Fanny Minesi

Fanny Minesi ist eine italienische Naturschützerin und Generaldirektorin von Les Amis des Bonobos du Congo (ABC) in der Demokratischen Republik Kongo.

Leben und Wirken

Minesi wuchs in der Demokratischen Republik Kongo auf; ihre Mutter war die Artenschützerin Claudine André, durch die sie mit dem Schutz der Bonobos in Berührung kam. Sie war Leiterin von neun Standorten eines Logistikunternehmens. ABC betreibt die Station Lola ya Bonobo in der Nähe von Kinshasa, die verwaiste Bonobos aufnimmt und rehabilitiert. Geeignete Tiere werden etwa 800 Kilometer weit in das Schutzgebiet Ekolo ya Bonobo gebracht, wo sie erst unter Quarantäne gestellt und dann ausgewildert werden. Das Areal wurde 2019 als Schutzgebiet anerkannt und umfasst etwa 47.500 Hektar. Minesis Konzept des Naturschutzes schließt die nachhaltigen Nutzung von Fisch, Honig und Waldprodukten ein, um der lokalen Bevölkerung wirtschaftliche Perspektiven eröffnen zu können.

Auszeichnungen

Minesi wurde im Jahr 2021 mit dem McKenna-Travers Award for Compassionate Conservation der Born Free Foundation ausgezeichnet. 2023 wurde sie für ihre Arbeit zur Rettung und Wiederansiedlung von Bonobos mit dem Tusk Award for Conservation in Africa ausgezeichnet.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Fanny Minesi: “Salviamo i bonobo del Congo che usano il sesso contro lo stress e senza amore non sopravvivono”. In: La Stampa. 4. Februar 2024, abgerufen am 3. November 2026 (italienisch).
  2. 1 2 50 Congolese appointed and awarded prizes in 2023. In: African Shapers. 9. Januar 2024, abgerufen am 3. November 2026 (englisch).
  3. 1 2 3 En RDC, au « Paradis des bonobos », menacés d’extinction. In: Le Monde. 7. Juni 2024, abgerufen am 3. November 2026 (französisch).
  4. ↑ Big wins for rare bonobos, spider monkeys and more! In: Born Free. 17. Oktober 2021, abgerufen am 3. November 2026 (englisch).
  5. ↑ Ronnie Wood tempts William with Rolling Stones tour tickets at Tusk awards. In: The Independent. 27. November 2023, abgerufen am 3. November 2026 (englisch).