Florian Cosandey (* 16. Juni 1897 in Sainte-Croix; † 28. November 1982 in Lausanne) war ein Schweizer Botaniker und Hochschullehrer.
Sein offizielles botanische Autorenkürzel lautet Cosandey.
Florian Cosandey machte zunächst an der École polytechnique fédérale de Lausanne eine Ausbildung zum Ingenieur, die er 1921 mit dem Diplom abschloss, und studierte danach an der Universität Lausanne Naturwissenschaften. Während er als Mittelschullehrer in Sainte-Croix arbeitete, promovierte er 1933 mit einer Arbeit über mikroskopische Algen im Jura. Er setzte sein botanisches Studium in Innsbruck, Lüttich und Paris fort. 1936 wurde er als Nachfolger von Ernest Wilczek zum Direktor des Instituts für Botanik an der Universität Lausanne berufen. Für den Unterricht schuf er eine Serie grossformatiger botanischer Schaubilder. Von 1940 bis 1944 war er Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften und von 1948 bis 1950 Rektor der Universität Lausanne.
Cosandey erforschte unter anderem die Hydrobiologie einiger Westschweizer Seen so wie des Lac de Bret südöstlich von Lausanne und die Biologie von Moorgebieten.
Er förderte die Entwicklung des Alpengartens von Bex und beteiligte sich an der Gründung des Bergpflanzengartens La Dryade in Sainte-Croix im Waadtländer Jura. Unter seiner Leitung konnte der Botanische Garten von Lausanne 1946 den neuen Standort beim Stadtpark Parc de Mian einrichten. Dazu arbeitete Florian Cosandey mit dem Architekten Alphonse Laverrière und dem Landschaftsgärtner Charles Lardet zusammen.
Florian Cosandey war von 1939 bis 1940 Präsident der Société Vaudoise des Sciences Naturelles.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Cosandey, Florian |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Botaniker |
| GEBURTSDATUM | 16. Juni 1897 |
| GEBURTSORT | Sainte-Croix |
| STERBEDATUM | 28. November 1982 |
| STERBEORT | Lausanne |