre Schwester den Mord an Dehner nicht stellvertretend für sie, sondern aus eigenem Interesse begangen hat und widerruft ihr falsches Geständnis, welches sie aus Dankbarkeit gegenüber dieser abgelegt hatte. Zudem stellt sich heraus, dass Groth auch Nowak erschossen hat, nachdem dieser sie mit seinem Wissen über den Mord an Dehner erpresst hatte. Clarissa Groth wird daraufhin festgenommen, wohingegen der Haftbefehl gegen Nicole Weber aufgehoben wird.

Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in der Rotunde im 27. Obergeschoss des Bürocenters am Nibelungenplatz im Frankfurter Nordend. Die Eröffnungsszene zeigt die Zwillingstürme der Deutschen Bank. Später wird das Gerichtsgebäude A des Amtsgerichts Frankfurt am Main von außen gezeigt. Als angebliche Wohnadresse Arno Dehners diente ein Gebäude in der Kaiserstraße im Bahnhofsviertel. Von dort aus ist im Hintergrund neben den Deutsche-Bank-Türmen und dem Trianon auch der im Rohbau zum Zeitpunkt der Dreharbeiten weitgehend fertiggestellte Commerzbank Tower zu sehen. Als Büro Clarissa Groths diente ein Raum im BfG-Hochhaus. Ein Treffen zwischen Dr. Franck und Matula wurde in der Münchener Straße unweit des Hauptbahnhofs erstellt. Eine weitere Aufnahme entstand vor dem damaligen Polizeigefängnis in der Klapperfeldstraße.