| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 25′ N, 12° 2′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Schwandorf | |
| Höhe: | 390 m ü. NHN | |
| Fläche: | 26,85 km² | |
| Einwohner: | 2401 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 92269 | |
| Vorwahl: | 09438 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 76 125 | |
| Gemeindegliederung: | 12 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Knöllinger Str. 5 92269 Fensterbach | |
| Website: | www.fensterbach.de | |
| Erster Bürgermeister: | Florian Adam (Wählergemeinschaft Högling) | |
| Lage der Gemeinde Fensterbach im Landkreis Schwandorf | ||

Fensterbach ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf. In Wolfring befindet sich der Sitz der Gemeindeverwaltung.
Die Gemeinde liegt in der Region Oberpfalz-Nord. Naturräumlich befindet sich Fensterbach im Oberpfälzischen Hügelland, insbesondere in der Bodenwöhrer Bucht und im Pennading-Schmidgaden-Stulln-Weidinger Graben.
Die Gemeinde besteht aus zwölf Gemeindeteilen (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
In der Gemeinde Fensterbach gibt es keinen gleichnamigen Gemeindeteil.
Gemarkungen sind Dürnsricht, Frotzersricht (nur Gemarkungsteil 0), Högling und Wolfring.
Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Schmidgaden, Schwarzenfeld, Schwandorf, Ebermannsdorf und Freudenberg.
Freudenberg 15 km |
Schmidgaden 4 km |
Schmidgaden 4 km |
Ebermannsdorf 12 km |
Schwarzenfeld 6 km | |
Ebermannsdorf 12 km |
Ebermannsdorf 12 km |
Schwandorf 12 km |
Das Gemeindegebiet gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Nabburg des Kurfürstentums Bayern. Dürnsricht unterstand dem Pfleggericht Nabburg. In der geschlossenen Hofmark Wolfring übte der Freiherr von Schönstätt die niedere Gerichtsbarkeit aus.
Die am 1. Januar 1971 mit der Gemeindegebietsreform neu gebildete Gemeinde Fensterbach entstand aus den 1818 gegründeten politischen Gemeinden Dürnsricht und Wolfring. Die Gemeinde Högling und der Gemeindeteil Wohlfest der aufgelösten Gemeinde Frotzersricht kamen am 1. Januar 1972 dazu. Am 1. Januar 1973 folgte der Gemeindeteil Freihöls von der Gemeinde Ebermannsdorf. Bei der Auflösung des gemeindefreien Gebiets Freihölser Forst im Landkreis Amberg-Sulzbach zum 1. März 2005 kam ein kleiner Teil davon (3,378 Hektar) aus der Gemarkung Pittersberg zum Gemeindegebiet dazu. Alle Orte mit Ausnahme von Freihöls (Landkreis Amberg) hatten vor der Gebietsreform zum 1972 aufgelösten Landkreis Nabburg gehört.
Der Gemeindename leitet sich vom Fensterbach ab, der das Gemeindegebiet durchfließt und in die Naab mündet. Er ist 1350 als Veusterbach ersturkundlich genannt, 1355 findet sich Fewsterbach. Es liegt wohl ein früh eingedeutschtes urslawisches *Bystrica (‚Wildbach‘) zugrunde, das von den Bajuwaren nicht mehr verstanden wurde und durch -bach ergänzt wurde.
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2146 auf 2347 Einwohner bzw. um 9,4 %.
| Stand | 1961 | 1970 | 1987 | 1991 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 | 2020 | 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 1727 | 1931 | 2138 | 2260 | 2333 | 2352 | 2452 | 2386 | 2366 | 2380 | 2446 |
Anm.: Einwohnerzahlen vor 1994 sind bezogen auf den Gebietsstand vom 1. Januar 1994.
Erster Bürgermeister ist seit 1. Oktober 2025 Florian Adam (Wählergemeinschaft Högling). Bei der vorgezogenen Bürgermeisterwahl 2025 wurde Adam mit einem Stimmenanteil von 94,7 % gewählt. Vorgänger Christian Ziegler (parteilos) war aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Dieser folgte 2015 auf den langjährigen Amtsinhaber Johann Schrott, der im Juli 2015 verstarb.
Sitzverteilung im Gemeinderat ab 8. März 2026:
| Blasonierung: „Gespalten von Schwarz und Gold; über einem von Silber und Blau gespaltenen Wellenbalken vorne ein goldenes Rodungsbeil, hinten ein nach links gewendeter, roter Greifenkopf mit einem Menschenantlitz im Nacken.“ | |
| Wappenbegründung: Der Wellenbalken symbolisiert den Fensterbach, der die 1971/72 aus den Gemeinden Dürnsricht, Wolfring, Högling und Teilen von Frotzersricht neuformierte Gemeinde durchfließt. Das Rodungsbeil stammt aus dem Wappen der Gemeinde Dürnsricht und verweist auf die Entstehung des Ortes als Rodungssiedlung. Der rote Greifenkopf mit Menschenantlitz im Nacken erinnert an die Herren von Saalhausen, die als Inhaber der Hofmark Wolfring im 16. Jahrhundert das markante Schloss in Wolfring erbauen ließen. Dieses Wappen wird seit 1977 geführt. |


Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2021 umgerechnet 3,048 Mio. Euro, davon waren 1,082 Mio. Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.
Im Jahr 2021 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 489 und im Bereich Handel und Verkehr 148 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren es 67 Personen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 1149. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 30 landwirtschaftliche Betriebe mit 1323 ha Nutzfläche, davon waren 1115 ha Ackerland und 209 ha Dauergrünfläche.
Durch das Gemeindegebiet führt die Staatsstraße 2151; sie verbindet die A 93 bei Schwarzenfeld mit der Bundesstraße 85 und der A 6 bei Amberg. In Nord-Süd-Richtung verbinden die Kreisstraße SAD 24 und 25 nach Trisching die Gemeinde mit der Nachbargemeinde Schmidgaden.
Im Gemeindeteil Freihöls liegt der Bahnhof an der Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf, er wird werktags dreimal, am Wochenende einmal angefahren (jeweils Regionalexpress).
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2022):