Flexible Algebra

Eine flexible Algebra ist eine nicht-assoziative Algebra über einem Körper (-Algebra), für deren Multiplikation das Flexibilitätsgesetz gilt.

Beispiele

Flexibilitätsgesetz

Unter dem Flexibilitätsgesetz versteht man in der Mathematik die folgende Regel für eine Verknüpfung

.

Das Flexibilitätsgesetz wird automatisch von kommutativen oder assoziativen Verknüpfungen erfüllt:

Das Flexibilitätsgesetz wird dann bedeutsam, wenn eine Verknüpfung nicht mehr assoziativ und nicht mehr kommutativ ist und so noch ein „Um-Klammern“ in bescheidenem Rahmen erlaubt.

Alternative Verknüpfungen erfüllen das Flexibilitätsgesetz in der Regel nicht, siehe Gegenbeispiel unten.

Beispiele

Es gilt aufgrund ihrer Antisymmetrie und ihrer Linearität:
.

Flexible Magmen

Ein Magma, für deren Verknüpfung das Flexibilitätsgesetz gilt, nennt man auch ein flexibles Magma.

Beispiele

0 1
0 10
1 00
  • nicht alternativ wegen
  • flexibel wegen
0 1 2
0 002
1 002
2 012
  • nicht flexibel wegen
  • linksalternativ wegen
  • rechtsalternativ wegen
  • Es gibt kein alternatives Magma mit weniger als 3 Elementen, das nicht flexibel ist.
0 1 2
0 002
1 011
2 012
  • nicht assoziativ wegen
  • flexibel wegen (ohne Verknüpfungssymbol)
  • linksalternativ wegen (ohne Verknüpfungssymbol)
  • rechtsalternativ wegen (ohne Verknüfungssymbol)
  • Es gibt kein alternatives und flexibles Magma mit weniger als 3 Elementen, das nicht assoziativ ist.

Siehe auch