| Fire Point | |
|---|---|
| Rechtsform | Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach ukrainischem Recht (TOW) |
| Gründung | Oktober/November 2022 |
| Sitz | Kiew, Ukraine |
| Leitung | Iryna Terekh (CEO und CTO) |
| Mitarbeiterzahl | rund 7000 (August 2026) |
| Umsatz | nach Unternehmensangaben rund 1 Mrd. US-Dollar (2025) |
| Branche | Rüstungsindustrie |
| Website | firepoint.technology |


Fire Point ist ein ukrainisches Rüstungsunternehmen. Das Unternehmen stellt unbemannte Luftfahrzeuge und Marschflugkörper her.
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 formierten sich Freiwillige, um dem ukrainischen Militär zu helfen. Aus manchen dieser Bemühungen entstanden innovative Start-ups, unter anderem Fire Point.
Fire Point wurde im Oktober/November 2022 von Denys Schtiljerman (Штілерман Денис Леонідович, Denis Schtylerman, Shtilerman Denis Leonidovich) und Jehor Skalyha gegründet. Skalyha hat ein Unternehmen für Location Scouting. Nach eigenen Angaben nutze er Drohnen für Filmaufnahmen. Seit Beginn des Russisch-Ukrainischen Krieges in 2014 hat er als Freiwilliger Drohnen für die ukrainische Aufklärung beschafft. Seit dem Überfall im Februar 2022 verstärkten Skalyha und Schtiljerman ihr Engagement in der Drohnenbeschaffung. Da kommerzielle Drohnen teuer sind, planten sie diese selbst kostengünstiger herzustellen. Im Januar 2023 wurde Skalyha als Eigentümer von Fire Point registriert. Geschäftsführerin ist die als Architektin ausgebildete Iryna Terekh.
Fire Point erlebte ein rasantes Wachstum. 2023 beschäftigte das Unternehmen nur 18 Mitarbeiter, im September 2025 bereits 2200. Die Drohnen werden in etwa 30 geheim gehaltenen Standorten auf insgesamt 175.000 m² entwickelt und produziert. Das Unternehmen stellt Feststofftreibstoffe, Triebwerke, Navigationssysteme, Verbundwerkstoffe und andere Komponenten selbst her. 2025 war es mit 1 Milliarde US-Dollar Auftragsvolumen, etwa 10 % des Gesamtbudgets der ukrainischen Rüstungsaufträge, eines der größten Rüstungsunternehmen der Ukraine. Die Drohnen von Fire Point sollen für etwa 60 % der Langstreckenangriffe auf Russland verwendet werden.
Das schnelle Wachstum des Unternehmens warf Fragen auf. Laut den Aussagen der Eigentümer ist Fire Point vollständig eigenfinanziert. Im August 2025 untersuchte das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine mögliche Verbindungen zum Geschäftsmann Timur Minditsch. Minditsch war Miteigentümer von Studio Kwartal 95 und ist wegen Korruption gesucht. Da Fire Point von Personen aus dem Umfeld der Filmwirtschaft gegründet wurde, lag ein Korruptionsverdacht nahe. Laut Aussagen von Fire Point wollte zwar Minditsch Anteile an dem Unternehmen erwerben, aber die Eigentümer wiesen das Angebot ab.
Dem Unternehmen wird auch vorgeworfen, überzogenen Preise für die Drohnen zu verlangen. Um Transparenz und die Einhaltung von Unternehmensstandards zu bezeugen, berief Fire Point im November 2025 Mike Pompeo in den neu gegründeten Aufsichtsrat.
Dänemark gab am 3. September 2025 eine Vereinbarung mit Fire Point bekannt, wonach dieser eine Produktionsstätte in Dänemark errichten wird. Im Dezember 2025 erfolgte der Spatenstich in Vojens. Der deutsche Rüstungskonzern Hensoldt gab 2026 an, mit Fire Point zu kooperieren.

Ballistische Raketen wurden im September 2025 vorgestellt
