Fliesteden

Fliesteden
Stadt Bergheim
Koordinaten: 51° 0′ N, 6° 44′ OKoordinaten: 50° 59′ 35″ N, 6° 44′ 25″ O
Höhe: 85 m ü. NN
Einwohner: 2077 (30. Juni 2024)
Postleitzahl: 50129
Vorwahl: 02238
Kirche St. Simeon im Ortskern von Fliesteden
Kirche St. Simeon im Ortskern von Fliesteden

Fliesteden ist ein Stadtteil der Stadt Bergheim im nordrhein-westfälischen Rhein-Erft-Kreis.

Geschichte

Fliesteden wurde 1134 als „Vlysteiden“ erstmals in einer Urkunde erwähnt, was so viel wie „Siedlung an einem Gewässer“ heißt.

Fliesteden war eine freie Herrschaft, deren landesherrliche Zugehörigkeit zwischen dem Herzogtum Jülich und dem Kurfürstentum Köln umstritten war, aber von beiden nicht durchgesetzt werden konnte. Der Graf von Reifferscheid-Bedburg war Hauptinhaber der Herrschaft; neben ihm waren die Besitzer der Oberen und der Unteren Burg bis zum Aussterben der Linie die Raitz von Frentz zu Fliesteden (zuletzt der Graf von Belderbusch und ein Herr von Grass) Mitherren. Im Jahre 1715 ließ der Kölner Kurfürst Joseph Clemens die Herrschaft militärisch besetzen und den Herrn von Grass in Brühl einsperren.

Baudenkmäler

Oberburg
Jüdischer Friedhof

Verkehr

Die VRS-Buslinie 970 der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft verbindet Fliesteden mit Bergheim und Köln-Bocklemünd. Zusätzlich verkehren einzelne Fahrten der auf die Schülerbeförderung ausgerichteten Linien 923 und 972.

Linie Verlauf
923 Stadtverkehr Bergheim
970 Bocklemünd (Stadtbahn) – Pulheim – Stommeln – Fliesteden – Büsdorf – Niederaußem – Oberaußem – Bergheim Bf (/ Quadrath-Ichendorf Bf)
972 Schülerverkehr: (Weiden West –) Abtei Brauweiler – Fliesteden – Glessen – Büsdorf – Niederaußem – Oberaußem – Quadrath-Ichendorf – Kenten – Bergheim Bf

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Fliesteden – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Einwohnerstatistik der Kreisstadt Bergheim zum Stand 30.06.2024. In: bergheim.de. Kreisstadt Bergheim, abgerufen am 17. September 2024.
  2. ↑ Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 101.
  3. ↑ Bernd Imgrund, Nina Osmers: 111 Orte im Kölner Umland, die man gesehen haben muss, Verlag Emons, Köln, 2010, ISBN 978-3-89705-777-7, Ort 5