| Flavobacterium | ||||||||||||
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Durch Hunger verursachte Verringerung der Zellgröße & Morphologie des Grundwasserisolats Flavobacterium-like sp. hainich_200 [Flavobacterium sp. strain isolate200]: Vollmediumkultur (oben), Hunger-Kultur (unten). TEM-Aufnahmen, Maßstab: 500 nm, Hainich Critical Zone Exploratory (CZE) AquaDiva, verkarsteter Hauptgrundwasserleiter HTL. | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Flavobacterium | ||||||||||||
| Bergey et al. 1923 (Approved Lists 1980) |


Flavobacterium ist eine Gattung von Bakterien. Sie ist die Typusgattung der Familie Flavobacteriaceae.
Die Bakterien-Gattung Flavobacterium umfasst gramnegative, aerob-mikroaerophile Stäbchen von 4–8 μm Länge. Sie enthält einige fischpathogene Arten, die früher den Gattungen Cytophaga und Flexibacter zugerechnet wurden. Die Kolonien sind gelb bis rotorange pigmentiert, daher der Name (lateinisch flavus ‚gelb‘). Flagellen (Geißeln) sind nicht vorhanden. Allerdings können sich einige Arten "gleitend" fortbewegen (gliding motility). Ihr Indol-Test ist normalerweise positiv. Viele Arten der Gattung Flavobacterium weisen einen hohen bis überwiegenden Anteil an verzweigten Fettsäureketten in ihren Membranlipiden auf. Flavobacterium kann Sphaeroplasten bilden. Hierbei verliert es einen Großteil der Mureinschicht der Zellwand, bleibt aber lebensfähig.
Alle Arten von Flavobacterium sind chemoorganoheterotroph. Die Mehrheit ist strikt aerob und der Stoffwechselweg ist die Atmung. Einige Arten, wie Flavobacterium hydatis, F. johnsoniae und F. succinicans, können auch anaerob, also unter Sauerstoffausschluss, wachsen.
Viele Arten können zusätzlich zur Atmung auch Nitrat zu Nitrit reduzieren, z. B. F. johnsoniae und F. columnare. F. denitrificans reduziert Nitrat komplett zu molekularem Stickstoff (N2). Es wurde aus einem Darm eines Regenwurms isoliert. Neben N2 wird hierbei auch Distickstoffmonoxid (Lachgas, N2O), ein Treibhausgas freigesetzt.
Viele Arten sind proteolytisch und zersetzen Proteine. Sie können somit Verfärbungen und Fäulnis bei verschiedenen Lebensmitteln hervorrufen. Hierzu zählen z. B. Eier, Milch, Geflügel und Fische.
Es folgt eine Auswahl von Arten gemäß LPSN (Stand 312. Oktober 2026):
Flavobacerium Bergey et al. 1923 (Approved Lists 1980)