Fernando Rabat

Fernando Rabat, 2026

Fernando José Rabat Celis (* 4. Dezember 1972 in Santiago) ist ein chilenischer Rechtsanwalt und Hochschullehrer. Seit dem 11. März 2026 ist er Justiz- und Menschenrechtsminister in der Regierung von José Antonio Kast.

Rabat ist parteilos und Professor für Zivilrecht an der Universidad del Desarrollo. Er absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universidad de los Andes und war beruflich hauptsächlich als Rechtsanwalt und Hochschullehrer tätig.

Biografie

Rabat wurde am 4. Dezember 1972 in Santiago geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universidad de los Andes. Für seine akademischen Leistungen erhielt er den Preis der juristischen Fakultät für den Studenten mit den besten Studienleistungen sowie den Preis Estudio Claro y Cía. für die besten Leistungen im Zivilrecht.

Berufliche Laufbahn

Als Mitglied einer privaten Rechtsanwaltskanzlei, der unter anderem der Rechtsanwalt Pablo Rodríguez Grez sowie der ehemalige Präsident der chilenischen Rechtsanwaltskammer Pedro Pablo Vergara angehörten, war Rabat Teil von Anwaltsteams, die den ehemaligen Diktator Augusto Pinochet vertraten. Dazu gehörten Verfahren im Zusammenhang mit der Riggs Bank sowie Rechtsstreitigkeiten im Rahmen der Ermittlungen zur Operation Colombo.

Rabat vertrat außerdem Pinochets Ehefrau Lucía Hiriart in Gerichtsverfahren. Unter anderem beteiligte er sich an einem Antrag beim Obersten Gerichtshof Chiles, mit dem ein Urteil aus dem Jahr 2018 aufgehoben werden sollte, das den Verfall von mit Pinochet verbundenen Vermögenswerten und Immobilien angeordnet hatte.

Während der zweiten Regierung von Präsident Sebastián Piñera (2018–2022) gehörte Rabat dem Verwaltungsrat der staatlichen Rechtshilfeorganisation Corporación de Asistencia Judicial (CAJ) an. Zudem ist er Professor für Zivilrecht an der Universidad del Desarrollo.

Politische Laufbahn

Am 20. Januar 2026 gab der gewählte Präsident José Antonio Kast bekannt, dass der parteilose Rabat das Amt des Justiz- und Menschenrechtsministers in seiner Regierung übernehmen werde.

Mit dem Amtsantritt Kasts am 11. März 2026 übernahm Rabat das Ministerium für Justiz und Menschenrechte. Er folgte Jaime Gajardo Falcón im Amt.

Einzelnachweise

  1. ↑ Fernando Rabat (Ind), ministro de Justicia: la incursión política del abogado que defendió a Pinochet. La Tercera, 20. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026 (spanisch).
  2. ↑ Profesor Fernando Rabat es nombrado ministro de Justicia y Derechos Humanos. Universidad del Desarrollo, 20. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026 (spanisch).
  3. 1 2 3 4 Fernando Rabat, el exabogado del dictador Pinochet que asumirá el Ministerio de Justicia. Diario Usach, abgerufen am 3. Februar 2026 (spanisch).
  4. 1 2 Juan Manuel Ojeda: Fernando Rabat (Ind), ministro de Justicia: la incursión política del abogado que defendió a Pinochet. La Tercera, 21. Januar 2026, abgerufen am 10. April 2026 (spanisch).
  5. ↑ Profesor Fernando Rabat es nombrado ministro de Justicia y Derechos Humanos. Facultad de Derecho, Universidad del Desarrollo, 21. Januar 2026, abgerufen am 10. April 2026 (spanisch).
Personendaten
NAME Rabat, Fernando
ALTERNATIVNAMEN Rabat Celis, Fernando José (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG chilenischer Rechtsanwalt, Hochschullehrer und Politiker
GEBURTSDATUM 4. Dezember 1972
GEBURTSORT Santiago de Chile