Fariza

Gemeinde Fariza
Fariza – Ermita de Nuestra Señora del Castillo
Wappen Karte von Spanien
Fariza (Spanien)
Fariza (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Kastilienleon Kastilien und León
Provinz: Zamora
Comarca: Sayago
Gerichtsbezirk: Zamora
Koordinaten: 41° 25′ N, 6° 16′ WKoordinaten: 41° 25′ N, 6° 16′ W
Höhe: 701 msnm
Fläche: 90,21 km²
Einwohner:487 (Stand: 2025)
Bevölkerungsdichte:5 Einw./km²
Postleitzahl(en): 49213
Gemeindenummer (INE): 49064 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Manuel Ramos Pascual
Website: Fariza
Lage des Ortes
Karte anzeigen
Fariza – Steinplattensteg

Fariza oder auch Fariza de Sayago ist ein nordwestspanischer Ort und eine aus 7 Weilern (pedanías) bestehende Gemeinde (municipio) mit insgesamt nur noch 487 Einwohnern (Stand: 2025) in der Provinz Zamora in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage

Der Ort Fariza liegt im Naturpark Arribes del Duero im Südwesten der Provinz Zamora in einer Höhe von ca. 700 m in der alten Kulturlandschaft Sayago. Das Tal des Río Duero ist ca. 2 km (Luftlinie) entfernt, liegt aber ca. 300 m tiefer. Die Provinzhauptstadt Zamora ist gut 50 km (Fahrtstrecke) in östlicher Richtung entfernt. Das gemäßigte Klima wird zeitweise vom Atlantik beeinflusst; Regen (ca. 550 mm/Jahr) fällt vorwiegend im Winterhalbjahr.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr1857 1900195020002020
Einwohner95111031051722495

Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft, der Aufgabe von bäuerlichen Kleinbetrieben („Höfesterben“) und der daraus resultierenden Arbeitslosigkeit auf dem Lande ist die Bevölkerung seit den 1950er Jahren – trotz Eingemeindungen – kontinuierlich auf den derzeitigen Tiefststand zurückgegangen. Zur Gemeinde gehören auch die Weiler Cozcurrita, Mámoles, Tudera, Badilla, Palazuelo de Sayago und Zafara mit jeweils etwa 20 bis 80 Einwohnern.

Wirtschaft

Die Landwirtschaft, vor allem die Anpflanzung von Oliven- und Obstbäumen, spielt traditionell die größte Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde. Daneben fungierte der Ort bereits im Mittelalter als Handels-, Handwerks- und Dienstleistungszentrum für die Weiler und Einzelgehöfte in der Region. Einnahmen aus dem Tourismus in Form der Vermietung von als Ferienwohnungen (casas rurales) genutzten leerstehenden Häusern sind in den letzten Jahrzehnten hinzugekommen.

Geschichte

Bereits in vorrömischer Zeit siedelten hier Stammesgruppen vom keltischen Volk der Vettonen; aus römischer Zeit stammt eine heute an der Außenmauer der Kirche angebrachte Stele. Aus westgotischer und islamischer Zeit sind keine Funde bekannt. Die Rückeroberung (reconquista) der nur dünn besiedelten und abgelegenen Gebiete im 10. bis 12. Jahrhundert verlief weitgehend kampflos; danach begann die Wieder- – oder besser – Neubesiedlung (repoblación) der Region.

Sehenswürdigkeiten

Fariza
Duero-Tal
Badilla
Cozcurrita
Tudera

Literatur

Commons: Fariza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:ALTITUD
  2. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:SUPERFICIE
  3. ↑ Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain
  4. ↑ Fariza – Bevölkerungsentwicklung
  5. ↑ Fariza – Kirche