Fisetin kommt im Perückenstrauch (auch Fisetholz, daher der Name) vor; von dessen lateinischem Namen Cotinus coggygria bzw. Rhus cotinus leitet sich die alternative Bezeichnung Cotinin ab. Lebensmittel, die Fisetin enthalten, sind beispielsweise Äpfel, Kakis, Trauben, Gurken, Erdbeeren und Zwiebeln.
Fisetin ist schwach giftig und soll eine mutagene Wirkung besitzen. Es vermindert außerdem die Toxizität von Aflatoxinen.
Eine Studie von P. Maher et al. zeigt, dass Fisetin auch das Langzeitgedächtnis fördert.
Yousefzadeh et al. haben eine senolytische Wirkung von Fisetin sowohl in Zellkulturen als auch in Mäusen nachgewiesen. Bei den untersuchten Mäusen führte die orale Verabreichung von Fisetin zu einer Verzögerung von Krankheitssymptomen und zu einer verlängerten Lebensspanne (im Median und auch maximal). Über die senolytische Wirkung von Fisetin in Zellkulturen hatten zuvor auch bereits Zhu und Doornebaal et al. berichtet.
↑N. Khan, D.N. Syed u.a.:Fisetin: A Dietary Antioxidant for Health Promotion. In: Antioxid Redox Signal. Band19, Nr.2, 2013, S.151–162, doi:10.1089/ars.2012.4901, PMC3689181(freier Volltext).
↑V.M. Adhami u.a.:Dietary flavonoid fisetin: A novel dual inhibitor of PI3K/Akt and mTOR for prostate cancer management. In: Biochem Pharmacol.Band84, Nr.10, 2012, doi:10.1016/j.bcp.2012.07.012, PMC3813433(freier Volltext).
↑MJ Yousefzadeh u.a.:Fisetin is a senotherapeutic that extends health and lifespan. In: EBioMedicine. Nr.36, 2018, S.18–28, doi:10.1016/j.ebiom.2018.09.015, PMC6197652(freier Volltext).
↑Y. Zhu, EJ Doornebal u.a.:New agents that target senescent cells: the flavone, fisetin, and the BCL-XL inhibitors, A1331852 and A1155463. In: Aging (Albany NY). Band9, Nr.3, 2017, S.955–963, doi:10.18632/aging.101202, PMC5391241(freier Volltext).