
Felipe Andrés Ward Edwards (* 14. September 1972 in Santiago) ist ein chilenischer Rechtsanwalt und Politiker der konservativen Partei Unión Demócrata Independiente (UDI). Von 2006 bis 2018 war er Mitglied der chilenischen Abgeordnetenkammer. Während der zweiten Regierung von Präsident Sebastián Piñera war er Minister für Staatsvermögen, Generalsekretär der Präsidentschaft und schließlich Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung.
Ward wurde am 14. September 1972 in Santiago als Sohn von Carlos Ward Duncan und María Teresa Edwards geboren. Er besuchte das Colegio Tabancura in Santiago und studierte anschließend Rechtswissenschaften an der Universidad de los Andes. 1997 schloss er sein Studium ab und erhielt am 28. Dezember 1998 seine Zulassung als Rechtsanwalt.
Zwischen 2001 und 2002 absolvierte er einen Master of Arts in interdisziplinären Studien an der George Mason University in Virginia. Beruflich war er unter anderem als Forschungsassistent am Center for International Trade and Economics der konservativen US-amerikanischen Denkfabrik Heritage Foundation in Washington, D.C. tätig.
Ward gehört der Unión Demócrata Independiente (UDI) an und war unter anderem Vorsitzender der Jugendorganisation der Partei sowie Mitglied ihrer politischen Kommission.
Bei der Parlamentswahl 2005 wurde Ward für den damaligen Wahlkreis 3 in der Región de Antofagasta in die Abgeordnetenkammer gewählt. Nach seinen Wiederwahlen 2009 und 2013 gehörte er der Kammer während drei aufeinanderfolgenden Legislaturperioden von 2006 bis 2018 an. Während seiner parlamentarischen Laufbahn war er unter anderem Mitglied der Ausschüsse für Bergbau und Energie sowie für Ethik und Transparenz.
Bei der Parlamentswahl 2017 kandidierte Ward für einen Sitz im Senat in der Región de Atacama, wurde jedoch nicht gewählt. Der gewählte Präsident Sebastián Piñera ernannte ihn anschließend zum Minister für Staatsvermögen (Ministro de Bienes Nacionales) seiner zweiten Regierung. Er trat das Amt am 11. März 2018 an.
Als Minister für Staatsvermögen befasste sich Ward unter anderem mit der Nutzung und Vergabe staatlicher Grundstücke sowie deren Verwendung für den sozialen Wohnungsbau. Außerdem unterstützte er die Bemühungen der Rapa Nui um eine Rückkehr des Moai Hoa Hakananai'a aus dem British Museum auf die Osterinsel.
Am 28. Oktober 2019 wechselte Ward im Zuge einer Kabinettsumbildung in das Amt des Generalsekretärs der Präsidentschaft (Ministro Secretario General de la Presidencia). In dieser Funktion war er insbesondere für die Beziehungen der Regierung zum Nationalkongress und die Koordinierung ihrer Gesetzgebungsagenda zuständig.
Am 4. Juni 2020 ernannte Piñera ihn im Rahmen einer weiteren Kabinettsumbildung zum Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung. Er folgte Cristián Monckeberg nach.
Als Wohnungsbauminister setzte sich Ward unter anderem für die Aufnahme eines Rechts auf Zugang zu Wohnraum in eine künftige chilenische Verfassung ein. Daneben gehörten Wohnungsbauprogramme und die Entwicklung neuer Modelle für Mietwohnungen zu den Themen seiner Amtszeit.
Ward blieb bis zum Ende der zweiten Regierung Piñeras am 11. März 2022 im Amt. Sein Nachfolger im Wohnungsbauministerium unter Präsident Gabriel Boric wurde Carlos Montes.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ward, Felipe |
| ALTERNATIVNAMEN | Ward Edwards, Felipe Andrés (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | chilenischer Rechtsanwalt und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 14. September 1972 |
| GEBURTSORT | Santiago de Chile |