| FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR e.V.) | |
|---|---|
| Rechtsform | Eingetragener Verein |
| Gründung | 2006 in Berlin |
| Sitz | Berlin |
| Präsidentin | Anja Seng |
| Mitglieder | ≈ 1.500 (August 2026) |
| Website | www.fidar.de |
FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte (eigene Schreibweise FidAR e.V.) ist ein überparteilicher, bundesweit tätiger gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin. Seit seiner Gründung setzt sich FidAR für Geschlechterparität in Führungs- und Kontrollgremien deutscher Unternehmen ein. Kernforderung an die Politik ist die Ausweitung der verbindlichen gesetzlichen Regelungen („Führungspositionengesetz III“).
Die Initiative entstand 2005 aus einem Kreis von Managerinnen, Unternehmerinnen und Politikerinnen um die damalige Unternehmensberaterin Monika Schulz-Strelow. Am 7. November 2006 wurde der Verein offiziell gegründet und in das Vereinsregister eingetragen. 2008 verabschiedete FidAR die erste FidAR‑Deklaration mit der Forderung nach einer gesetzlichen Frauenquote in Aufsichtsräten.
2011 veröffentlichte FidAR erstmals den Women‑on‑Board‑Index (WoB‑Index), der seither jährlich die Frauenanteile in Aufsichtsräten und Vorständen großer börsennotierter sowie paritätisch mitbestimmter Unternehmen ausweist. Das Engagement des Vereins wurde 2015 beim Beschluss des ersten Führungspositionengesetzes (FüPoG) und dessen Novelle 2021 (FüPoG II) vielfach als Impulsgeber genannt.
Der Vorstand wird gemäß Satzung alle drei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Die aktuelle Amtsperiode (2024–2027) besteht aus:
Die Gründungspräsidentin Monika Schulz‑Strelow ist Ehrenvorsitzende des Vereins.
FidAR zählt rund 1.500 persönliche Mitglieder (Stand: August 2026). Die Mitgliedschaft steht Frauen und Männern offen; seit 2021 können Unternehmen den Verein zusätzlich als Fördermitglieder unterstützen.
FidAR verfolgt das Leitmotiv „Parität in Führungspositionen“. Dazu fordert der Verein
Diese Forderungen sind im Positionspapier 2025 zusammengefasst.
Der WoB‑Index 183 vergleicht seit 2011 den Frauenanteil in den Aufsichtsräten und Vorständen der 160 DAX‑, MDAX‑ und SDAX‑Konzerne sowie den am regulierten Markt notierten, paritätisch mitbestimmten Unternehmen. Aktuell (August 2026) liegt bei den quotenpflichtigen Unternehmen der Frauenanteil bei
Der seit 2015 publizierte Public WoB‑Index untersucht Beteiligungsunternehmen des Bundes und der Länder. In der 2025er‑Ausgabe erreicht der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien 38,9 %.
Ergänzend veröffentlicht FidAR länderspezifische Studien, darunter
Zudem erscheinen zwei Praxisleitfäden zur Umsetzung der Führungspositionengesetze in privaten und öffentlichen Unternehmen.
FidAR ist Mitglied des zivilgesellschaftlichen Bündnisses Berliner Erklärung, in dem 22 Frauenverbände gemeinsam gleichstellungspolitische Ziele vertreten.