Final Destination

Film
Titel Final Destination
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 94 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie James Wong
Drehbuch
Produktion
Musik Shirley Walker
Kamera Robert McLachlan
Schnitt James Coblentz
Besetzung
→ Synchronisation →
Chronologie

Final Destination ist ein US-amerikanischer Horrorfilm des Regisseurs James Wong aus dem Jahr 2000. Der finanziell sehr erfolgreiche Film begründete ein Medien-Franchise, das fünf Fortsetzungen sowie eine Reihe von Romanen und Comics umfasst.

Der Film handelt, wie auch seine Sequels, von einer Gruppe junger Menschen, die versucht, ihr Schicksal zu überlisten und dem Tod zu entgehen. Nachdem die Gruppe durch eine Zukunftsvision einem tödlichen Unglück entkommen kann, scheint sich der Tod nacheinander alle ihm zugedachten Opfer zu holen.

Handlung

Alex und seine Schulklasse sollen eine Klassenfahrt nach Paris machen. Als er kurz vor dem Start im Flugzeug sitzt, überkommt ihn eine Zukunftsvision: Er sieht lebhaft, wie das Flugzeug explodiert und alle Passagiere umkommen. Panisch wacht er auf und versucht, seine Mitschüler zum Aussteigen zu bewegen, woraufhin er vom Flugzeugpersonal des Flugzeuges verwiesen wird. Eine Lehrerin und einige wenige Schüler verlassen mit ihm das Flugzeug und wollen im nächsten Flug nachkommen. Im Flughafengebäude versuchen sie zu ergründen, was die genaue Ursache von Alex’ Panikattacke war, als das startende Flugzeug tatsächlich kurz nach dem Abheben in der Luft explodiert.

Nach einiger Zeit sterben einige der Überlebenden des Fluges 180 auf grausame Weise. Da Alex dabei stets in der Nähe ist, gerät er zunehmend unter Verdacht. Alex ahnt schließlich die Zusammenhänge: Der Tod selbst steckt hinter den mysteriösen und skurrilen Todesfällen. Ihr Sterben war vorbestimmt, und Alex hat dies durch seine Vision verhindert. Er ist sich sicher, dass der Tod sie nun nacheinander doch noch holen will. Er versucht, dies zu verhindern, indem er die anderen warnt, macht sich jedoch noch verdächtiger und steht bald im Zentrum einer Ermittlung des FBI.

Als die Ursachen des Flugzeugabsturzes ans Licht kommen, erkennt Alex die Reihenfolge, in der alle Passagiere umgekommen wären. Bald sind nur noch Alex, Clear und Carter am Leben. Als Clear ihrem Tod entkommen kann, glauben die drei, damit den Plan des Todes zunichtegemacht zu haben.

Sechs Monate später machen die drei Urlaub in Paris. Alex stellt dort die Theorie auf, dass die Reihenfolge doch anders gewesen sein könnte und sie dem Tod so doch nicht entkommen seien. Kurz darauf stürzt ein Werbeschild auf sie herunter. Carter kann Alex in letzter Sekunde retten, wird allerdings von dem Schild erschlagen, als es zurückschwingt. Kurz vor dem Aufprall endet der Film.

Ausstrahlung und Synchronisation

Am 20. März 2004 erfolgte die deutsche Erstausstrahlung auf ProSieben mit insgesamt 3,12 Millionen Zuschauern. Die deutsche Synchronisation übernahm die Film- & Fernseh-Synchron GmbH in München. Dialogbuch und -regie stammen von Peter Stein.

Darsteller Rolle Synchronsprecher
Devon Sawa Alex Browning Alexander Brem
Ali Larter Clear Rivers Karoline Guthke
Kerr Smith Carter Horton Johannes Raspe
Amanda Detmer Terry Chaney Anna Carlsson
Tony Todd William Bludworth Oliver Stritzel
Kristen Cloke Ms. Valerie Lewton Kathrin Simon
Seann William Scott Billy Hitchcock Hubertus von Lerchenfeld
Brendan Fehr George Waggner Jakob Riedl
Chad E. Donella Tod Waggner Dirk Meyer
Daniel Roebuck Agent Weine Michael Schwarzmaier
Roger Guenveur Smith Agent Schreck Gudo Hoegel

Hintergrund

Kritiken

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 36 %
Metacritic (Metascore) 39/100

Die Filmkritiken würdigen den hohen Unterhaltungswert dieses Erstlingswerks der Reihe, dessen Erfolg zugleich ihre Vielzahl an Fortsetzungen erklärt.

“They haven’t made a great or distinguished film, but working within a tired genre with a talented cast, they’ve brought unusual substance and impact to the DTM.”

„Zwar haben sie [die Produzenten] keinen großen oder bedeutenden Film geschaffen, aber indem sie innerhalb eines ausgelaugten Genres mit einer talentierten Besetzung arbeiten, haben sie dem ‚Toter-Teenager-Film‘ ('Dead-Teenager-Movie') ungewöhnlich viel Substanz und Wirkung verliehen.“

– Roger Ebert: Chicago Sun-Times

„Regie-Debütant James Wong, der bisher als Drehbuchautor für einige ‚Akte X‘-Folgen auftrat, legt mit ‚Final Destination‘ ein einfallsreiches Genre-Werk vor. Wong zeigt harte Schockelemente, die den Namen wirklich verdienen. Die Spannung bleibt auf einem konstant hohen Niveau. Recht makaber und für Zartbesaitete nicht zu empfehlen sind die skurrilen Todesarten. Der schwarze Humor kommt dabei auch nicht zu kurz.“

– Carsten Baumgardt: Filmstarts.de

„‚Final Destination‘ ist gut durchdacht, zuweilen zu sehr konstruiert und mit für ein Erstlingswerk ungewöhnlicher Souveränität in Szene gesetzt.“

– Cineclub.de

Auszeichnungen

Final Destination wurde 2001 mit einem Saturn Award als bester Horrorfilm ausgezeichnet. Devon Sawa erhielt zudem den Preis für die beste Leistung eines Jungschauspielers. Ali Larter erhielt den Young Hollywood Award in der Kategorie Breakthrough Performance.

Fortsetzungen

Dem Film folgten bisher fünf Fortsetzungen:

Die erste Fortsetzung, Final Destination 2, wurde unter der Regie von David R. Ellis produziert und lief am 31. Januar 2003 in den US-Kinos und am 6. März 2003 in den deutschen Kinos an. Ali Larter und Tony Todd kehrten in ihre Rollen für den Film zurück.

Die zweite Fortsetzung, Final Destination 3, lief am 10. Februar 2006 in den USA und am 13. April in Deutschland in den Kinos an. Dieser dritte Teil wurde vom Regisseur des ersten Teils, James Wong, produziert. Die einzige Person, die in allen drei Teilen mitgespielt hat, ist Tony Todd, den man allerdings diesmal nur als Originalstimme des Teufels hören kann.

Am 3. September 2009 wurde Final Destination 4 veröffentlicht. Wie auch schon im zweiten Teil führte David R. Ellis Regie. Dieser Teil wurde – wie es eigentlich bei Teil 3 schon hätte geschehen sollen – in 3D produziert.

Final Destination 5 erschien am 25. August 2011 in den deutschen Kinos. Am Ende dieses Films wird durch den Einsatz von Ausschnitten aus dem ersten Teil deutlich, dass es sich hier nicht um eine Fortsetzung, sondern ein Prequel desselben handelt. Dies wiederum zeigt auf, dass die Vorfälle des fünften Teils die Ursprünge der übrigen Teile sind, was die bereits in fast allen Teilen auffälligen Zusammenhänge erklärt. Anders ausgedrückt: Durch die Vorfälle im fünften Teil wird eine Kette ausgelöst, die die Vorfälle von Teil eins bis vier erzeugt und teilweise nahtlos ineinander übergehen lässt (z. B. Teil fünf zu Teil eins).

Der sechste Teil der Reihe, Final Destination 6: Bloodlines, erschien am 15. Mai 2025.

Einzelnachweise

  1. ↑ Freigabebescheinigung für Final Destination. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 85590/V; abgerufen am 17. April 2026).
  2. ↑ Alterskennzeichnung für Final Destination. Jugendmedien­kommission.
  3. ↑ Fandom.com: Final Destination Franchise
  4. ↑ FictionDB: The Final Destination Book Series
  5. ↑ ProSieben: „Independence Day“ und „Final Destination“ mit viel „Speed“ in den Quoten-Himmel! In: presseportal.de. 22. März 2004, abgerufen am 29. Mai 2022.
  6. 1 2 Final Destination. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 7. August 2019.
  7. ↑ Final Destination. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 2. August 2024 (englisch, aggregiert aus 97 Kritiken).
  8. ↑ Final Destination. In: Metacritic. Abgerufen am 14. Juli 2025 (englisch, aggregiert aus 28 Kritiken).
  9. ↑ Roger Ebert: Filmkritik von Final Destination. In: Chicago Sun-Times. 17. März 2000, abgerufen am 28. April 2019 (englisch).
  10. ↑ Carsten Baumgardt: Filmkritik von Final Destination. In: Filmstarts.de. Abgerufen am 28. April 2019.
  11. ↑ Filmkritik von Final Destination. In: Cineclub.de. Abgerufen am 28. April 2019.
  12. ↑ Final Destination 4 Trivia. In: Internet Movie Database (IMDb). Abgerufen am 28. April 2019.
  13. ↑ Final Destination: Bloodlines. Inzide Media, New Line Cinema, Practical Pictures, abgerufen am 30. März 2025.