Firdji (auch: Firji) ist ein Dorf in der Landgemeinde Dan-Issa in Niger.
Geographie
Das von einem traditionellen Ortsvorsteher (chef traditionnel) geleitete Dorf liegt an der Staatsgrenze zu Nigeria. Es befindet sich rund sieben Kilometer südlich des Hauptorts Dan-Issa der gleichnamigen Landgemeinde, die zum Departement Madarounfa in der Region Maradi gehört. Eine Siedlung in der näheren Umgebung von Firdji ist Farou im Westen.
Firdji ist Teil der Übergangszone zwischen Sahel und Sudan. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt hier zwischen 500 und 600mm.
Geschichte
Im Jahr 2001 waren 35 Prozent der Prostituierten in Firdji HIV-infiziert. Die Infektionsrate lag unter jener in der Bergwerkssiedlung Komabangou (50 Prozent), aber über jener in den Großstädten Niamey, Tahoua und Zinder (25 Prozent). Die erste HIV-Infektion in Niger war 1987 registriert worden.
Laut einer Erhebung vom September 2022 lebten in Firdji 266 interne Vertriebene aus 38 Haushalten. Mutmaßliche Mitglieder einer nichtstaatlichen bewaffneten Gruppe griffen am 17. Oktober 2024 das Dorf an. Sie töteten zwei Menschen, verletzten zwei weitere und raubten zahlreiche Wertgegenstände.
Bevölkerung
Bei der Volkszählung 2012 hatte Firdji 1670 Einwohner, die in 269 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 1083 in 166 Haushalten.
Die Bevölkerungsdichte in diesem Gebiet ist für nigrische Verhältnisse hoch.
Wirtschaft und Infrastruktur
Das Gebiet der Ebenen im südlichen Teil der Region Maradi, in dem Firdji liegt, ist von einer anhaltenden Degradation der ackerbaulichen Flächen gekennzeichnet, die mit der hohen Bevölkerungsdichte in Zusammenhang steht. Es gibt eine Schule im Dorf. Von Firdji führt die einen Kilometer lange Route436, eine einfache Piste, zur Nationalstraße 9 im Nachbardorf Farou.
123Damien Hauswirth, Hassane Yayé, Abdoulaye Sambo Soumaila, Badamassi Djariri, Issaka Lona, Malam Boukar Abba:Appui à la formulation concertée de la SPN2A pour la République du Niger. Identification et évaluation des options d’agriculture intelligente face au climat prioritaires pour l’adaptation face aux changements climatiques au Niger. Volume 2: Annexes. Ministère de l’Environnement, de la Salubrité Urbaine et du Développement Durable / Ministère de l’Agriculture et de l’Elevage / Conseil National de l’Environnement pour un Développement Durable / Haut-Commissariat à l’Initiative 3N / AFD / Facilité Adapt’Action / Baastel – BRL – ONFI, Niamey / Brüssel 2020, S.7und45 (spn2a.org[PDF; abgerufen am 18.Oktober 2024]).
↑Z. Tohon, A. Garba, A. Amadou Hamidou, F. Sidikou, M. L. Ibrahim, A. Elhadj Mahamane, A. Bohari, J. P. Louboutin-Croc:Enquête comportementale et de séroprévalence du VIH chez les professionnelles du sexe de Dirkou, Niger, en 2002. In: Bulletin de la Société de pathologie exotique. Nr.99, 2006, S.50 (pathexo.societe-mtsi.fr[PDF; abgerufen am 6.Dezember 2024]).