Die Fasel-Stiftung ist eine gemeinnützige privatrechtliche Stiftung, die im Jahr 1994 von dem Duisburger Unternehmer Wilhelm Fasel gegründet worden ist. Sie hat ihren Sitz in Duisburg.
Gemäß ihrer Satzung fördert die Stiftung Aktivitäten, die der Überwindung von Spaltungen und der Verständigung zwischen Menschen und Völkern dienen, soziale und mildtätige Aktivitäten sowie die Idee der Sozialen Marktwirtschaft. Die Verwirklichung der Stiftungszwecke erfolgt unmittelbar in Eigenregie und durch Förderung ausgewählter Projekte. Stiftungsorgane sind Vorstand und Kuratorium. Vorstandsvorsitzender ist Markus Micken (Duisburg/Vreden). Vorsitzender des Kuratoriums ist Reinhold Kube (Erkrath). Die Fasel-Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen. Die Stiftungsaufsicht obliegt der Bezirksregierung Düsseldorf.
Zur Überwindung von Spaltungen und Verständigung zwischen Menschen und Völkern unterstützt die Stiftung internationale Begegnungen junger Menschen durch die Übernahme von Fahrt- und Unterbringungskosten und die Förderung dauerhafter Partnerschaften. Die Stiftung unterstützt zurzeit in Duisburg und am Niederrhein verschiedene Schulen in ihren Austauschprogrammen vornehmlich mit nordosteuropäischen Partnerschulen in Kaliningrad, Sankt Petersburg, Pskow, Vilnius, Giżycko, Lubin, Kętrzyn und anderen Städten.
Den Schwerpunkt der karitativen Hilfsleistungen bildete zuletzt die Sanierung des Tbc-Kindersanatoriums Swetlogorsk in der Oblast Kaliningrad, um verfallene Gebäude wieder nutzbar zu machen und die Mindestanforderungen im sanitären und medizinischen Bereich sicherzustellen. In Kaliningrad unterstützt die Stiftung ferner Suppenküchen und die Kleiderkammer einer Sozialstation. Vorwiegend auch an ihrem Sitz in Duisburg unterstützt die Stiftung diverse karitative Zwecke.
Das Projekt Oasis der Missionsbenediktinerinnen in Caruaru in Brasilien möchte Straßenkindern eine Heimat geben. Die Stiftung beteiligt sich seit Jahren an dem Aufbau dieser Einrichtung, die mittlerweile rund 200 Kinder und Jugendliche betreut und zusätzlich 500 Mahlzeiten im Monat ausgibt.
Mit dem regelmäßig verliehenen Preis für Soziale Marktwirtschaft zeichnet die Stiftung Personen aus, die sich in besonderer Weise um die Idee der Sozialen Marktwirtschaft verdient gemacht haben. Mit dem Preis verbunden ist eine Dotation in Höhe von € 10.000. Nach der Vorstellung der Stiftung soll mit diesem Betrag ein gemeinnütziges Projekt nach dem Wunsch des Preisträgers gefördert werden. Die mit dem Preis verliehene Skulptur wurde von der Künstlerin Loni Kreuder entworfen.
Daneben führt die Fasel-Stiftung etwa auch eine Veranstaltungsreihe mit Fachgesprächen über aktuelle Herausforderungen der Sozialen Marktwirtschaft in der Akademie Die Wolfsburg durch. In dieser Reihe referierten und diskutierten in den letzten Jahren u. a. Jürgen Rüttgers, Harald Schartau, Hannelore Kraft, Christoph M. Schmidt, Norbert Walter, Dieter Schulte, Jochen F. Kirchhoff, Bärbel Höhn, Ekkehard Schulz, Arthur E. Darboven, Rüdiger Oppers, Ulrich von Alemann, Karl-Rudolf Korte, Sylvia Löhrmann, Georg Cremer, Karl-Josef Laumann und Stephan Holthoff-Pförtner.