| Feinwerkbau 65 | |
|---|---|
| Allgemeine Information | |
| Entwickler/Hersteller | Feinwerkbau Westinger & Altenburger in Oberndorf am Neckar |
| Produktionszeit | 1965 bis 1997 |
| Waffenkategorie | Luftpistole |
| Ausstattung | |
| Gesamtlänge | 390 mm |
| Gesamthöhe | 140 mm |
| Gewicht (ungeladen) | 1,2 kg |
| Visierlänge | 355 mm |
| Lauflänge | 190 mm |
| Technische Daten | |
| Kaliber | 4,5 mm |
| Munitionszufuhr | Einzellader |
| Feuerarten | Einzelfeuer |
| Anzahl Züge | 12 |
| Drall | rechts |
| Visier | Diopter |
| Montagesystem | proprietäre Prismenschiene |
| Ladeprinzip | Seitenspanner |
| Listen zum Thema | |
Feinwerkbau 65 (FWB 65) bezeichnet eine Bauserie von Matchluftpistolen, die von der Firma Feinwerkbau Westinger & Altenburger in Oberndorf am Neckar hergestellt wurden. Alle Varianten der Pistolen wurden in dem Kaliber 4,5 mm, mit offener Visierung und mit Seitenspanner an der linken Seiten ausgeliefert.
Die FWB 65 ist ein Einzellader. Vor jedem Schuss wird eine einteilige Feder mit dem Seitenspanner gespannt, nach dem Einlegen des Geschosses wird die Ladeklappe über den Seitenspanner verriegelt. Wird der Abzug betätigt, treibt die gespannte Feder einen Kolben in Schussrichtung. Der Kolben verdichtet die sich vor ihm befindliche Luft hinter dem Geschoss und treibt das Geschoss durch den gezogenen Lauf. Die freie Version mit der Stempelung "F im Fünfeck" erreicht eine Geschossenergie vom maximal 3,5 Joule, wobei Geschossgeschwindigkeiten je nach Geschossgewicht von etwa 125 m/s erreicht werden. Der Abzugswiderstand lässt sich zwischen 500 g (1 lb) und 1360 g (3 lb) wechseln. Modelle, die vor 1970 gebaut wurden, haben kein „F im Fünfeck“, da diese Kennzeichnung erst mit dem 1. Januar 1970 eingeführt wurde.
Die Pistole schießt nahezu rückstoßfrei. Das System läuft nach dem Schuss zurück und nimmt den Rückstoß auf. Im Laufe der Bauzeit von 1965 etwa bis 1997 (Seriennummer 146352) wurden etwa 145312 Einheiten gebaut. Die Pistole wurde über den Produktionszeitraum kontinuierlich weiterentwickelt. Anfangs wurde eine starre Kimme montiert und später eine verstellbare Kimme, ab etwa Baunummer 94000 gab es auch Versionen mit zwei Federn. Ab ungefähr Baunummer 99000 wurde der Biberschwanz verlängert.
Aus der FWB 65 wurde die FWB 80 entwickelt und ab 1977 auf den Markt gebracht.
Frühe FBWs 65 haben schwarze Griffschalen aus Bakelit, später wurden sie aus Nussbaumholz oder Buchenholz gefertigt. Es gab Ausführungen für Rechts- oder Linksschützen. Folgende Varianten sind bekannt:
| Modellvariante | Höhe | Gesamtlänge | Lauflänge | Gewicht | Erkennungsmerkmale |
|---|---|---|---|---|---|
| Feinwerkbau 65 Mk. 1 | 145 mm | 415 mm | 190 mm | 1,2 kg | |
| Feinwerkbau 65 Mk. 2 | 145 mm | 380 mm | 155 mm | 1,1 kg | Auch "Junior" genannt |