
Fernando Dias da Costa ist ein bissau-guineischer Politiker, der bei der Präsidentschaftswahl am 23. November 2025 als wichtigster Herausforderer von Umaro Sissoco Embaló antrat. Nach einem Militärputsch wenige Tage nach der Abstimmung gewährte Nigeria ihm Schutz und Asyl auf dem Gelände seiner Botschaft in Bissau.
Dias war im Jahr 2023 Erster Vizepräsident der Assembleia Nacional Popular (ANP). Am 29. Juni 2024 wurde er auf einem außerordentlichen Parteitag zum Präsidenten der Partido da Renovação Social (PRS) gewählt.
Bei der Wahl 2025 galt er – nachdem die PAIGC nicht antreten durfte – als von Oppositionslagern unterstützte Alternative zu Embaló. Noch vor Bekanntgabe offizieller Resultate erklärten sowohl Dias als auch Embaló die Wahl jeweils für sich entschieden. Am 26. November 2025 übernahm das Militär die Macht und setzte den General Horta Nta Na Man als Übergangsführer ein. Die nationale Wahlkommission teilte am 2. Dezember 2025 mit, sie könne den Wahlprozess nicht abschließen, weil Unterlagen und Datenträger bei einem Überfall entwendet worden seien. In der Folge gewährte Nigeria Dias offiziell Schutz und Asyl in seiner Botschaft und verwies auf Drohungen gegen ihn. Der westafrikanische Staatenbund ECOWAS suspendierte Guinea-Bissau vorläufig von seinen Entscheidungsgremien und drängte auf eine rasche Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung, während Vermittlungsbemühungen fortgesetzt wurden.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Costa, Fernando Dias da |
| KURZBESCHREIBUNG | bissau-guineischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
| GEBURTSORT | Bissau |