| Serie | |
| Titel | Famous Last Words |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Genre | Dokumentarreihe |
| Erscheinungsjahre | seit 2025 |
| Länge | 45–55 Minuten |
| Episoden | 3 |
| Idee | Brad Falchuk |
| Regie | Ivan Dudynsky |
| Produktion | Mikkel Bondesen, Brad Falchuk |
| Musik | Michael Gatt |
| Kamera | Sebastian Jungwirth |
| Schnitt | Natasha Bedu |
| Premiere | 3. Okt. 2025 auf Netflix |
| Deutschsprachige Premiere | 3. Okt. 2025 auf Netflix |
| Besetzung | |
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Famous Last Words (englisch für „Berühmte letzte Worte“) ist eine Dokumentarfilmreihe auf Netflix, bestehend aus Interviews von Brad Falchuk mit Prominenten, die nach deren Tod veröffentlicht werden.
Es erschienen bisher Interviews mit Jane Goodall (2025) und mit Eric Dane und Gloria Steinem (beide 2026).

Das Format wurde von Netflix im Juli 2024 in Auftrag gegeben. Es basiert auf der dänischen Reihe Det Sidste Ord („Das letzte Wort“) von Mikael Bertelsen, der in der Royal Danish Library Prominente interviewt, in der die Aufnahmen aufbewahrt werden, bis die Personen verstorben sind. Mikkel Bondesen, Produktionspartner von Brad Falchuk, brachte das Format an Netflix und Teley-Vision, Falchuks Produktionsunternehmen, das einen Mehrjahresdeal mit Netflix geschlossen hat. Es ist Falchuks zweite Serie nach The Brothers Sun und erste nichtfiktionale Serie unter diesem Deal.
Laut Falchuk hat die Mehrheit der angefragten Personen abgelehnt. Bis 2026 wurden sieben Episoden gedreht. Falchuk traf sich mit den Interviewpartnern vorab privat für ein formloses Gespräch, in dem sie diskutierten, über welche Themen die Person sprechen wollte. Die Liste der tatsächlich interviewten Personen ist so wenig Personen wie möglich bekannt und wird durch Verschwiegenheitserklärungen geheim gehalten. Weil viele der Interviewpartner zu dem Zeitpunkt über 90 Jahre alt waren, nutzte Netflix für die Interviews sowohl ein Studio in Los Angeles als auch ein mobiles Studio. Es ist in warmen Rot- und Brauntönen gehalten und soll wie ein „Zwischenraum zwischen Leben und Tod“ wirken. Falchuk führt die Interviews selbst und außer ihm und dem Interviewpartner ist währenddessen niemand anwesend. Kameras werden ferngesteuert kontrolliert und das Aufnahmeteam in einem Kontrollraum kann das Interview nicht hören. Nach einem Zweigespräch verlässt Falchuk das Set, damit die andere Person alleine eine „letzte Botschaft“ in die Kamera sprechen kann. Im Anschluss werden die Interviews in der Bibliothek des John F. Kennedy Center for the Performing Arts unberührt aufbewahrt bis zur Veröffentlichung nach dem Tod der Person. Nachdem der Tod einer interviewten Person verkündet worden ist, haben Netflix-Mitarbeiter etwa 48 Stunden, das Material final zu bearbeiten. Damit auch Übersetzer nicht vorab wissen, wer interviewt worden ist, werden Untertitel für andere Sprachen erst nach der Veröffentlichung einer Episode in originalem Englisch hinzugefügt.
| Nr. | Bild | Prominenter | Todesdatum | Alter | Veröffentlichung |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Jane Goodall | 1. Oktober 2025 | 91 | 3. Oktober 2025 | |
| 2 | Eric Dane | 19. Februar 2026 | 53 | 20. Februar 2026 | |
| 3 | Gloria Steinem | 2. September 2026 | 92 | 3. September 2026 |
Stuart Heritage vom Guardian bezeichnete das Format als lebendige Traueranzeige, als Gelegenheit, sich ein allerletztes Mal zu äußern, um das eigene Leben in den Kontext der eigenen Wahl zu setzen. Es sei emotional, kraftvoll und wichtig. Jeder Beteiligte wisse, dass das Subjekt die letzten Meter zur Zielgeraden erreicht habe, und sie dabei zu beobachten, ihr Wissen und Weisheit weiterzugeben, solange sie noch können, sei zutiefst bewegend. Eine größere Zahl an Episoden könne auch zeigen und zu einem besseren Verständnis verhelfen, wie (unterschiedlich) Menschen mit dem Ende ihres Lebens umgehen.
Michael Schulman vom New Yorker vergleicht die Prominenten mit dem Bild von Schrödingers Katze: sie seien in dem Video gleichzeitig am Leben und frisch verblichen, woraus sich die Prämisse ergibt, dass sie endlich frei sprechen könnten, ohne sich um Auswirkungen davon, was sie sagen, sorgen zu müssen. Es gebe die Ironie, wenn ein uns Nahestehender verstirbt, dass die Person, mit der wir am meisten über unsere Trauer sprechen wollen, eben diese selbst sei. Auch für Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gelte, dass sie selbst uns am besten über ihren Verlust hinwegtrösten können. So biete die Serie ein Balsam als auch das Versprechen, ob es erfüllt wird oder nicht, unbeschränkter Ehrlichkeit.