Ferdinand Joseph Friedrich Custodis (* 9. April 1842 in Köln; † 1911 ebenda) war ein deutscher Bildhauer. Sein Werk ist besonders dem Historismus zuzuordnen.
Ferdinand Custodis wuchs nach dem frühen Tod seiner Eltern in einer Pflegefamilie auf. Über seine Ausbildung ist nichts überliefert. Ab 1871 arbeitete er im Atelier des Kölner Dombildhauers Peter Fuchs und war an dessen Lebensaufgabe beteiligt, rund 700 Skulpturen für den Kölner Dom zu fertigen. Noch vor der Vollendung der Portalskulpturen an West- und Nordfassade der Hohen Domkirche machte sich Custodis mit der figürlichen Ausstattung zweier Brunnen in Kleve selbständig. Sein Atelier führte Custodis in der Palmgasse 6 in Köln.
Neben einer Vielzahl von skulpturalen Arbeiten sowohl an Sakral- wie Profanbauten war Custodis als Grabmalbauer in und um Köln erfolgreich tätig. So lassen sich allein auf dem Kölner Zentralfriedhof Melaten 22 Grabdenkmäler lokalisieren, die von ihm geschaffen wurden. Ab 1905 führte sein Sohn Friedrich Custodis das Bildhaueratelier weiter. Ferdinand Custodis war mit Agnes Ostermann aus Aachen verheiratet.
Folgende 22 Grabanlagen (gegliedert nach „Datum der Werkausführung/Familienname/Grabmaltyp/Position“) befinden sich auf Melaten:
Die nachfolgenden Grabsteine stehen unter Denkmalschutz.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Custodis, Ferdinand |
| ALTERNATIVNAMEN | Custodis, Ferdinand Joseph Friedrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 9. April 1842 |
| GEBURTSORT | Köln |
| STERBEDATUM | 1911 |
| STERBEORT | Köln |