Florian Kraus (* 26. Februar 1977 in Passau) ist ein deutscher Chemiker und Hochschullehrer an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Kraus besuchte das Johannes-Gutenberg-Gymnasium in Waldkirchen, studierte zwischen 1998 und 2003 an der Universität Regensburg und der University of California, San Diego und promovierte 2005 bei Nikolaus Korber und Barbara Albert zum Dr. rer. nat. über Polyphosphide und Hydroclosoborate. Die Habilitation für das Fach Anorganische Chemie erlangte er 2011 an der Technischen Universität München unter dem Mentorat von Thomas Fässler, Wolfgang Schnick und Bernhard Rieger.
2014 wechselte er als Heisenberg-Professor auf den Lehrstuhl für Anorganische Chemie mit Ausrichtung Fluorchemie an die Philipps-Universität Marburg. Im März 2026 folgte er einem Ruf an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo er sich weiterhin der Anorganischen Chemie und der Fluorchemie widmet.
Kraus befasst sich mit der Grundlagenforschung in der anorganischen Festkörperchemie, insbesondere mit der Strukturchemie von Nichtmetall- und Metallfluoriden, zum Beispiel denen des Berylliums und des Urans. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Entdeckung neuer Fluoride und die Untersuchung ihrer Reaktionen in nichtwässrigen Lösungsmitteln wie Fluorwasserstoff, Ammoniak, Cyanwasserstoff, Schwefeldioxid und den Halogenfluoriden wie beispielsweise Chlortrifluorid oder Bromtrifluorid.
Gemeinsam mit Jörn Schmedt auf der Günne gelang es erstmals eindeutig nachzuweisen, dass elementares Fluor auf der Erde, eingeschlossen in Stinkspat oder Villiaumit, vorkommt.
| Personendaten | |
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| NAME | Kraus, Florian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Chemiker und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 26. Februar 1977 |
| GEBURTSORT | Passau |