Flughafen Bremen

Flughafen Bremen
Luftaufnahme des Flughafens
Flughafen Bremen (Bremen)
Flughafen Bremen (Bremen)
Flughafen Bremen
Lokalisierung von Bremen in Deutschland
Kenndaten
ICAO-Code EDDW
IATA-Code BRE
Flugplatztyp Verkehrsflughafen
Koordinaten 53° 2′ 51″ N, 8° 47′ 12″ OKoordinaten: 53° 2′ 51″ N, 8° 47′ 12″ O
Höhe über MSL 4 m (14 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 3,5 km südlich von Bremen
Straße A281 B6
Nahverkehr Straßenbahnlinie 6; Buslinie 52,
Basisdaten
Eröffnung 1913
Betreiber Flughafen Bremen GmbH
Fläche 314 ha
Terminals 2
Passagiere 1.992.727 (2025)
Luftfracht 329 t (2025)
Flug-
bewegungen
29.881 (2025)
Beschäftigte 455
Start- und Landebahnen
08/26 2040 m × 45 m Asphalt
23 700 m × 23 m Asphalt
Webseite
bremen-airport.com



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Der Flughafen Bremen (Eigenbezeichnung seit 2017 Bremen Airport Hans Koschnick, (IATA-Code: BRE, ICAO-Code: EDDW)) ist der internationale Verkehrsflughafen der Freien Hansestadt Bremen. Er befindet sich in der Bremer Neustadt an der Flughafenallee (mit einem kleinen Teil der Landebahn auf dem Gebiet der Gemeinde Stuhr). In Deutschland lag der Flughafen 2025 nach Anzahl der Passagiere auf Platz 16.

Betreibergesellschaft ist die Flughafen Bremen GmbH. Deren alleiniger Gesellschafter ist die Freie Hansestadt Bremen.

Geschichte

Altes Logo

Beginn

Erste Flugzeuge auf dem Neuenlander Feld um 1910

Im Jahr 1909 gründete sich der noch heute existierende und am Flughafen Bremen aktive Bremer Verein für Luft(schiff)fahrt. Er versuchte von Beginn an, in Bremen einen Luftschiffhafen zu bauen. Der Senat der Hansestadt unterstützte dieses Vorhaben und beauftragte den Norddeutschen Lloyd und den Bremer Verein für Luftfahrt, die Planung eines Luftschiffhafens auf dem Bremer Werder zu übernehmen. Im Mai 1910 wurde ein Antrag des Ingenieurs Walter Schudeisky dem Senator Clemens Carl Buff zum Bau vorgelegt; Schudeisky wollte auf dem Exerzierplatz Neuenlander Feld Flugversuche durchführen. Sowohl der Senat als auch das Garnisonskommando stimmten zu, und so wurden im Sommer 1910 drei Schuppen zur Unterbringung des Fluggerätes gebaut. Von Beginn an gab es Beschwerden von Anliegern über den Fluglärm und vereinzelte Bruchlandungen in den Äckern der Bauern. Dies führte zu einem kurzzeitigen Flugverbot. Bereits 1912 begann der inzwischen umbenannte Bremer Verein für Luftfahrt Rundflüge anzubieten und erhielt am 16. Mai 1913 die Genehmigung, einen Flugstützpunkt auf dem Neuenlander Feld einzurichten. Der Flughafen hatte hier eine Größe von fast einem halben Quadratkilometer. Während des Ersten Weltkrieges gab es auf dem Flughafen keine Flüge. Nach Kriegsende beschloss der Bremer Senat 1919 die Errichtung eines Flughafens.

Kommerzieller Flugbetrieb

Am 18. Juli 1920 führte die niederländische KLM den ersten internationalen Flug über Bremen durch. Am 15. September 1921 entstand die Bremer Flughafenbetriebsgesellschaft, deren 75.000 Mark Stammkapital und 25.000 Mark Betriebskapital nicht von der Stadt Bremen kamen, sondern von Bremer Persönlichkeiten und ortsansässigen Firmen, wie beispielsweise A.G. Weser, Norddeutscher Lloyd, Bremer Bank, Deutsche Bank, Kaiserbrauerei Beck & Co. und dem Bremer Verein für Luftfahrt. Später schloss der Senat der Freien Hansestadt Bremen einen Betriebsüberlassungsvertrag ab und steuerte weitere 1,2 Millionen Reichsmark bei. Somit war es möglich, dass die Lloyd Luftfahrtdienst GmbH, eine Tochter des Norddeutschen Lloyd, bereits 1920 Flüge von Bremen nach Berlin, Dortmund und Wangerooge anbieten konnte. Eng verknüpft mit dem Flughafen war auch der Flugzeugbau. Noch während des Verbotes des Flugzeugbaus durch den Versailler Vertrag begannen Henrich Focke, sein Bruder Wilhelm und Georg Wulf damit, Flugzeuge im Keller des Focke-Museums zu bauen und ab 1921 auf dem Flughafengelände zu testen. Am 24. Oktober 1923 gründeten beide die „Bremer Flugzeugbau AG“, die spätere „Focke-Wulf-Flugzeugbau AG“.

Ab 1925 entstand auf den Plänen des neuen hauptamtlichen Geschäftsführers des Flughafens, dem ehemaligen Konteradmiral der Kaiserlichen Marine Hans Gygas, die Halle A mit 2400 m². Bis 1933 blieb er Direktor des Flughafens Bremen und wurde durch Cornelius Edzard ersetzt. Im Januar 1934 wurde die Linie 5 der Straßenbahn Bremen zum Flughafen verlängert, im selben Jahr wurde ein neues Flughafenverwaltungsgebäude erbaut.

Auf Grund des immer höheren Gewichtes von Flugzeugen und schnelleren Start- und Landegeschwindigkeiten wurde 1937 ein System von befestigten Start- und Landebahnen errichtet. Insgesamt wurden vier Betonbahnen angelegt, von denen die längste 600 Meter lang und 52 Meter breit war. Die Bahnen kreuzten sich sternförmig und ermöglichten so, den Flugbetrieb bei verschiedenen Windrichtungen aufrechtzuerhalten. Zusammen mit den Rollwegen, der Nachtflugbefeuerung und der Lorenzbake entstand so der damals modernste Flughafen Deutschlands, von der Presse Luftbahnhof Bremen getauft. Außerdem wurde 1937 die Flugzeughalle E auf dem inzwischen fast einem Quadratkilometer großen Gelände fertiggestellt. Der zweigeschossige Zweckbau vereinte Wetterwarte, Verwaltung, Zoll- und Post-Büros mit den Abfertigungsschaltern und einem Restaurant.

Fliegerhorst

Im Jahr 1939 brach der zivile Luftverkehr in Bremen mit Beginn des Zweiten Weltkrieges komplett ein. Die Luftwaffe errichtete ab August 1939 eine Fliegerhorstkommandantur. Der Fliegerhorst Bremen-Neuenlanderfeld, so der damalige Name, war aber nur kurzzeitig mit aktiven fliegenden Verbänden belegt. So lag hier die I./KG 40 (I. Gruppe des Kampfgeschwaders 40) von November 1939 bis April 1940. Von März bis Mai 1940 flog die Aufkl.St. z. b. V. Bremen von hier aus ihre Einsätze und als letztes war die I./JG 27 (I. Gruppe des Jagdgeschwaders 27) hier im Juni/Juli 1940 stationiert. Danach diente der Flughafen als Werksflughafen für die Focke-Wulf-Flugwerft. Er war häufig Ziel von alliierten Bombenangriffen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Der Bremer Flughafen 1946

Bremen wurde nach dem Krieg Teil der amerikanischen Besatzungszone. Die US Army übernahm diesen Flugplatz. Nach Durchführung erster Instandsetzungsarbeiten nutzte sie ihn zusammen mit dem Focke-Wulf-Werksgelände bis März 1948 als Army-Air Force-Base. Hauptsächlich flogen militärische Transportmaschinen Bremen an. Mit Unterstützung durch das US-Militär konnte am 27. Januar 1949 der Verkehrsflughafen Bremen wieder öffnen.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde die Ost-West-Startbahn (heute 08/26) auf 1300 Meter in Richtung Osten verlängert, wenig später noch einmal auf 2034 Meter. Neue funktechnische Anlagen wurden installiert, die selbst bei schlechtem Wetter den Flugbetrieb aufrechterhalten sollten. Dies ermöglichte die Nutzung des Flughafens auch für internationale Ziele.

Innerdeutsch flog die skandinavische SAS einige Strecken pro Woche. Für heimkehrende US-Soldaten wurden von Bremen aus Flüge nach New York angeboten, ebenso stand Rio de Janeiro Anfang der 1950er Jahre auf dem Flugplan. Obwohl die Lufthansa 1955 wieder fliegen durfte, nahm sie Bremen erst am 2. Januar 1957 in ihren Flugplan auf; allerdings errichtete die Lufthansa bereits am 1. Mai 1956 die Verkehrsfliegerschule Bremen am Flughafen. Später zog die Schule in ein neues Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Flughafen um und das alte Gebäude mit direktem Anschluss an das Vorfeld wurde der Flugsicherung überlassen. Heute firmiert die Verkehrsfliegerschule unter dem Namen Lufthansa Flight Training. Von 1965 bis 1974 entstand ein neues Flughafengebäude nach Plänen von Hermann Brede.

Nach dem Unfall beim BEA-Flug 609 auf dem Flughafen München-Riem mussten auf den Flughäfen die Sicherheitsräume hinter den Start- und Landebahnen vergrößert werden. Dies führte dazu, dass in Bremen nur noch 1740 Meter beim Start und 1909 Meter bei der Landung aus Richtung Westen respektive 2034 Meter und 1740 Meter aus Richtung Osten genutzt werden durften. Daraus resultierten immer häufiger kurzfristige Flugstreichungen, da ein sicherer Start auf der verkürzten Strecke nur noch bei optimalen Wetterbedingungen gewährleistet war.

Ausbau

In den 1960er und 1970er Jahren gab es verschiedene Bestrebungen, den Flughafen umzubauen bzw. auszubauen. Wegen der Stadtnähe und der Lärmproblematik definierte der Bremer Senat den Airport 1973 als Flughafen für Kurz- und Mittelstreckenflüge. Durch die Lage der Ochtum im Westen und neue Bebauung im Osten gab es Einschränkungen im Entwicklungspotenzial des Flughafens. Planungen für eine zweite, parallele Landebahn scheiterten an Anwohnerprotesten. Als die Kapazitätsprobleme zunahmen, versuchte Bremen um 1973 erfolglos, die anderen Küstenstädte sowie das Land Niedersachsen von der Notwendigkeit eines Großflughafens zu überzeugen. Stattdessen wurde der Beschluss gefasst, für Baukosten in Höhe von 23 Millionen Mark die Ochtum zu verlegen. Anfang 1982 begann hierfür das Planfeststellungsverfahren, nachdem Bürgermeister Hans Koschnick den Bewohnern des benachbarten Huchting zugestanden hatte, dass die vorhandene Start- und Landebahn nicht verlängert, sondern nur die vorhandene Länge von 2034 Meter durch Verlegung der Ochtum nutzbar gemacht wird. Planungen für eine zweite Piste parallel neben der ersten wurden ebenfalls aufgegeben. Der Bau einer geplanten Autobahn und einer Güterumgehungsbahn in dem Gebiet zwischen Flughafen und Huchting erfolgten nicht. Stattdessen wurde hier der Park links der Weser angelegt.

Mitte der 1970er Jahre starteten ab Bremen auch Urlauberflüge. Im Jahr 1979 wurden die Anlagen des Instrumentenlandesystems (ILS) erweitert. Am 13. Januar 1983 gründeten Bremer Kaufleute den Interessenverband Förderverein Bremer Flughafen. 1987 beantragte der Flugzeughersteller Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB), heute Teil von Airbus, die Verlängerung der Startbahn, um den Transport von Airbus-Tragflächen mit der Super Guppy zu ermöglichen. Im Jahr 1988 nahm Bremens Senat diesen Antrag endgültig an und die Startbahn wurde beidseitig um je 300 auf insgesamt 2634 Meter betonierte Strecke verlängert. Am 25. Januar 1989 wurde ein Vertrag zwischen der Stadt Bremen, der Gemeinde Stuhr und der Betreibergesellschaft des Flughafens abgeschlossen, in dem festgelegt wird, dass die Verlängerungen an beiden Enden der bestehenden Startbahn nur in Ausnahmefällen genutzt werden dürfen. Da immer nur eine der Verlängerungen für einen solchen Start genutzt werden darf, stehen maximal 2340 Meter für einen Start zur Verfügung, für sämtliche Landungen dürfen maximal 2034 Meter genutzt werden. Ein weiterer Gerichtsbeschluss vom März 2004 legt fest, dass ein bestimmter Anwohner darüber informiert werden muss, wenn die Verlängerung der Startbahn genutzt werden soll. Für den Ausbau der Landebahn musste u. a. die Ochtum umgeleitet werden sowie ein dort ansässiger Kanusportverein einen neuen Standort bekommen.

Avro RJ85 der Lufthansa CityLine

Im Jahr 1989 wurden am Flughafen Bremen mehr als eine Million Passagiere abgefertigt und es entstand der Ausbauplan Flughafen 2000. Für umgerechnet 199,4 Millionen Euro wurden nahezu sämtliche bisherigen Anlagen abgerissen und an deren Stelle von 1991 bis 1998 ein neues, dreiteiliges Terminalgebäude nach Plänen von Gert Schulze sowie zwei Parkhäuser und Verwaltungsgebäude errichtet. Die Flughafenfeuerwehr erhielt einen neuen, zentraler gelegenen Standort. Die Verkehrsführung um den Flughafen wurde entsprechend neugestaltet.

In der Nachbarschaft siedelten sich Dienstleistungsunternehmen an, die als Airport-Stadt ein eigenes Gewerbegebiet ausmachen. Der Ausbau der Airport-Stadt wird in mehreren Etappen bedarfsabhängig durchgeführt und ist bis heute noch nicht abgeschlossen.

21. Jahrhundert

Abfertigungsgebäude mit den fünf Fluggastbrücken
Das Gebäude des Area Control Centers Bremen der Deutschen Flugsicherung (DFS) mit dem Flughafentower auf dem Dach
Das Parkhaus am Flughafen Bremen
Startbahn während der Reparaturarbeiten (6. bis 12. August 2012)

Während der Luftfahrtkrise 2001, durch die Terroranschläge am 11. September 2001 noch verstärkt, gingen am Flughafen Bremen erstmals die Passagierzahlen zurück; insbesondere der Charterbereich war betroffen, da die TUI ihre Aktivitäten zunehmend auf Hannover konzentrierte. Im Jahr 2006 sank die Zahl der Flüge mit 40.419 auf den niedrigsten Wert seit 1988, das Passagieraufkommen lag bei 1,7 Millionen Fluggästen.

Im Jahr 2004 baute die Atlas-Air-Service AG aus Ganderkesee das am Bremer Flughafen ansässige Beechcraft-Zentrum HLW in ein Cessna Citation Service Center zur Instandsetzung verschiedener Flugzeuge um. Die Halle befand sich am Vorfeld beim heutigen Terminal 2 (früher Terminal E). 2009 bezog die Firma einen Neubau am Vorfeld.

Als erste Billigfluglinie bot die Fluggesellschaft Germania im Sommer 2004 Flüge ab Bremen an, die ein Jahr später von der dba übernommen und schließlich eingestellt wurden. Ab dem Winterflugplan 2005/2006 nahm die Fluggesellschaft Easy Jet eine tägliche Verbindung nach London-Luton auf. Die Fluggesellschaft Ryanair reihte ab April 2007 den Flughafen Bremen in das Netz ihrer Basen ein und stationierte zunächst zwei, ab September noch eine dritte Maschine vom Typ Boeing 737-800 in der Hansestadt. Außerdem kaufte Ryanair eine ehemalige Frachthalle und baute sie zum „Terminal E“ um. Easy Jet zog sich mit Ende des Sommerflugplans 2007 aus Bremen zurück. Im Jahr 2008 stiegen die Passagierzahlen durch das verstärkte Engagement von Ryanair auf 2.486.337.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) löste 2006 ihre für den ostdeutschen Luftraum zuständige Berliner Bezirkskontrollstelle (ACC) auf. Die nördliche Hälfte ihres Zuständigkeitsbereichs wurde der direkt am Flughafen gelegenen Bremer Bezirkskontrollstelle übertragen. Zu diesem Zweck wurde der Kontrollraum durch einen auf Stelzen stehenden Anbau über dem Vorfeld erweitert. Seitdem wird der Flugverkehr über ganz Norddeutschland im unteren Luftraum (bis Flugfläche 245, entspricht etwa 7.500 Meter Flughöhe) von der Bremer Niederlassung der DFS überwacht. Deren ca. 200 Mitarbeiter betreuen somit das flächenmäßig größte zusammenhängende Luftraumgebiet Deutschlands. Hinzu kommt der Betrieb des auf dem Dach des DFS-Gebäudes liegenden Kontrollturms, von wo aus der Luftverkehr am Flughafen und in dessen Umgebung überwacht wird.

Zwischen 2007 und 2008 kündigte die Fluggesellschaft Air Berlin die Einstellung der drei täglichen Verbindungen von Bremen nach München an. Nur vom Mai bis September 2008 führte sie Flüge nach Berlin-Tegel durch mit Dornier 228 der Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW).

Im Jahr 2009 feierte man auf dem Flughafen 100 Jahre Luftfahrt in Bremen. Höhepunkt der Veranstaltung war die erste Landung eines Airbus A380 in Bremen, des größten Passagierflugzeugs der Welt. Die Veranstaltungen mit den höchsten Besucherzahlen waren am 10. Mai der Großflugtag mit den verschiedensten Groß- und Kleinflugzeugen und am 14. Juni die Landung von etwa 100 Flugzeugen, die am Deutschlandflug des DAeC teilnahmen. Die Veranstaltung wurde von rund 130.000 Besuchern besucht.

Flugtag anlässlich des hundertjährigen Jubiläums 2009

Bremen ist Gründungsort der Fluggesellschaft Bremenfly, die im Sommer 2009 ihren Flugbetrieb aufnahm. Der Erstflug fand im Mai statt, ein Charterflugzeug brachte Fans des Fußballclubs Werder Bremen nach Istanbul. Im regelmäßigen Flugverkehr wurde Bremen von der Gesellschaft jedoch nicht bedient. Im April 2010 wurde der Firmensitz nach Berlin-Schönefeld verlegt, bevor der Flugbetrieb im November 2010 komplett eingestellt wurde.

Im Oktober 2009 nahm Ryanair mit Memmingen ihre erste innerdeutsche Verbindung ab Bremen auf. Diese wurde Ende März 2011 eingestellt. Von Mai 2010 bis Januar 2011 flog Ryanair auch nach Berlin-Schönefeld. Ryanair begründete die Einstellung dieser (und anderer Routen) mit der Einführung der Luftverkehrsabgabe in Deutschland. Die vierte Boeing 737-800, die zum Sommer 2010 in Bremen stationiert worden war, sollte laut Ryanair deswegen abgezogen werden. Tatsächlich sind aber auch weiterhin vier Maschinen der Gesellschaft in Bremen stationiert.

Der Oktober 2010 war mit 283.336 Passagieren der bislang passagierstärkste Monat seit Bestehen des Flughafens. 2010 erzielte der Flughafen mit 2.676.297 Passagieren einen neuen Rekord.

Seit Februar 2012 können in Bremen als erstem deutschen Flughafen satellitengestützte Instrumentenanflüge durchgeführt werden. Das GBAS (Ground Based Augmentation System) genannte System arbeitet mit GPS und mehreren Sendern am Flughafen, deren genaue Position vermessen wurde und anhand deren Daten das Flugzeug die eigene Position genau bestimmen kann.

Im Jahr 2016 wurde der Marketing-Beiname des Flughafens von City Airport Bremen zu Bremen Airport geändert. Seit dem 29. November 2017 trägt der Flughafen offiziell einen Namenszusatz: Bremen Airport Hans Koschnick. Hans Koschnick war Präsident des Senats, Bremer Bürgermeister, Ehrenbürger und Träger der Bremischen Ehrenmedaille in Gold.

Lage und Verkehrsanbindung

Straßenbahnhaltestelle am Flughafen

Lage

Der Flughafen Bremen liegt 3,5 Kilometer südlich der Stadtmitte im Ortsteil Neuenland der Bremer Neustadt. Der äußerste westliche Teil (etwa 600 Meter) samt dem Ende der Start-/Landebahn 26 befindet sich auf dem Gebiet Niedersachsens. Aufgrund seiner Innenstadtnähe wurde er als „City Airport Bremen“ vermarktet.

Der Flughafen ist für Autofahrer über die Autobahnen A 1, A 27, A 281 und die Bundesstraßen B 6 und B 75 zu erreichen.

Öffentlicher Nahverkehr

Straßenbahn

Der Flughafen ist an den öffentlichen Nahverkehr mit der Straßenbahnlinie 6 der BSAG angebunden, die zu den Hauptverkehrszeiten im 6-Minuten-Takt eine Verbindung über den Stadtteil Neustadt in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof weiter Richtung Schwachhausen und Riensberg bis zur Universität bietet. Die Haltestelle befindet sich direkt vor dem Ankunftsbereich von Terminal 1.

Stadtbusse

Des Weiteren verkehrt die Buslinie 52 Mo–Fr im 30-Minuten-Takt vom Roland-Center in Huchting über den Flughafen und die Airbus-Anlagen bis zur Haltestelle Huckelriede. Der Streckenabschnitt zum Stadtteil Kattenturm und teilweise von dort weiter als Linie 29 bis in die Stadtteile Hemelingen, Sebaldsbrück und Neue Vahr-Nord wird seit April 2026 nicht mehr bedient.

S-Bahn

Der Flughafen Bremen ist nicht direkt an das Netz der Regio-S-Bahn Bremen angebunden. Der nächste Haltepunkt ist der Bahnhof Bremen-Neustadt, welcher von der RS3 und RS4 bedient wird.

Flughafenanlagen

Blick von der Besucherterrasse
Abfertigungshalle

Fluggastgebäude

A380 zum 100-jährigen Jubiläum

Das Hauptgebäude des Flughafens Bremen entstand im Rahmen des Ausbauprojekts „Flughafen 2000“ in den 1990er-Jahren nach Plänen des Bremer Architekten Gert Schulze. Das leicht geschwungene Hauptgebäude verfügt über fünf Fluggastbrücken und beherbergt die zentralen Einrichtungen der Passagierabfertigung.

Im Zuge der Umstrukturierung im Jahr 2018 wurde die frühere Aufteilung des Hauptgebäudes in die Bereiche Terminal 1, Terminal 2 und Terminal 3 aufgegeben. Die Sicherheitskontrollen wurden zu einer zentralen Sicherheitskontrolle zusammengeführt. Erst dahinter erfolgt die Verteilung auf die verschiedenen Gatebereiche. Die Gates A01 bis A05 liegen im ehemaligen Bereich der Lufthansa-Abfertigung, während die Gates A06 bis A14 den allgemeinen Gatebereich bilden.

Östlich des Hauptterminals befindet sich ein zweites Fluggastgebäude. Das sogenannten „Economy-Terminal“ beziehungsweise Terminal E. Heute trägt das Gebäude die Bezeichnung Terminal 2. Es dient insbesondere der Abfertigung von Low-Cost-Fluggesellschaften, darunter Ryanair und Wizz Air. Die Gates B01 bis B04 befinden sich in diesem Terminal und sind über einen Übergang mit dem Sicherheits- und Gatebereich des Terminals 1 verbunden.

Terminal 1

Das südlichste, eine Kurve formende Hauptgebäude entstand von 1991 bis 1998 nach Plänen von Gert Schulze. Hier befindet sich das Hauptterminal mit fünf Fluggastbrücken. Das Terminal ist in drei Teilbereiche aufgeteilt, diese wurden bis 2018 als Terminal 1 (Allgemeine Abflüge), Terminal 2 (Ankünfte) und Terminal 3 (Abflüge der Lufthansa-Gruppe) bezeichnet. Für die Fluggesellschaft Ryanair wurde ein ehemaliger Wartungshangar unmittelbar östlich des Hauptterminal zum „Economy-Terminal“ Terminal E umgerüstet.

Nach dem Umbau 2018 wurden die Bezeichnungen angepasst, nun firmiert das gesamte Hauptgebäude als Terminal 1, hier befindet sich seither die zentrale Sicherheitskontrolle für ausnahmslos alle abgehenden Flüge. Erst dahinter erfolgt die Feinverteilung: Lufthansa: Gates A01-A05, (ehem. Terminal 3) allgemeine Gates A06-A14 (ehem. Terminal 1).

Terminal 2

Fluggäste von Ryanair und Wizzair (Gates B01-B04) gelangen über einen Korridor in das ehemalige Terminal E, welches nun als Terminal 2 bezeichnet wird. Ankommende Economy-Fluggäste kommen in Terminal 2 an, alle anderen in Terminal 1.

General Aviation Terminal (GAT)

Darüber hinaus gab es das etwas abseits in der Hannah-Kunath-Straße gelegene General Aviation Terminal (GAT) für die Allgemeine Luftfahrt. Wegen einer Verschärfung der Sicherheitsbestimmungen müssen seit 2008 auch alle Piloten und Fluggäste der allgemeinen Luftfahrt die zentrale Sicherheitskontrolle passieren, weshalb das dadurch überflüssig gewordene GAT dem ansässigen Bremer Verein für Luftfahrt für Vereinszwecke überlassen wurde.

Im Dezember 2023 beantragte der Flughafen Bremen die Einrichtung eines neuen GAT mit eigener Sicherheitskontrollstelle unmittelbar östlich des Terminal 2. Zwischen Terminal 2 und Clublounge befindet sich das Tor 1, welches den GA-Crews als Zugang zum Vorfeld dient, nachdem die Sicherheitskontrolle in Terminal 1 passiert wurde.

Kontrollturm

In Bremen gibt es keinen freistehenden Tower, wie er an den meisten Flughäfen üblich ist. Die DFS übernahm im Jahr 1974 das ehemalige Schulgebäude der Lufthansa-Flugschule und richtete dort eine Bezirkskontrollstelle ein. Auf dem Dach des Gebäudes wurde dann auch die Tower-Kanzel errichtet.

Flugwetterwarte

Flugwetterwarte

Auf der gegenüberliegenden Seite, am südlichen Rand des Flugfeldes befindet sich das Gebäude der Flugwetterwarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit dem meteorologischen Messfeld.

Rettungshubschrauber

Seit dem 1. Oktober 1984 ist der Rettungshubschrauber „Christoph Weser“ der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) am Flughafen Bremen stationiert.

European Flight Academy

Am Flughafen befindet sich die European Flight Academy und das Lufthansa Aviation Training der Lufthansa Gruppe.

Airbus

Der Bremer Airbus-Standort mit den Divisionen Commercial Aircraft und Defence and Space liegt unmittelbar am Flughafen angrenzend und erstere fertigt Landeklappen und rüstet Flugzeugtragflächen aus. Über den Flughafen Bremen wird der Transfer zu den weiteren Airbus-Standorten abgewickelt. Täglich landet deshalb der Beluga in Bremen.

Besucherterrasse und Bremenhalle

VFW 614 auf der Besucherterrasse (bis 2015)
Junkers W33 in der Bremenhalle

Auf der Besucherterrasse des Flughafens stand von 2009 bis April 2014 eine VFW 614, die von DaimlerChrysler Aerospace zur Entwicklung von Fly-by-wire-Systemen verwendet wurde. Wegen einer Sanierung des Dachs musste das Flugzeug herunter gehoben, und zunächst auf dem Airbus-Werksgeländer zwischengelagert werden. Im Jahr 2018 wurde das Flugzeug nach Hamburg-Finkenwerder verbracht, und dort auf der Airbus-Museumswiese ausgestellt. Außerdem ist über die Besucherterrasse die „Bremenhalle“ (Eintritt) zugänglich. Es handelte sich um ein Museum zur Geschichte der Bremer Luft- und Raumfahrt. Hier waren unter anderem das maßgeblich vom Bremer Raumfahrtunternehmen ERNO entwickelte Spacelab und der einst in Bremen gebaute Doppeldecker Focke-Wulf Fw 44 «Stieglitz» ausgestellt. Die Junkers W 33 «Bremen», mit der 1928 die erste direkte Ost-West-Atlantiküberquerung gelang, befindet sich nach wie vor in der Halle.

Die Besucherterrasse ist nach Umbauarbeiten teilweise oder je nach Wetterbedingung wieder geöffnet. Der Flughafen bietet Gästeführungen an, die traditionell in der Bremenhalle beginnen und dann mit dem Bus, nach Einlass durch Tor 1, auf das Vorfeld und zur Feuerwehr sowie zur Start- und Landebahn führen.

Flugsimulator

Im Terminal 1 des Bremer Flughafens befindet sich das originale Cockpit eines Airbus A320, das zu einem Flugsimulator umgebaut wurde.

Sicherheit am Flughafen

Flughafenfeuerwehr

Eine Besonderheit stellten für viele Jahre die Flugfeldlöschfahrzeuge (FLF) dar. In den 1980er und 1990er Jahren entwickelten und konstruierten die Mitarbeiter der Flughafenfeuerwehr Bremen nach eigenen Vorstellungen (anfangs aus gebrauchten Bundeswehr-Fahrzeugen) Löschfahrzeuge auf der Basis von MAN-Fahrgestellen, die Unikate waren. Die FLF entsprechen den Bestimmungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), die den Flughafen seit 2016 in die Brandschutz-Kategorie 7 (von maximal 10) klassifiziert hat. Bei Flughäfen dieser Brandschutzklasse müssen 15.000 Liter Wasser und 450 Kilogramm Löschpulver vorgehalten werden. Inzwischen sind diese eigenentwickelten Löschfahrzeuge jedoch ausgemustert und seit 2013 durch mehrere Fahrzeuge vom Typ Panther der Firma Rosenbauer ersetzt worden. Die Flughafenfeuerwehr verfügt über ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug für den Gebäudebrandschutz sowie eine Rettungstreppe für die Evakuierung von Verkehrsflugzeugen.

Bundespolizei

Beamte der Bundespolizeiinspektion Bremen verfolgen am Flughafen begangene Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, welche sich ausschließlich auf den grenzüberschreitenden Verkehr beziehen, beaufsichtigen die Sicherheitskontrollen, sind für die Passkontrollen bei der Ein- und Ausreise verantwortlich und führen Sicherheitsmaßnahmen an Bord von Luftfahrzeugen durch, um Angriffe auf die Sicherheit des Luftverkehrs zu verhindern. Das Revier Flughafen befindet sich im 1. OG des Terminal 1.

Zoll

Das Hauptzollamt Bremen verfügt über eine Kontrolleinheit für den Flughafen Bremen. Die Kontrolleinheit überprüft insbesondere den grenzüberschreitenden Waren- und Reiseverkehr und können dabei unter anderem nach Drogen, Waffen, verbotenen Gegenständen sowie unversteuerten oder illegal eingeführten Waren suchen. Der Zoll überwacht zudem Ein- und Ausfuhrverbote und -beschränkungen, die dem Schutz der Bevölkerung dienen.

Polizei Bremen

Direkt am Flughafen liegt das Polizeikommissariat Süd der Polizei Bremen.

Luftsicherheitsbehörde

Die Luftsicherheitsbehörde Bremen ist zuständig für die ihr übertragenen Aufgaben des Luftsicherheitsgesetzes. Hierunter fallen unter anderem die Zuverlässigkeitsüberprüfungen sowie die Genehmigung und Qualitätskontrolle der Sicherungsmaßnahmen am Flughafen Bremen. Die Aufsichtsbehörde der Luftsicherheitsbehörde Bremen ist die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit, Häfen und Transformation.

Flugbetrieb

Verkehrsflug

Die Betreibergesellschaft Flughafen Bremen GmbH gehört zu 100 Prozent der Freien Hansestadt Bremen. Der Flughafen ist täglich rund um die Uhr betriebsbereit, um z. B. für Ausweich- und Sicherheitslandungen zur Verfügung zu stehen. Zwischen 22 und 6 Uhr gelten verschiedene abgestufte Nachtflugbeschänkungen, in der Regel findet zwischen 23:30 und 5 Uhr keinerlei Flugbetrieb statt.

Sportflug

Eine Besonderheit ist der Sitz des Bremer Vereins für Luftfahrt e. V. (BVL) direkt auf dem Flughafen. Seit April 2009 residiert der Verein im ehemaligen GAT (Terminal der Allgemeinen Luftfahrt) in der Hanna-Kunath-Straße 18. Der 1909 gegründete Verein besitzt als Flughafen-Gründungsmitglied immaterielle Sonderrechte, pflegt als „Flughafengründer“ ein ausgesprochen intensives Verhältnis zur Flughafen Bremen GmbH und betreibt am Standort Bremen mit seiner Motorfluggruppe Luftsport fünf vereinseigene Leichtflugzeuge. Weiterhin unterhält er eine Flugschule; mehrere Mitglieder besitzen auch eigene Flugzeuge.

Starts und Landungen erfolgen in der Regel auf der Hauptbahn 08/26. Darüber hinaus steht seit 1991 die nach Südwesten gerichtete, 700 Meter lange Startbahn 23 zur Verfügung. Sie darf nur für Starts nach Sichtflugregeln und nur von Flugzeugen bis maximal 5,7 t. Abfluggewicht genutzt werden. Privatpiloten sollen bei ausreichenden Bedingungen diese Startbahn bevorzugt nutzen, da der Abflugweg über weniger bewohntes Gebiet führt und Anwohner so vor Lärm geschützt werden. Als Anreiz hierzu dienen bei Benutzung der Piste 23 reduzierte Flughafenentgelte.

Bis 1974 wurde am Bremer Flughafen auch Segelflug betrieben, seit diesem Zeitpunkt sind die Segelflieger auf dem Segelfluggelände in Osterholz-Scharmbeck und Tarmstedt/Westertimke aktiv. Die Ballonfahrtgruppe wurde 2014 aufgelöst.

Clublounge

Der 1964 errichtete kleine Aussichtsturm neben Terminal 2 ist entgegen verbreiteter Ansicht kein Tower der Flugsicherung, sondern in Besitz des ansässigen BVL. Im Jahr 2009 wurde das Vereinsheim in die Hanna-Kunath-Straße verlegt, und der Turm zu einem Veranstaltungsort, genannt „Clublounge“ umgestaltet. Seither finden hier jedes Jahr zahlreiche vereinsinterne sowie auch öffentliche Feierlichkeiten und Veranstaltungen statt.

Am 10. Mai 2009 veranstalteten der Bremer Verein für Luftfahrt e. V. und die Bremer Flughafen GmbH anlässlich der „100 Jahre Luftfahrt in Bremen“ einen großen Flugtag, an dem auch der Flugzeughersteller Airbus mit einem Familientag teilnahm. Zum ersten und wohl einzigen Male landete in diesem Rahmen auch ein Airbus A380 auf dem Flughafen.

Am sog. Lufthansatag, dem 9. August 2009, landete aus Frankfurt kommend die Boeing 747-400 D-ABVR (Taufname: Bremen) in Bremen und startete am selben Tag zu zwei Rundflügen Richtung Helgoland, bevor der Jumbo-Jet am Abend nach Frankfurt zurückflog.

Fluggesellschaften und Ziele

Ab Bremen werden Linienverbindungen zu innerdeutschen Zielen sowie in verschiedene europäische Länder angeboten. Charterflüge in verschiedene europäische Staaten, vorzugsweise zu Zielen im Mittelmeerraum sowie in die Türkei und nach Nordafrika, werden ebenfalls durchgeführt.

Luftfracht

Luftfracht spielt, in Tonnage gemessen, am Flughafen Bremen eine untergeordnete Rolle. Der überwiegende Teil der in Bremen abgefertigten Luftfracht wird „getruckt“, sprich mit Lkw über Land transportiert, zollrechtlich aber als Luftfracht klassifiziert. Insbesondere frühere Zahlen von deutlich über 10.000 Tonnen Luftfracht schließen die „getruckte“ Luftfracht mit ein, wogegen die deutlich niedrigeren Zahlen aus den Jahren 2008 ff. sich dediziert auf geflogene Luftfracht – nahezu ausschließlich „Beifracht“ im Unterboden von Passagierflügen – beziehen.

Zwei Sonderfälle fallen hierbei aus dem Rahmen: Zum einen nutzt der ansässige Flugzeughersteller Airbus regelmäßig seine eigenen „Beluga“-Flugzeuge im Werksfrachtverkehr zwischen den einzelnen Standorten; diese Transporte fließen nicht in die allgemeine Luftfracht-Menge ein. Zum anderen werden in Bremen in geringer Stückzahl hochempfindliche Raumfahrt-Elemente wie z. B. Satelliten oder auch Bauelemente der ISS hergestellt. Diese müssen von Boeing 747-Frachtflugzeugen transportiert werden, da nur diese einen ausreichend großen, druckdichten Frachtraum besitzen. Wegen der relativ kurzen Startbahn in Bremen wird nur mit einem Minimum an Sprit gestartet, um z. B. in Hannover zwischenzulanden und von dort aus mit vollen Tanks zum eigentlichen Ziel zu fliegen.

Verkehrszahlen

Flughafen Bremen – Verkehrszahlen
JahrFluggastaufkommenFlugbewegungenLuftfracht [t]
2000 1.918.06451.74929.871
2008 2.486.33746.876723
2009 2.448,85143,650731
2010 2.676.29746.409539
2011 2.560.02345.412612
2012 2.447.00744.737643
2013 2.612.62744.263567
2014 2.773.12945.987721
2015 2.660.75442.263608
2016 2.573.50240.687732
2017 2.540.08437.234648
2018 2.561.53538.574626
2019 2.308.33836.308525
2020 594.68020.1721.151
2021 630.06218.949230
2022 1.493.00725.083319
2023 1.814.89227.045276
2024 1.887.01728.429287
2025 1.992.72729.881329
Verkehrsreichste Flugstrecken nach Ländern ab BRE
RangZielPassagiere
2021
VeränderungPassagiere
2020
Starts
2021
VeränderungStarts
2020
1Deutschland Deutschland125.169 0,04 %125.1204.067 -19,99 %5.083
2Spanien Spanien75.218 90,00 %39.589605 57,14 %385
3 Türkei46.742 215,48 %14.816374 177,04 %135
4Niederlande Niederlande24.031 12,26 %21.407528 16,81 %452
5Griechenland Griechenland8.174 -31,47 %11.92765 -34,34 %99
6 Litauen7.547 115,57 %3.50158 152,17 %23
7Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich6.658 -70,35 %22.457101 -50,00 %202
8  Kosovo 6.014 neu – 63 neu –
9Portugal Portugal5.423 -50,82 %11.02639 -60,61 %99
10  Kroatien 4.379  12163,64 % 36 44  388,89 % 9
11  Nordmazedonien 4.004  7,00 % 3.742 25  -7,41 % 27
12  Libanon 1.858 neu – 17 neu –
In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen)

Kritik am Flughafen

Im Jahr 1967 gründete sich die Vereinigung zum Schutz Flugverkehrsgeschädigter e. V. Bremen als Vereinigung zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm, Luftverseuchung und anderen Schäden des Flugverkehrs e. V., die sich als „parteiunabhängige Schutzgemeinschaft“ versteht. Diese Vereinigung hat als Ziel unter anderem ein achtstündiges Nachtflugverbot am Flughafen, eine Neuauflage des Schallschutzprogramms, die Anwohnerinformation in Form eines umfassenden Lärmschutzberichts sowie das Verbot von Sichtanflügen und Trainingsflügen über bewohntem Gebiet.

Zwischenfälle

Literatur

Siehe auch

Commons: Flughafen Bremen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ EDDW AD 2.2 – Geografische und administrative Flugplatzdaten. In: Luftfahrthandbuch Deutschland (AIP), AD 2 EDDW 1-1. DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, 4. September 2025, abgerufen am 14. Juli 2026 (englisch, deutsch).
  2. 1 2 3 4 5 ADV-Monatsstatistik Dezember 2025. (PDF; 2,1 MB) In: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 15. Februar 2026, abgerufen am 15. April 2024.
  3. 1 2 3 EDDW AD 2.12 – Pisten, physische Merkmale. In: Luftfahrthandbuch Deutschland (AIP), AD 2 EDDW 1-5. DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, 18. April 2024, abgerufen am 14. Juli 2026 (englisch, deutsch).
  4. ↑ Handelsregister, Entnommen dem Gesellschafterbeschluss vom 23. März 2022, abgerufen am 24. Februar 2023.
  5. ↑ Werner Treibel: Geschichte der deutschen Verkehrsflughäfen: eine Dokumentation von 1909 bis 1989. Bernard & Graefe, 1992, ISBN 978-3-7637-6101-2, S. 124 (google.com [abgerufen am 20. Februar 2022]).
  6. ↑ Ausbau des Bremischen Flughafens, Bremer Zeitung vom 14. Juli 1934
  7. ↑ Henry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935–1945 Germany (1937 Borders), ww2.dk, S. 87–88, abgerufen am 11. September 2014
  8. ↑ Willkommen. In: Wassersport-Club „Fink“ e. V. Bremen. Abgerufen am 27. Juni 2020.
  9. ↑ Air Berlin streicht drei Verbindungen von Tegel, Die Welt, 28. August 2008, abgerufen am 24. April 2016
  10. ↑ Bremer Verein für Luftfahrt e. V. | Motorflug – Segelflug – Ultraleichtflug. Abgerufen am 17. Oktober 2019.
  11. ↑ Flugtag in Bremen – A380 landet in Bremen – Große Bildergalerie (Memento vom 14. Mai 2009 im Internet Archive), abgerufen am 9. Oktober 2009
  12. ↑ Bremenfly stellt Flugbetrieb ein (Memento vom 28. Dezember 2010 im Internet Archive), airliners.de, 3. November 2010; abgerufen am 24. Mai 2023
  13. ↑ Verkehrsstatistik. (PDF; 23 kB) City Airport Bremen, archiviert vom Original am 4. März 2011; abgerufen am 25. Januar 2016.
  14. ↑ Satellitengestütztes Landesystem erhält Zulassung. GBAS-Premiere am Flughafen Bremen. Airliners.de, 10. Februar 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2012; abgerufen am 10. Februar 2012.
  15. ↑ Warum der Bremer Flughafen einen neuen Namen hat – Neuer Name, neues Logo. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2017; abgerufen am 5. April 2017.
  16. ↑ Bremen Airport Hans Koschnick. Pressestelle des Senats, 29. November 2017, abgerufen am 30. November 2017.
  17. ↑ Fahrplan Straßenbahnlinie 6. In: bsag.de. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. März 2019. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  18. ↑ Fahrplan Buslinie 52. In: bsag.de. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. März 2019. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  19. ↑ Privatflieger-Terminal am Flughafen Bremen. Abgerufen am 18. April 2026.
  20. ↑ Station Bremen. In: DRF Luftrettung. Abgerufen am 20. August 2025.
  21. ↑ Alter Flieger geht noch einmal in die Luft. In: Radio Bremen. 3. April 2014, archiviert vom Original am 1. Mai 2015; abgerufen am 25. Januar 2016.
  22. ↑ Historischer Jet zieht von Bremen nach Finkenwerder. 22. November 2017, abgerufen am 18. April 2026.
  23. ↑ Besucherterrasse Terminal 2/3, airport-bremen.de
  24. ↑ Gesellschafter und Beteiligungsverhältnisse – Internationale Verkehrsflughäfen. (PDF) Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen, Oktober 2015, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 23. Januar 2016; abgerufen am 25. Januar 2015.
  25. ↑ Frachtflieger Condor. Abgerufen am 18. April 2026.
  26. ↑ Statistik des Flughafenverbands ADV. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 24. Januar 2016; abgerufen am 19. Februar 2016.
  27. ↑ Zahlen & Fakten. Flughafen Bremen GmbH, abgerufen am 14. September 2021.
  28. 1 2 Publikation – Transport & Verkehr – Luftverkehr auf Hauptverkehrsflughäfen. In: Statistisches Bundesamt (Destatis) 2021. Abgerufen am 7. Juni 2022.
  29. ↑ ADV-Monatsstatistik 12/2008. (PDF; 134 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 3. Februar 2009, abgerufen am 8. April 2025.
  30. ↑ ADV-Monatsstatistik 12/2009. (PDF; 335 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 10. Februar 2010, abgerufen am 8. April 2025.
  31. ↑ ADV-Monatsstatistik 12/2010. (PDF; 127 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 8. Februar 2011, abgerufen am 8. April 2025.
  32. ↑ ADV-Monatsstatistik 12/2011. (PDF; 183 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 23. Januar 2012, abgerufen am 8. April 2025.
  33. ↑ ADV-Monatsstatistik 12/2012. (PDF; 101 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 5. Februar 2013, abgerufen am 8. April 2025.
  34. ↑ ADV-Monatsstatistik 12/2013. (PDF; 182 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 28. Januar 2014, abgerufen am 8. April 2025.
  35. ↑ ADV-Monatsstatistik 12/2014. (PDF; 244 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 27. Januar 2015, abgerufen am 8. April 2025.
  36. ↑ ADV-Monatsstatistik 12/2015. (PDF; 395 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 5. Februar 2016, abgerufen am 8. April 2025.
  37. ↑ ADV-Monatsstatistik 12/2016. (PDF; 395 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 24. Februar 2017, abgerufen am 8. April 2025.
  38. ↑ ADV-Monatsstatistik 12/2017. (PDF; 307 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 5. Februar 2018, abgerufen am 8. April 2025.
  39. ↑ ADV-Monatsstatistik 12/2018. (PDF; 366 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 11. Februar 2019, abgerufen am 8. April 2025.
  40. ↑ ADV-Monatsstatistik 12/2019. (PDF; 316 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 13. Februar 2020, abgerufen am 8. April 2025.
  41. ↑ ADV-Monatsstatistik Dezember 2020. (PDF; 298 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 2. Februar 2021, abgerufen am 8. April 2025.
  42. ↑ ADV-Monatsstatistik Dezember 2021. (PDF; 823 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 31. Januar 2022, abgerufen am 8. April 2025.
  43. ↑ ADV-Monatsstatistik Dezember 2022. (PDF; 919 KB) In: adv.aero. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 13. Februar 2023, abgerufen am 18. Februar 2023.
  44. ↑ ADV-Monatsstatistik Dezember 2023. (PDF; 903 KB) In: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 14. Februar 2024, abgerufen am 14. Februar 2024.
  45. ↑ ADV-Monatsstatistik Dezember 2024. (PDF; 922 KB) In: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e. V., 17. Februar 2025, abgerufen am 8. April 2025.
  46. ↑ Unfallbericht CV-440 D-ACAT, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 26. November 2017.
  47. ↑ Unfallbericht P-149D D-EJCO. In: aviation-safety.net. Abgerufen am 19. August 2026 (englisch).
  48. ↑ Unfallbericht JetStar CA+102. In: aviation-safety.net. Abgerufen am 19. August 2026 (englisch).
  49. ↑ Unfallbericht VFW 614 D-BABA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Juni 2016.
  50. ↑ Unfallbericht Do 328-100 D-CATS, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Juni 2016.
  51. ↑ Flugzeugabsturz in Bremen: Zwei Tote. Feuerwehrmagazin.de, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. August 2014; abgerufen am 1. August 2014.
  52. ↑ Lufthansa-Traditionsflugzeug in Bremen abgestürzt. Airliners.de, abgerufen am 1. August 2014.
  53. ↑ BFU Bulletin August 2014. Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, abgerufen am 28. Dezember 2014.
  54. ↑ Unfallbericht SAAB Safir D-EBED, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 26. November 2017.
  55. ↑ Wayback Machine. Archiviert vom Original am 1. April 2025; abgerufen am 25. Juli 2025.